Rogue Lords ist ein Einzelspieler-Strategie-Rollenspiel mit Roguelike-Elementen. In der Rolle des Teufels stellt man ein Team aus berüchtigten Monstern und Schurken zusammen, um sich in prozedural generierten Durchläufen an Van Helsing zu rächen.
Gameplay
Im Zentrum steht eine verzweigte Weltkarte mit verschiedenen Stationen: Kämpfe, Heilpunkte, Händler und Schreine, die entweder Upgrades oder zusätzliche Herausforderungen bieten. Die Kämpfe laufen klassisch rundenbasiert ab - ein Trio von Gefolgsleuten setzt Fähigkeiten ein, die Energiepunkte kosten. Jeder Charakter bringt eigene Stärken mit, etwa als Schadensverursacher oder Unterstützer.
Besonders hervorzuheben ist der Devil Mode: Mit einer begrenzten Ressource kann der Spieler direkt in den Kampf eingreifen und den Verlauf durch gezielte Eingriffe beeinflussen. Die Gefolgsleute starten mit grundlegenden Fähigkeiten, die sich durch Freischaltungen und Relikte aus vorherigen Durchläufen erweitern lassen. Ein duales Gesundheitssystem sorgt für zusätzliche strategische Tiefe bei längeren Kämpfen.
Zwischen den Versuchen lassen sich neue Gefolgsleute und dauerhafte Verbesserungen freischalten. Die Kartenstruktur lädt dazu ein, unterschiedliche Routen und Teamzusammenstellungen auszuprobieren - aus einer wachsenden Auswahl mit Figuren wie Dracula, Bloody Mary oder dem Kopflosen Reiter.
Spielmodi
Rogue Lords setzt auf klassische Roguelike-Kampagnen, bei denen ein Scheitern den Fortschritt zurücksetzt, während dauerhafte Freischaltungen erhalten bleiben. Mit dem später hinzugefügten Lehrlingsmodus gibt es eine zugänglichere Variante für Spieler, denen die normale Schwierigkeit zu hart ist.
Die Stationen auf der Karte unterscheiden sich je nach Typ: reine Kampfbegegnungen, Ereignisse oder Ressourcenpunkte, die jeden Durchlauf anders gestalten. Multiplayer- oder Koop-Modi gibt es nicht - das Spiel konzentriert sich ganz auf strategische Entscheidungen im Einzelspielermodus.
Wichtige Mechaniken und Systeme
Fähigkeitskosten und Energiemanagement bilden die Grundlage jeder Kampfplanung. Relikte und Artefakte verleihen starke Modifikatoren, die mit jedem Durchlauf an Macht gewinnen. Die prozedurale Generierung sorgt für wechselnde Kartenlayouts und Gegnergruppen, während die Auswahl und Balance des Teams maßgeblich über den Erfolg in späteren Kapiteln entscheidet.
Erkundungsstationen bieten stets die Wahl zwischen Risiko und Belohnung - etwa stärkere Gegner für bessere Beute oder sichere Heilpunkte. Das Design legt den Fokus auf Vorbereitung und Anpassungsfähigkeit statt auf reine Zufälligkeit.
Lohnt sich das Spiel?
Auf Steam liegt die Bewertung bei rund 70 Prozent positiven Stimmen aus über 1.800 Rezensionen. Gelobt werden vor allem der Art-Style, die Charakterdesigns und die ungewöhnliche Devil-Mode-Mechanik. Kritik gibt es vereinzelt an ungleichmäßigen Schwierigkeitsspitzen und begrenzter Abwechslung in späteren Durchläufen.
Der hinzugefügte Lehrlingsmodus macht das Spiel für eine breitere Zielgruppe zugänglicher. Rogue Lords richtet sich an Spieler, die rundenbasierte Strategie mit Roguelike-Wiederspielbarkeit und einem Antihelden-Thema schätzen. Wer eine stimmige Einzelspieler-Erfahrung sucht, wird belohnt - wer umfangreichen Post-Launch-Content oder Multiplayer-Elemente erwartet, sollte vorher aktuelle Community-Diskussionen prüfen.