Pathfinder: Wrath of the Righteous Season Pass 2 erweitert das Singleplayer-RPG um drei eigenständige Story-Erweiterungen, die sich sowohl in die Hauptkampagne einfügen als auch separat spielen lassen. Spieler übernehmen erneut die Rolle des Ritterkommandanten in einer Fantasy-Welt, die auf dem Pathfinder-Regelwerk basiert. Sie führen eine Gruppe, treffen dialogbasierte Entscheidungen und bewegen sich durch eine von Dämonen und moralischen Konflikten geprägte Welt. Die Erweiterungen bringen neue Begleiter, Klassen, Regionen und Handlungsstränge mit, die den Kreuzzug gegen die Dämonen fortsetzen.
Gameplay
Im Zentrum stehen Erkundung, Kampf und Charakterentwicklung aus isometrischer Perspektive. Spieler bauen und verfeinern ihre Gruppe mithilfe eines umfangreichen Klassensystems, wählen Talente, Zauber und mythische Pfade, die Fähigkeiten und Handlungsverläufe beeinflussen. Kämpfe erfordern gutes Positionieren, Timing und Ressourcenmanagement. Zwischen Echtzeit mit Pause und rundenbasiertem Modus kann jederzeit gewechselt werden. Die neuen Inhalte führen die Gestaltwandler-Klasse ein, die Verwandlungen in Tierformen für den Nahkampf ermöglicht, sowie neun Zauber und 15 Archetypen, die sowohl für neue Charaktere als auch für das Umlernen im Basisspiel zur Verfügung stehen. Eine neue Region rund um den Begleiter aus Sarkoris bietet Nebenquests, Gegner und verborgene Hintergrundgeschichten. In „The Lord of Nothing" müssen Spieler in eisigen Ödlanden und Schattenwelten überleben und temporäre Verbündete wie einen Engel oder einen Androiden rekrutieren. „A Dance of Masks" legt den Fokus auf soziale Begegnungen und leichte Festaktivitäten in einer wiederaufgebauten Stadt, unterbrochen von Verteidigungsaufgaben gegen Feinde.
Spielmodi
Der Kampf unterstützt zwei austauschbare Systeme: Echtzeit mit Pause für flüssiges Geschehen und rundenbasiert für taktische Planung. Die Story-Inhalte lassen sich auf zwei Arten erleben. Im integrierten Modus werden Quests, Begleiter und Gebiete direkt in die Kapitel der Hauptkampagne eingebunden. Im Standalone-Modus können neue Charaktere erstellt oder Figuren aus früheren DLCs importiert werden, um eigenständige Geschichten zu erleben - etwa den Abschluss von Sendri und Rekarths Handlung oder die persönliche Reise des Stammesoberhaupts aus Sarkoris. Beide Varianten bieten entscheidungsbasierte Enden. „The Lord of Nothing" allein bietet mehr als fünf unterschiedliche Ausgänge. Romanzen mit dem neuen Begleiter sind in beiden Modi für geeignete Protagonisten möglich.
Story-Erweiterungen und Begleiter
Jedes DLC bringt eigene Handlungsstränge. „The Last Sarkorians" dreht sich um Ulbrig Olesk, einen überlebenden Gestaltwandler aus einem zerstörten Land, der als Begleiter mit optionaler Romanze für männliche oder weibliche Protagonisten zur Verfügung steht. Spieler erkunden eine bisher unzugängliche Region, kämpfen gegen neue Gegner und decken historische Geheimnisse auf. „The Lord of Nothing" schließt Handlungsfäden aus einer früheren Erweiterung ab und führt durch Orte wie einen Zauberturm und blühende Höhlen, unterstützt von temporären Begleitern. „A Dance of Masks" bringt die gesamte Gruppe zurück in die Ausgangsstadt zu festlichen Ereignissen, die Ruhephasen mit plötzlichen Bedrohungen verbinden und die Beziehungen innerhalb der Gruppe stärken. Alle Elemente bleiben in den größeren Kontext des Dämonenkriegs eingebettet, bieten aber eigenständige Abschlüsse.
Lohnt sich das Spiel?
Season Pass 2 richtet sich an Spieler, die lange Singleplayer-RPGs mit Fokus auf Charakterbau, verzweigten Geschichten und taktischen Kämpfen schätzen. Die Erweiterungen bieten sinnvolle Ergänzungen für alle, die das Basisspiel oder frühere Inhalte bereits abgeschlossen haben - vor allem durch neue Klassenoptionen und Begleiter-Interaktionen, die sich ohne Neustart integrieren lassen. Die Aufnahme hebt besonders die Gestaltwandler-Mechanik und die vielfältigen Enden eines Segments hervor, auch wenn manche Spieler die kürzere Länge im Vergleich zu früheren Erweiterungen anmerken. Die Inhalte sind dauerhaft käuflich und enthalten keine zeitlich begrenzten Elemente. Für Fans, die mehr Regeltiefe und erzählerische Abschlüsse im Pathfinder-Universum suchen, ist das Paket eine solide Wahl. Wer kürzere Sessions oder einen leichteren sozialen Fokus bevorzugt, findet die Festaktivitäten des letzten DLCs zwar erfrischend, aber eher als Ergänzung zu Kampf und Erkundung.