POSTAL Redux ist ein Twin-Stick-Shooter, der den schwarzen Humor und die chaotische Gewalt des Originals in ein zeitgemäßes Paket verpackt. Als Indie-Action-Titel für den PC schlüpfen Spieler in die Rolle des Postal Dude und kämpfen sich durch eine feindselige Kleinstadt voller bewaffneter Gegner. Im Mittelpunkt steht das Säubern von Gebieten durch gezielte Eliminierung von Feinden, bei gleichzeitig begrenzten Ressourcen und engen Räumen.
Gameplay
Die Steuerung basiert auf klassischen Twin-Stick-Mechaniken, die präzises Zielen und freie Bewegung in einer isometrischen Perspektive ermöglichen. Fortschritt ergibt sich durch Erreichen einer vorgegebenen Kill-Anzahl, ergänzt durch optionale Ziele mit Zivilisten, die zusätzliche Entscheidungsspielräume eröffnen. Die Schwierigkeitsgrade reichen von einfachen Durchläufen bis hin zu anspruchsvollen Modi, die sorgfältige Positionierung und Ressourcenplanung verlangen. Jede Waffe hat ihren eigenen Charakter - vom Nahkampf-Schrotgewehr bis hin zu flächendeckenden Sprengkörpern - und lädt dazu ein, die Ausrüstung je nach Gegnertyp anzupassen.
Zu den Gegnern zählen Heckenschützen in Deckung, aggressive Polizeieinheiten, taktisch vorgehende SWAT- und Militärtrupps sowie ungewöhnliche Bedrohungen wie Marschkapellen und Strauße, die gewohnte Abläufe stören. Die überarbeiteten Grafiken und der Soundtrack verstärken die surreale Atmosphäre, ohne das Kernprinzip aus Bewegung, Schießen und Überleben zu verändern. Überarbeitete Mechaniken und der neue Revolver bieten im Vergleich zum Original neue Optionen, während die verbesserte KI auch bei wiederholten Durchgängen für Spannung sorgt.
Spielmodi
Im Kampagnenmodus durchläuft man 17 Kernlevel, beginnend im eigenen Zuhause und über Orte wie Mine, Trailerpark, Ghetto, Innenstadt, Jahrmarkt und Luftwaffenbasis. Die Excess-Postage-Kampagne erweitert dies mit zusätzlichen Inhalten auf insgesamt 23 Abschnitte, darunter EZ Mart, Shanty Town, Erdbebenzone, Ferienresort sowie japanische Städte wie Tokio und Osaka.
Der Rampage-Modus dreht sich um Punktjagd: Lange Killserien, unterschiedliche Zerstörungsmethoden und hohes Tempo bestimmen die Platzierung. Im Online-Koop können bis zu vier Spieler die komplette Kampagne auf erhöhtem Schwierigkeitsgrad mit angepassten Enden bewältigen. Im Online-Deathmatch treten bis zu acht Teilnehmer in freien Matches auf verfügbaren Karten gegeneinander an und setzen dabei auf direkte Konfrontation statt Fortschritt.
Gegner und Waffen
Die Gegner erfordern jeweils angepasste Taktiken. Bewaffnete Vigilanten und Polizisten zwingen zum Deckungsverhalten, während SWAT- und Militäreinheiten koordiniert angreifen und schlechte Positionierung bestrafen. Marschkapelle und Strauße bringen unvorhersehbare Elemente ins Spiel. Das Arsenal umfasst zehn Waffen: Schrotflinte für Streuschaden, Sprühkanone für anhaltendes Feuer, Molotows und Flammenwerfer für Brandwirkung, Napalmwerfer für anhaltende Flammen, Granaten und Raketenwerfer mit zielsuchenden Varianten für Gruppen, verschiedene Minen zur Fallenstellung sowie den Revolver für zuverlässige Einzelziele.
Lohnt sich das Spiel?
Die Nutzerbewertungen auf den großen Plattformen fallen überwiegend positiv aus, besonders hinsichtlich der überarbeiteten Präsentation, der zusätzlichen Modi und der authentischen Umsetzung des Originaltons. Die Kritikerwertungen bewegen sich im gemischten Bereich, wobei die Kürze der Kampagne häufig als Schwäche genannt wird. Das Spiel richtet sich an Spieler, die kurze, intensive Twin-Stick-Sessions mit Multiplayer-Optionen suchen, statt langer Erzählungen oder komplexer Systeme. Die Multiplayer-Funktionen sind auch Jahre nach Release noch nutzbar, und die kombinierten Kampagnen bieten allein oder im Team ausreichend Inhalt. Besonders Fans von direkten, provokanten Shootern, die Wert auf Wiederspielbarkeit durch Punktemodi und Koop legen, finden hier passende Unterhaltung.