TheHunter: Call of the Wild ist eine realistische Jagdsimulation, die sich über weite Open-World-Reservate erstreckt. Sie verbindet Abenteuer- und Sportelemente mit sorgfältigem Spurenlesen, Ausrüstungsmanagement und ethischen Entscheidungen bei der Jagd in detailreich gestalteten Naturlandschaften. Im Mittelpunkt stehen Geduld und Beobachtung statt hektischer Action - ein Spielerlebnis für alle, die methodisches Vorgehen schätzen.
Gameplay
Im Zentrum stehen große Reservate mit unterschiedlichem Gelände, wechselndem Wetter und vielfältiger Tierwelt. Mit Ferngläsern lassen sich Tiere ausmachen, Lockrufe ziehen bestimmte Arten an, und je nach Wildgröße stehen Gewehre oder Bögen zur Verfügung. Spurenlesen bedeutet, Fährten, Losung und andere Hinweise zu deuten, während Lärm und Geruch kontrolliert werden müssen, um das Wild nicht zu scheuen. Bei der Ernte zählt ein präziser Schuss, um die Trophäenqualität zu erhalten und die Regeln des Simulators zu respektieren.
Fortschritt ergibt sich aus Erfahrungspunkten und Einnahmen erfolgreicher Jagden, mit denen bessere Ausrüstung und Fertigkeiten freigeschaltet werden. Jedes Reservat besitzt ein eigenes Ökosystem - Cuatro Colinas in Spanien etwa bietet Hügellandschaften, Felder und Lebensräume für Rothirsche, verschiedene Steinbockarten, Wildschweine, Rehe, Feldhasen, Mufflons und iberische Wölfe. Das weitläufige Gebiet lädt dazu ein, zu Fuß oder mit verfügbaren Fahrzeugen zu erkunden.
Visuelle und akustische Gestaltung fördern die Immersion durch realistische Tieranimationen, Umgebungsgeräusche und Tag-Nacht-Wechsel, die das Verhalten der Tiere beeinflussen. Ansitzleitern und Zelte ermöglichen längere Beobachtungszeiten im Gelände.
Spielmodi
Der Einzelspielermodus bildet den Kern und bietet eine atmosphärische Kampagne mit erzählenden Missionen und Nebenaufgaben, die durch verschiedene Jagdszenarien und Reservat-Features führen. Alle Belohnungen und Story-Elemente bleiben erhalten, ohne Einfluss anderer Spieler.
Im Mehrspielermodus lassen sich Sitzungen mit Freunden oder öffentlichen Gruppen über Steam-Netzwerk starten. Hier ist das Missionssystem deaktiviert; stattdessen setzt der Host Herausforderungen zu Abschusszahlen oder speziellen Jagdmethoden. Gemeinsame Sichtung erlaubt es, dass nahe Spieler dieselben Tiere sehen, und Kartenmarkierungen zeigen Position und Entfernung von Mitspielern an. Jagderfolge werden nur dem Schützen gutgeschrieben.
Reservate und Erkundung
Mehrere Reservate mit eigenen Biomen und Tierpopulationen werden durch regelmäßige Inhaltsupdates erweitert oder ausgetauscht. Cuatro Colinas besticht durch seine iberische Kulisse und die Mischung aus bekannten und regionaltypischen Arten. Erkundung belohnt sorgfältige Routenplanung und Anpassung an Gelände, das Sichtweite und Tierbewegungen beeinflusst. Das Spiel erhält kontinuierlich neue Reservate und Verbesserungen bestehender Systeme.
Lohnt sich das Spiel?
TheHunter: Call of the Wild richtet sich an Spieler, die eine bedachte, fertigkeitsbasierte Jagdsimulation bevorzugen. Der Einzelspielermodus bietet strukturierte Fortschritte und storygetriebene Jagden, während der Mehrspielermodus Koordination ermöglicht, ohne die Kernmechaniken zu verändern. Beide Modi werden durch regelmäßige Updates mit frischem Inhalt versorgt. Wer realistisches Tierverhalten, systembasierte Ausrüstungsanpassung und offene Welt erkunden möchte, findet hier dauerhaften Spielwert - ob allein oder in kleinen Gruppen.