Age of Empires II: Definitive Edition - Return of Rome ist eine Echtzeit-Strategie-Erweiterung, die das originale Age of Empires als eigenständiges Erlebnis in die Engine von Age of Empires II integriert. Spieler verwalten Ressourcen, durchlaufen Zeitalter, errichten Basen und führen Armeen in antiken Welten - mit dem bewährten Spielablauf aus Wirtschaftsausbau, technologischem Fortschritt und taktischen Gefechtsentscheidungen.
Gameplay
Das Gameplay folgt dem klassischen Echtzeit-Strategie-Prinzip: Ressourcen sammeln, Siedlungen errichten und Einheiten ausbilden, während man sich an die Gegner anpasst. Komfortfunktionen wie Tore für Verteidigungsanlagen, Einheitenformationen, verbesserte Handelskarren-Mechaniken, eine optimierte Benutzeroberfläche, überarbeitete Grafik, Zuschauerwerkzeuge und eine stärkere KI der Computergegner wurden auf die antiken Zivilisationen übertragen. Dadurch fühlen sich Basisverwaltung und Truppenführung deutlich flüssiger an als in der Originalversion.
Siebzehn Zivilisationen aus dem ersten Teil kehren mit ihren charakteristischen Einheiten und Boni zurück, ergänzt durch die neue, exklusive Lac-Viet-Zivilisation. Die Römer sind als spielbare Fraktion im Hauptspiel Age of Empires II: Definitive Edition verfügbar und bringen den Legionär als robusten Infanteristen sowie den Zenturio als schwere Kavallerieeinheit mit, die benachbarte Miliz-Einheiten stärkt. Im Kampf kommt es vor allem auf Positionierung und Timing an, nicht nur auf Überzahl, während Spieler Nahrung, Holz, Stein und Gold gegen den Bedarf an militärischer Produktion abwägen.
Spielmodi
Neben den gewohnten Gefechts- und Mehrspielermodi steht der spezielle D3-Modus zur Verfügung. D3 basiert auf einem in Vietnam beliebten Regelwerk und verhindert frühe aggressive Angriffe durch gezielte Einschränkungen, was längere wirtschaftliche Planung und mittelfristige Gefechte fördert. Der Modus ist direkt in die Erweiterung integriert und unterstützt sowohl Einzelspieler- als auch ungerankte Mehrspielerspiele.
Im Kampagnenmodus stehen drei neue, vollständig vertonte Szenarien zur Verfügung. „Sargon von Akkad" erzählt den Aufstieg eines Mundschenks, der von der Göttin Ishtar geleitet wird und die sumerischen Stadtstaaten einen soll - mit den Sumerern als spielbarer Fraktion. „Pyrrhus von Epirus" zeigt die Herausforderungen eines makedonischen Heerführers im Chaos nach Alexander dem Großen, bei dem strategische Ausdauer gegen überlegene Kräfte gefragt ist. „Trajan" schildert die Bemühungen des römischen Kaisers, das Reich inmitten innerer Bedrohungen zu stabilisieren und auszubauen, wobei Spieler römische Legionen und Infrastruktur befehligen.
Zivilisationen und Kampagnen
Die Erweiterung vereint Assyrer, Babylonier, Karthager, Choson, Ägypter, Griechen, Hethiter, Makedonen, Minoer, Palmyrer, Perser, Phönizier, Römer, Shang, Sumerer und Yamato - jede mit eigenen Stärken beim Ressourcenabbau, bei der Einheitenproduktion oder in der Verteidigung. Die Lac Viet ergänzen das Spektrum um eine südostasiatische Option mit speziell auf die Antike abgestimmten Boni. Alle Fraktionen stehen sowohl für Zufallskarten-Gefechte als auch für die Kampagnen zur Verfügung.
Ältere Kampagnen aus dem ersten Age of Empires erhalten regelmäßig neue Inhalte, ohne dass sich die Kernmechaniken ändern. Die Römer lassen sich auch außerhalb der Erweiterung in normalen Age of Empires II-Partien einsetzen und erweitern so die Auswahl für Ranglistenspiele und ungerankte Matches im Hauptspiel.
Lohnt sich das Spiel?
Return of Rome richtet sich an Spieler, die Echtzeit-Strategie mit historischem Antike-Setting, erzählstarken Kampagnen und erneuerten älteren Zivilisationen schätzen. Die eigenständige Struktur trennt das Erlebnis bewusst vom mittelalterlichen Fokus des Hauptspiels und spricht damit auch Nutzer an, die kürzere Runden oder Abwechslung im Einzelspieler-Modus suchen. Im Mehrspielermodus bleibt der D3-Modus sowie die Standardoptionen nutzbar, wobei die Aktivität stärker auf dem Hauptspiel liegt.
Regelmäßige Balance-Anpassungen und gelegentliche Inhaltsupdates halten die Erweiterung für eingefleischte Strategiespieler interessant. Wer schnelle Rush-Strategien oder umfangreiche Ranglistensysteme bevorzugt, könnte durch die D3-Einschränkungen und die antiken Technologiebäume weniger angesprochen sein, während Spieler, die narrative Kampagnen und Zivilisationsvielfalt schätzen, von den drei neuen Geschichten und dem erweiterten Fraktionsangebot profitieren. Die Erweiterung schlägt eine polierte Brücke zwischen zwei Epochen der Serie, ohne dass das Originalspiel im Besitz sein muss.