Prey Mooncrash ist ein Action-Adventure-Add-on, das das Immersive-Sim-Konzept des Hauptspiels in eine Rogue-lite-Struktur überführt. Auf einer Mondstation einer rivalisierenden Konzernmacht müssen Spieler einer sich ausbreitenden Alien-Bedrohung entkommen. Jeder Versuch wird durch Zufallselemente neu gestaltet - Gegner, Ressourcen und Wege ändern sich fortlaufend. Das Add-on baut direkt auf Preys zentralen Systemen auf: Fähigkeitsanpassung, Umweltinteraktion und Kämpfe gegen die formwandelnden Typhon-Kreaturen. Neu hinzukommen permanente Konsequenzen bei Fehlschlägen sowie ein Fortschrittssystem über mehrere Durchläufe hinweg.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Navigieren durch eine feste Mondstations-Umgebung, in der sich Feindpositionen, Gefahren und Gegenstände ständig verschieben. Stirbt die Spielfigur, beginnt der Durchlauf komplett neu - mit neuen Variablen. Upgrades aus früheren Versuchen bleiben jedoch erhalten und beeinflussen den gemeinsamen Weltzustand. So können Wege freigeschaltet oder Systeme aktiviert werden, die nachfolgenden Charakteren zugutekommen. Belohnt wird, wer Ressourcen sorgfältig einteilt und Fähigkeiten kreativ einsetzt - etwa durch Neuromods, die von verbesserter Mobilität bis hin zur telekinetischen Beeinflussung von Objekten und Gegnern reichen.
Spieler wählen aus mehreren Operativen mit jeweils eigenen Startausrüstungen und Entwicklungsbäumen. Ein Ingenieur konzentriert sich auf Reparaturen und Fertigung, ein Sicherheitsbeamter auf schwere Bewaffnung und direkten Kampf, andere auf Tarnung oder psionische Fähigkeiten. Durch das Sammeln von Neuromods und Simulationspunkten über mehrere Durchläufe erweitern sich diese Bäume, was zu unterschiedlichen Spielstilen in Folgeversuchen einlädt. Die Grundstruktur der Station bleibt gleich, sodass sich mit der Zeit ein Gefühl für die Umgebung entwickelt, auch wenn die konkreten Begegnungen variieren.
Spielmodi
Der Hauptmodus ist die Mooncrash-Kampagne selbst: ein Einzelspieler-Rogue-lite-Erlebnis mit aufeinanderfolgenden Charakterdurchläufen und Fluchtzielen. Ergänzt wird dies durch zwei weitere Modi, die per kostenlosem Update hinzugefügt wurden. Typhon Hunter ist ein asymmetrisches Multiplayer-Versteckspiel, bei dem ein Spieler einen menschlichen Überlebenden steuert, während bis zu fünf weitere die Gestalt von Mimic-Aliens annehmen, um ihn zu jagen. Jedes Objekt in der Umgebung kann zur Tarnung oder Bedrohung werden - Spannung und Täuschung stehen hier im Vordergrund.
TranStar VR ist ein separater Einzelspielermodus, der eine VR-Brille voraussetzt. Er besteht aus puzzlebasierten Escape-Room-Sequenzen an ausgewählten Orten der ursprünglichen Station, bei denen Objekte gefunden und manipuliert werden müssen. Diese Sequenzen sind eigenständig und nicht mit den Rogue-lite-Elementen verbunden.
Charaktere und Fortschritt
Fünf Operative stehen nach und nach zur Verfügung, jeder mit eigenen Stärken, die den Lösungsansatz beeinflussen. Der Ingenieur glänzt bei Wartung und Improvisation, der Sicherheitsbeamte setzt auf Feuerkraft und Verteidigung, die Forscherin nutzt mentale Fähigkeiten für indirekte Lösungen. Mit zunehmenden Durchläufen ermöglichen Neuromod-Investitionen tiefere Spezialisierungen oder hybride Builds. Die persistente Welt merkt sich Veränderungen wie geöffnete Türen oder verbrauchte Vorräte und überträgt diese auf nachfolgende Versuche. Das System belohnt vorausschauende Planung über mehrere Durchläufe hinweg.
Lohnt sich Mooncrash?
Mooncrash spricht vor allem Spieler an, die Preys systemischen Ansatz schätzen und eine stärker auf Wiederholbarkeit ausgelegte Variante suchen. Zufallselemente und Charaktervielfalt sorgen für hohen Wiederspielwert innerhalb eines begrenzten Areals, das mehreren Levels des Hauptspiels entspricht. Kritiker und Spieler loben die gelungene Umsetzung des Immersive-Sim-Konzepts in kürzere, wiederholbare Sitzungen, auch wenn der Permadeath und der Zeitdruck für manche als hart empfunden werden. Die zusätzlichen Multiplayer- und VR-Modi erweitern die Möglichkeiten für Besitzer entsprechender Hardware, der Kern bleibt jedoch die Kampagne. Voraussetzung ist der Besitz des vollständigen Prey-Spiels; seit der Veröffentlichung gab es keine weiteren größeren Updates. Wer eine eigenständige Herausforderung mit Fokus auf Anpassung und vielfältige Strategien sucht, findet hier eine lohnende Ergänzung.