Eiyuden Chronicle: Hundred Heroes ist ein Einzelspieler-JRPG, in dem Spieler ein stetig wachsendes Heldenaufgebot befehligen. Die Handlung spielt in einer Welt, die von Rune-Linsen und politischen Konflikten geprägt ist. Nowa und Seign begegnen sich während einer imperialen Expedition und werden in einen Krieg auf dem Kontinent Allraan hineingezogen. Menschen, Beastmen, Elfen und Wüstenbewohner schließen Bündnisse, um sich gegen die Galdean-Empire zu wehren, die mit fortschrittlicher Rune-Linsen-Technologie ihre Macht ausbauen will.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Rekrutieren von Verbündeten und das Führen einer sechsköpfigen Truppe in rundenbasierten Kämpfen. Die Charaktere stehen in vorderer und hinterer Reihe und erhalten pro Zug Befehle für Angriffe, Verteidigung, Items oder Rune-Linsen-Zauber. Bestimmte Helden-Kombinationen lösen besondere Angriffe aus. Ein Auto-Kampf-Modus ermöglicht bei Bedarf ein automatisiertes Fortschreiten. Unterstützende Charaktere steuern außerhalb der direkten Kontrolle weitere Fähigkeiten bei.
Erkundung und Basisbau sind eng verknüpft: Spieler errichten und erweitern Einrichtungen im Hauptquartier, um die wachsende Streitmacht zu versorgen. Ressourcenmanagement und Interaktionen mit den Charakteren eröffnen neue Fortschrittsmöglichkeiten. Die Kämpfe setzen auf Positionierung und Timing statt auf komplexe Menüs, bleiben dadurch zugänglich und belohnen zugleich eine durchdachte Zusammenstellung der Truppe.
Spielmodi
Die Herausforderungen ändern sich mit dem Fortschritt der Geschichte. Normale Begegnungen folgen dem sechsköpfigen rundenbasierten System. Größere Schlachten bringen strategische Elemente ins Spiel, bei denen Spieler Bataillone auf Karten koordinieren. Wichtige Momente werden durch 1-gegen-1-Duelle mit eigener Mechanik und intensiver Inszenierung unterstrichen.
Zwischen den Kämpfen widmen sich Spieler der Verwaltung des Hauptquartiers und Minispielen, die Rekrutierung und Handlung vorantreiben. Diese Systeme sind fest in die Kampagne eingebunden und erlauben es, Allianzen zu schmieden oder neue Rekruten zu erproben, ohne die Einzelspieler-Struktur zu verlassen. Schwierigkeitsgrade passen Gegnerverhalten und Belohnungen an unterschiedliche Spielstile an.
Handlung und Charaktere
Die Geschichte dreht sich um Freundschaft, Loyalität und wandelnde Überzeugungen im Krieg. Nowa stammt aus einem abgelegenen Dorf, Seign dient als kaiserlicher Offizier; ihr Zusammentreffen setzt die Ereignisse in Gang. Über einhundert rekrutierbare Charaktere mit eigenen Hintergründen und Rollen bereichern sowohl die Kämpfe als auch die Basisaktivitäten. Die Jagd der Galdean-Empire auf ein mächtiges Artefakt treibt den Konflikt voran und enthüllt Intrigen zwischen den Nationen des Kontinents.
Die Rekrutierung bildet einen zentralen Kreislauf: Spieler suchen durch Erkundung und Nebenaktivitäten nach potenziellen Verbündeten. Die Charakterentwicklung konzentriert sich auf persönliche Handlungsbögen statt auf umfangreiche Anpassungssysteme und hält den Fokus auf dem Ensemble und dessen Beitrag zum Geschehen.
Lohnt sich das Spiel?
Die Resonanz hebt die nostalgische Anziehungskraft für Fans klassischer JRPG-Strukturen hervor und lobt die große Charakterauswahl, die Sprite-Präsentation und die emotionalen Momente. Manche Spieler bemerken ein bewusst ruhiges Tempo in den ersten Stunden sowie gelegentliche altmodische Eigenheiten bei Navigation oder Fortschritt. Das Spiel bietet anpassbare Schwierigkeit und Leistungsoptionen auf unterstützten Plattformen.
Es spricht Spieler an, die gerne große Charaktergruppen rekrutieren, ein zentrales Hauptquartier verwalten und eine umfangreiche Einzelspieler-Kampagne mit wechselnden Kampfarten erleben möchten. Der Season Pass erweitert die Haupthandlung später durch zusätzliche Kapitel, die sich auf bestimmte Charaktere und Ereignisse konzentrieren. Wer eine moderne Interpretation von JRPGs im Stil der 1990er sucht, bei der Verbündete und Weltgeschehen im Vordergrund stehen, findet hier den größten Mehrwert.