Total War: ROME II Empire Divided ist ein Kampagnen-Paket für das Strategiespiel Total War: ROME II auf dem PC. Es versetzt die Handlung ins Jahr 270 n. Chr. - in die Krise des 3. Jahrhunderts, als das Römische Reich unter wirtschaftlichem Niedergang, inneren Machtkämpfen und äußeren Bedrohungen durch Barbarenvölker und östliche Reiche leidet. Zur Auswahl stehen zehn Fraktionen aus fünf Kulturgruppen, jede mit eigenen Eigenschaften, die Diplomatie, Militär und Wirtschaft prägen.
Gameplay
Das Spielprinzip verbindet rundenbasierte Kampagnenführung mit Echtzeit-Schlachten. Auf der Weltkarte erweitern Spieler ihr Territorium, verwalten Ressourcen und begegnen zeittypischen Herausforderungen. Banditenaufkommen steigt in größeren Provinzen oder durch bestimmte Gebäude, verringert Nahrungsvorräte und kann Ereignisse auslösen. Armeen und spezielle Bauten helfen, die Ordnung aufrechtzuerhalten.
Seuchen breiten sich über benachbarte Siedlungen aus - verbreitet durch Armeen oder Handelswege - und senken Wachstum, Zufriedenheit und Einnahmen, bis sanitäre Maßnahmen sie eindämmen. Kulte des Christentums, Mithraskult und Manichäismus lassen sich als optionale Gebäudeketten errichten; sie bringen Boni, fördern jedoch fremde Kultur und können Unruhe stiften. Ihre Entfernung kostet erhebliche Mittel und beeinträchtigt die öffentliche Ordnung.
Fünf Heldenfraktionen erhalten aufwendige Siegbedingungen, unsterbliche Anführer und eigene Ereignisketten, die Charakterentwicklung und Fraktionsboni beeinflussen. Technologien wurden neu gestaltet, um historische Krisenreaktionen abzubilden statt abstrakter Fortschritte; jede Kulturgruppe verfügt über eigene Forschungsbäume. Neue Gebäude umfassen Verwaltungsstätten für Rom, Seetrainingsanlagen in Küstenhauptstädten sowie spezialisierte Kultstätten für Palmyra und Armenien. Generäle können sich nun in Rekrutierung, Kampf, Strategie, Verwaltung oder Seefahrt spezialisieren.
Jede Fraktion bringt eigene Einheiten mit, die das klassische römische Erscheinungsbild variieren. Rom setzt Prätorianer, Jovianii und Herulianii als schwere Infanterie, Equites Dalmatarum als leichte Reiterei sowie schwere Kataphrakte ein. Gallisches Rom bietet Taifali-Reiter sowie charakteristische gallische Legionäre und Axtkämpfer. Palmyra stellt speerlose Palmyrenische Legionäre, Hamianische Bogenschützen und gepanzerte Kamele neben östlichen Kataphrakten ins Feld.
Spielmodi
Im Mittelpunkt steht die Einzelspieler-Großkampagne, die in der Zeit des geteilten Reiches spielt. Sie integriert alle neuen Mechaniken, Ereignisse, Dilemmata und Missionen und behält das bewährte Schlachtsystem bei. Heldenfraktionen erweitern den Erzählrahmen durch maßgeschneiderte Ereignisketten um ihre Anführer. Separate Mehrspieler-Modi oder weitere Spielarten sind in diesem Paket nicht enthalten.
Fraktionen und Kulturgruppen
Zehn spielbare Fraktionen verteilen sich auf das Geteilte Römische Reich, Germanische Königreiche, Östliche Reiche, Nomadenstämme und Britannische Kelten. Rom unter Aurelian legt den Schwerpunkt auf militärische Reformen und Reichsverteidigung. Gallisches Rom unter Gaius Tetricus konzentriert sich auf Verwaltung und Romanisierung. Palmyra unter Königin Zenobia fördert Forschung und Frömmigkeit. Die Sassaniden streben unter Hormizd nach Eroberung, während die Goten unter Cannabaudes Reiterei und Ahnentraditionen betonen. Weitere Optionen sind die Sachsen, Markomannen, Armenier und Alanen, jede mit eigenen Stärken in Bewegung, Rekrutierung oder Diplomatie.
Lohnt sich das Spiel?
Das Kampagnen-Paket richtet sich an Spieler, die bereits Total War: ROME II besitzen und eine fokussierte historische Szenerie mit neuen Mechaniken suchen. Es führt spürbare Änderungen im Reichsmanagement ein: Banditentum, Seuchen und Kulte beeinflussen langfristige Strategien. Heldenfraktionen bieten stärkere narrative Elemente als Standardkampagnen. Auf Steam fällt die Bewertung des Pakets gemischt aus - gelobt werden die zeitliche Atmosphäre und die Einheitenvielfalt, während technische Aspekte kritisiert werden. Interessierte an der Krise des 3. Jahrhunderts oder erweiterten Kampagnensystemen finden hier den größten Mehrwert; Einsteiger sollten zunächst mit dem Grundspiel beginnen.