Dying Light ist ein Open-World-Survival-Actionspiel mit RPG-Elementen, das in einer von Zombies überrannten Stadt spielt. Man schlüpft in die Rolle des Undercover-Agenten Kyle Crane und bewegt sich durch die abgeriegelten Straßen von Harran, sammelt Vorräte und weicht den Infizierten aus oder kämpft gegen sie.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht ein flüssiges Parkour-System, das mit Nahkampf kombiniert wird. Spieler klettern über Gebäude, springen von Dach zu Dach, rutschen unter Hindernissen hindurch und nutzen einen Enterhaken für schnelle Fortbewegung. Diese Mechaniken dienen sowohl der Erkundung als auch der Flucht und ermöglichen kreative Wege durch die Stadt. Der Kampf basiert vor allem auf improvisierten Nahkampfwaffen, die sich aus gefundenen Teilen und Bauplänen herstellen oder verbessern lassen. Schusswaffen kommen später hinzu, bleiben aber durch begrenzte Munition und die damit verbundene Lärmbelästigung eingeschränkt. Ein Tag-Nacht-Zyklus beeinflusst das Verhalten der Gegner: Tagsüber sind die Infizierten langsamer, nachts werden sie deutlich aggressiver. Skill-Bäume belohnen Parkour mit Agilitätspunkten, Nahkampf mit Kraftpunkten und Überleben mit Punkten aus Missionen und Herausforderungen. Der Überlebenssinn markiert nahegelegene Beute und Gefahren, während das Ausdauermanagement sowohl Lauf- als auch Kampfleistung beeinflusst.
Spielmodi
Die Einzelspieler-Kampagne bildet das Herzstück und führt durch Story-Missionen sowie optionale Aufgaben in einer offenen Welt. Bis zu vier Spieler können kooperativ in dieselbe Sitzung einsteigen, gemeinsam die Kampagne abschließen oder Herausforderungen meistern und teilen sich dabei die Erfahrungspunkte. Ein asymmetrischer Mehrspielermodus namens Be the Zombie erlaubt es einem Spieler, als mächtiger Night Hunter in die Spiele anderer einzudringen, während das menschliche Team Nester zerstört und sich verteidigt. Die Schwierigkeitsgrade reichen von Story-Modus mit reduziertem Überlebensdruck über Normal und Hard bis hin zu Nightmare mit maximaler Herausforderung. Nach dem ersten Abschluss der Geschichte wird New Game Plus freigeschaltet und erhöht den Schwierigkeitsgrad in allen Modi.
Die Welt und das Fortschrittssystem
Harran ist in verschiedene Stadtteile wie die Slums und die Altstadt unterteilt, die durch Kanalisation miteinander verbunden sind. Spieler sammeln Vorräte, erledigen Aufträge von NPCs in sicheren Zonen und finden Sammelobjekte wie Notizen und Aufzeichnungen. Erfahrung aus unterschiedlichen Aktivitäten schaltet Upgrades frei, die Bewegung, Kampf und Überlebensfähigkeiten verbessern. Das Spiel legt Wert auf die Wahl zwischen direktem Kampf und heimlichem Vorgehen, wobei Waffen mit der Zeit verschleißen und repariert oder ersetzt werden müssen.
Lohnt sich das Spiel?
Dying Light erfreut sich auch Jahre nach Release großer Beliebtheit, was sich in den überwiegend positiven Steam-Bewertungen widerspiegelt, die vor allem das befriedigende Bewegungssystem und die Atmosphäre loben. Die Kombination aus Parkour und Nahkampf spricht Spieler an, die Open-World-Survival mit taktischer Tiefe suchen. Koop- und asymmetrische Modi erhöhen den Wiederspielwert für Gruppen oder wettbewerbsorientierte Spieler. Das Spiel richtet sich an Fans von First-Person-Zombie-Survival, die Wert auf Skill-Bäume und Crafting statt reines Schießen legen. Wer intensive nächtliche Spannung und kreative Fortbewegung schätzt, findet über die gesamte Kampagne und die Zusatzmodi hinweg durchgehend Abwechslung.