Chivalry: Deadliest Warrior ist ein First-Person-Actionspiel und ein Erweiterungspaket für Chivalry: Medieval Warfare. Es dreht sich um kompetitive Online-Nahkämpfe in antiken und mittelalterlich inspirierten Welten. Spieler übernehmen die Kontrolle über Krieger unterschiedlicher historischer Fraktionen und liefern sich groß angelegte Schlachten, in denen Schwert, Speer und andere zeitgenössische Waffen im Mittelpunkt stehen.
Gameplay
Im Zentrum steht ein erstpersonenbasierter Nahkampf, bei dem Timing, Positionierung und Waffenwahl über Sieg oder Niederlage entscheiden. Jede Kriegerfraktion bringt eigene Waffen und Fähigkeiten mit, die den Verlauf der Kämpfe maßgeblich beeinflussen. Spartaner setzen auf Schilde und Stoßangriffe, während Ninjas auf Geschwindigkeit und leichte Klingen für schnelle Treffer setzen. Wikinger und Samurai führen schwere Äxte oder Katanas ins Feld, die sich in Reichweite und Schadenswirkung unterscheiden. Ritter und Piraten ergänzen das Aufgebot mit ihren charakteristischen Ausrüstungen. Die Kämpfe wirken schneller und abwechslungsreicher als im Basisspiel, unterstützt durch neue Animationen, die Verstümmelungen und Aufprall-Feedback deutlich sichtbar machen. Da kein Loadout alle Situationen dominiert, müssen Spieler ihre Taktik ständig anpassen.
Spielmodi
Der Mehr-Team-Modus ist die zentrale Neuerung: Bis zu sechs Fraktionen können gleichzeitig auf einer Karte gegeneinander antreten und sorgen so für chaotische, vielseitige Gefechte, in denen Bündnisse ständig wechseln. Sechs neue Umgebungen unterstützen dieses Format ebenso wie die bekannten Spielmodi des Basisspiels. Jede Karte ist einer bestimmten Krieger-Heimat nachempfunden - etwa griechische Tempel für Spartaner oder Bambuswälder für Ninjas - und beeinflusst Sichtlinien sowie Bewegungsmöglichkeiten.
Fraktionen und Mechaniken
Sechs Fraktionen erhalten jeweils eigene Arsenale, die unterschiedliche Spielstile fördern. Samurai setzen auf präzise Schwertführung, Spartaner auf formationsbasierte Vorstöße mit Schilden, Wikinger auf rohe Kraft mit Äxten. Ninjas nutzen ihre Mobilität auf Dächern und engen Pfaden, Ritter führen schwere, gepanzerte Schläge aus, und Piraten kombinieren Entermesser mit Wurfgeschossen. Diese Unterschiede zwingen Spieler dazu, Match-ups zu erkennen und ihre Vorgehensweise je nach Gegnern anzupassen. Das Profilfenster erfasst persönliche Statistiken über alle Optionen hinweg und hilft so, die eigene Leistung langfristig zu verbessern.
Lohnt sich das Spiel?
Die Resonanz fällt gemischt aus: Steam-Nutzerbewertungen liegen bei 58 Prozent positiv, basierend auf über tausend Bewertungen. Die Erweiterung liefert die versprochene Vielfalt an Kriegern und Karten, doch der Titel stammt aus dem Jahr 2013 und erhielt nur begrenzte weitere Unterstützung. Die Spielerzahlen auf dedizierten Servern sind niedrig, sodass es außerhalb der Stoßzeiten schwer sein kann, gefüllte Matches zu finden. Wer reinen First-Person-Nahkampf schätzt und kleinere Lobbies nicht stört, kann dennoch von den einzigartigen Fraktionsmechaniken und dem Mehr-Team-Chaos profitieren. Neueinsteiger sollten zunächst das Basisspiel testen, um festzustellen, ob der Kampfstil ihren Vorlieben entspricht, bevor sie zur Erweiterung greifen.