Warhammer 40,000: Gladius - Ultima Founding ist eine Erweiterung für das rundenbasierte 4X-Strategiespiel, die der Space-Marine-Fraktion acht neue Primaris-Einheiten hinzufügt. Das Geschehen spielt weiterhin auf Gladius Prime, wo Spieler in einer hexbasierten Umgebung Städte errichten, Rohstoffe sammeln, Technologien erforschen und taktische Kämpfe führen, um die Vorherrschaft über den Planeten zu erringen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht der Ausbau von Siedlungen auf einem Hexraster. Ressourcen stammen aus dem Gelände und besonderen Fundorten. Jede Runde umfasst das Bewegen von Einheiten, den Bau von Gebäuden zur Truppenproduktion oder Einkommensgenerierung sowie den Fortschritt im Technologiebaum, der nach und nach stärkere Optionen freischaltet. Kämpfe finden direkt auf dem Hexfeld statt, wobei pro Feld nur eine Einheit steht. Positionierung, Flankenangriffe und der gezielte Einsatz von Fähigkeiten entscheiden über den Ausgang.
Die Erweiterung integriert die neuen Primaris-Einheiten nahtlos in die Armeen der Space Marines. Primaris Aggressors übernehmen die Rolle von Nahkampfspezialisten gegen Infanterie. Mit ihren Flamestorm-Gauntlets können sie Angriffe abwehren oder den Vormarsch absichern. Primaris Hellblasters feuern panzerbrechende Plasmaschüsse ab und eignen sich besonders zur Bekämpfung großer Monster oder gepanzerter Fahrzeuge. Primaris Inceptors nutzen Sprungmodule für schnelle Überfälle und stören gegnerische Infanterieformationen mit konzentrierten Salven.
Primaris Intercessors bieten flexible Boltwaffen für anhaltendes Feuer sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung. Der Primaris Invader ATV fungiert als leichtes Aufklärungsfahrzeug mit einem Onslaught-Gatling-Geschütz und eignet sich für schnelle Schläge gegen Schwachstellen in der gegnerischen Linie. Primaris Repulsor Executioners dienen als schwere Kampfpanzer mit Transportkapazität und starken Turmwaffen wie Laserdestroyern und Macro-Plasma-Incineratoren. Redemptor Dreadnoughts sind schwer bewaffnete Kampfläufer, die dank Plasma- und anderer Systeme flexibel auf unterschiedliche Ziele reagieren. Storm Speeder Thunderstrikes führen schnelle Panzerabwehrangriffe durch und nutzen Schwachstellen in Fahrzeugpanzerung und -systemen aus.
Diese Einheiten erweitern das taktische Spektrum der Space Marines und ermöglichen aggressivere Stoßtrupp-Taktiken sowie gezielte Antworten auf verschiedene Gegnerzusammensetzungen, ohne die bestehenden Ressourcen- und Bewegungssysteme zu verändern.
Spielmodi
Partien können allein gegen KI-Gegner auf anpassbaren Karten gespielt werden. Im Mehrspielermodus stehen Online-PvP, LAN-PvP, geteilter oder Split-Screen-PvP, Online-Koop, LAN-Koop sowie geteilter oder Split-Screen-Koop zur Verfügung. Ziel ist in der Regel die Eroberung: Fraktionen konkurrieren um die Vernichtung der Gegner und die Kontrolle wichtiger Standorte und Ressourcen auf dem Hexraster.
Vor Spielbeginn lassen sich Kartengröße, Startbedingungen und Schwierigkeitsgrad der Gegner anpassen. Dadurch entstehen sowohl kurze Gefechte als auch längere Kampagnen mit Ausbau und Zermürbung. Die Primaris-Einheiten stehen in allen Modi zur Verfügung und bieten Space-Marine-Kommandeuren zusätzliche Werkzeuge für Angriff und Verteidigung.
Fraktionsverbesserungen und Mechaniken
Space Marines profitieren am stärksten von der Erweiterung. Die acht neuen Einheiten erweitern das Roster in den Bereichen Infanterie, Fahrzeuge und Kampfläufer. Jede Einheit erfüllt eine eigene Rolle und ergänzt die bestehenden Stärken der Space Marines in Widerstandsfähigkeit und Feuerkraft. Die Mechaniken fördern kombiniertes Vorgehen, bei dem Sprungmodule, schwere Panzerung und Plasmasättigung zusammenwirken, um festgefahrene Situationen zu lösen.
Im Basisspiel stehen außerdem Orks, Necrons und Astra Militarum zur Verfügung, jede Fraktion mit eigenen Wachstumsraten, Produktionsmöglichkeiten und Kampfvorlieben. Die neuen Einheiten bleiben innerhalb der gemeinsamen Kampfregeln ausbalanciert und geben Space-Marine-Spielern mehr Flexibilität bei der Anpassung an Gelände, Gegnertypen und späte Spielphasen.
Lohnt sich das Spiel?
Die Erweiterung erhält in aktuellen Rezensionen eine „Größtenteils positiv"-Bewertung. Besonders Spieler, die bereits die Space Marines bevorzugen und mehr Einheitenvielfalt innerhalb des etablierten 4X-Systems aus Erkundung, Stadtentwicklung und Hex-Kampf suchen, profitieren davon. Der Inhalt lässt sich problemlos in bestehende Einzel- und Mehrspielersessions integrieren, ohne Kernmechaniken zu verändern.
Wer methodische, rundenbasierte Eroberung auf einer begrenzten Planetenoberfläche mit Fokus auf Einheitenspezialisierung und Ressourceneffizienz schätzt, findet hier sinnvolle Ergänzungen. Die Erweiterung richtet sich vor allem an Spieler, die das Basisspiel bereits kennen und für eine der zentralen Fraktionen verfeinerte Optionen wünschen.