The Occultist ist ein First-Person-Horror-Adventure mit starker erzählerischer Ausrichtung. Das Spiel spielt auf der abgelegenen britischen Insel Godstone, wo der Spieler die Rolle von Alan Rebels übernimmt - einem paranormalen Ermittler, der den rätselhaften Verschwinden seines Vaters aufklären will und dabei auf übernatürliche Phänomene und okkulte Geheimnisse stößt. Erkundung, Rätsel und leichte Survival-Elemente verbinden sich in einer linearen Struktur, die vor allem auf Atmosphäre und logisches Kombinieren setzt.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Erkunden einzelner Inselabschnitte, das Lösen von Umgebungsrätseln und der Umgang mit übernatürlichen Kräften. Das zentrale Werkzeug ist ein mystisches Pendel, das vier Fähigkeiten freischaltet: verborgene Hinweise aus einer anderen Dimension sichtbar machen, Zeit an bestimmten Objekten oder Ereignissen zurückdrehen, einen ätherischen Vogel rufen, der entfernte Gegenstände herbeiholt, und Rattenschwärme steuern, um Wege freizumachen oder die Umgebung zu verändern. Diese Mechaniken werden oft kombiniert, um komplexere Rätsel zu lösen. Kurze Schleichpassagen erfordern es, rachsüchtigen Geistern auszuweichen - hier zählen vorsichtige Bewegungen und Positionierung. Das Spiel läuft durchgehend in der Egoperspektive, und ein Notizbuch hilft dabei, gefundene Hinweise und Beobachtungen festzuhalten.
Spielmodi
The Occultist bietet eine rein einzelspielerorientierte Kampagne ohne Multiplayer oder weitere Spielmodi. Die Struktur besteht aus aufeinanderfolgenden Abschnitten auf der Insel, die jeweils eigene Erkundungs- und Rätselherausforderungen bereithalten und die Geschichte vorantreiben. Spieler können sich in dem linearen Rahmen in ihrem eigenen Tempo bewegen und stoßen dabei auf Rätsel, Schleichsequenzen und übernatürliche Begegnungen. Eine normale Durchspielung dauert zwischen acht und zehn Stunden.
Story and Atmosphere
Die Handlung begleitet Alan Rebels bei seinen Nachforschungen auf Godstone und deckt dabei sowohl okkulte Rituale als auch persönliche Verbindungen zur Vergangenheit seines Vaters auf. Psychologische Horrorelemente stehen im Vordergrund und erzeugen Spannung vor allem durch die Verletzlichkeit des Protagonisten und das Unbekannte. Die detaillierten Umgebungen wurden in der Unreal Engine umgesetzt und unterstützen den ruhigen, investigativen Ton. Sounddesign und Stimmen tragen zur Immersion bei, auch wenn die Synchronisation stellenweise unterschiedlich ausfällt. Statt Action oder schnellen Sequenzen setzt das Spiel auf das langsame Aufbauen von Unbehagen durch Erkundung und Enthüllungen.
Lohnt es sich?
Die Bewertungen fallen überwiegend positiv aus - basierend auf mehr als zweihundert Nutzerrezensionen. Besonders gelobt werden die atmosphärische Präsentation, die erzählerische Tiefe und die einzigartigen Pendel-Mechaniken, die kreative Lösungswege ermöglichen. Kritikpunkte sind wiederkehrende Rätselmuster und gelegentliche Längen in den Schleichabschnitten. Das Spiel richtet sich an Spieler, die lineare, erzählungsgetriebene Horror-Erfahrungen mit Fokus auf Rätsel und Ermittlung suchen. Es bietet ein in sich abgeschlossenes Erlebnis ohne laufende Updates oder Seasons zum Launch. Fans von Walking Simulatoren oder paranormalen Mystery-Titeln dürften sich in der Spielschleife wohlfühlen, während Spieler, die auf Abwechslung oder Multiplayer setzen, woanders suchen sollten. Das Deluxe-Upgrade enthält den vollständigen Soundtrack sowie ein digitales Artbook mit über zweihundert Seiten Hintergrundmaterial für Sammler.