POSTAL 2: Paradise Lost ist ein Action-Adventure und die Erweiterung zum Original-POSTAL 2. Spieler übernehmen erneut die Rolle des Postal Dude in der Egoperspektive und kehren nach zehn Jahren in ihre Heimatstadt zurück. Die Handlung dreht sich um die Suche nach dem verschwundenen Hund in den Trümmern der nuklear verwüsteten Stadt Paradise.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht eine fünftägige Singleplayer-Kampagne, die von Montag bis Freitag reicht. Jeden Tag warten neue Aufträge und Ziele, die das Überleben in der Ödnis sichern und die Suche nach dem Hund vorantreiben. Die Welt lädt zum freien Erkunden ein: von ausgedörrten Wüstenregionen über dichte, regennasse Vegetation bis hin zu eisigen nuklearen Winterzonen unter aschgrauem Himmel. Dazwischen gilt es, den Alltag zu meistern - Schlangen stehen, Automaten nutzen oder Toilettenpapier besorgen.
Im Kampf und im Umgang mit der Umgebung kann man friedlich agieren, ausweichen und verhandeln oder direkt in die Auseinandersetzung gehen. Das Arsenal wird durch neue Waffen erweitert: Revolver für gezielte Schüsse, der Hebelrepetierer für Nahkämpfe und der Freischneider zum Räumen von Hindernissen oder zur Bekämpfung von Gegnern. Dual-Wielding sorgt bei Bedarf für zusätzliche Feuerkraft. Bossgegner erfordern direkte Konfrontationen mit wichtigen Figuren. Die originale Synchronisation des Postal Dude bleibt durchgehend erhalten.
Spielmodi
Paradise Lost ist ausschließlich als Singleplayer-Kampagne konzipiert. Die Struktur basiert auf einer nicht-linearen, aufträgebasierten Progression, bei der Spieler tägliche Aufgaben für verschiedene Fraktionen erledigen oder die Welt frei erkunden. Zu den Fraktionen zählen Gesetzeshüter, Banditen, apokalyptische Überlebenskünstler und weitere Gruppen unter Führung ehemaliger Kinderstars oder ungewöhnlicher Wesen. Allianzen entstehen durch Interaktionen und beeinflussen den Verlauf der Woche. Die Kampagne endet mit zusätzlichen Showdowns und Apokalypse-Abschnitten, die die letzten Tage über den üblichen Freitag hinaus verlängern.
Setting und Fraktionen
Die postapokalyptische Version von Paradise gliedert sich in unterschiedliche Umweltzonen, deren Beschaffenheit von der Nähe zur Explosionsstelle abhängt. Spieler treffen auf eine Mischung aus überlebensgroßen, winzigen und zombieartigen Bewohnern sowie weiteren Überlebenden. Das Verhalten gegenüber den Anführern der Fraktionen bestimmt die Allianzen und eröffnet neue Wege durch die Geschichte. Das Setting bewahrt den typischen Mix aus banalen Alltagsaktivitäten und veränderter Landschaft, ergänzt durch neue Gegenstände und Mechaniken wie das Sammeln von Ressourcen an Automaten.
Lohnt sich das Spiel?
Paradise Lost richtet sich an Spieler, die den offenen, auftragsbasierten Singleplayer-Stil des Originals mit entscheidungsabhängigen Verläufen zwischen friedlichen und gewalttätigen Lösungen schätzen. Die Erweiterung bringt neue Waffen, Dual-Wielding, Bosskämpfe und abwechslungsreichere Umgebungen, ohne die bewährte Auftragsstruktur über mehrere Tage aufzugeben. Controller-Unterstützung sorgt für flexible Spielmöglichkeiten. Fans loben vor allem die Fortsetzung des Humors und der Satire sowie die längere Kampagne im Vergleich zum Grundspiel. Wer ein lineares Shooter-Erlebnis oder moderne Grafik sucht, könnte die veraltete Technik als weniger ansprechend empfinden - für Anhänger der Serie bleibt es jedoch eine direkte Fortsetzung des gewohnten Gameplays. Es ist als eigenständige Erweiterung erhältlich und setzt das Basisspiel voraus.