12 is Better Than 6 ist ein Top-Down-Action-Shooter, der im Wilden Westen des Jahres 1873 spielt. Die Spieler übernehmen die Rolle eines entflohenen Sklaven, der von Mexiko aus mit nichts als einem Revolver und einem gestohlenen Sombrero nach Norden nach Texas flieht. Kurze, lineare Abschnitte verbinden Schießereien mit gelegentlichen Gelegenheiten zum Schleichen und stellen das Überleben gegen feindliche Gruppen in den Mittelpunkt.
Gameplay
Im Zentrum steht die präzise Handhabung des Revolvers. Jeder Schuss erfordert zwei Eingaben: erst spannen, dann abdrücken. Diese Mechanik erzeugt Spannung in Gefechten und bestraft unüberlegte Aktionen. Das Prinzip gilt für jede Kugel und zwingt die Spieler, sich zwischen Feinden sorgfältig zu positionieren.
Neben Revolvern stehen Winchester-Gewehre, Doppelflinten und Gatling-Waffen als Umgebungs- oder Aufsammel-Optionen bereit. Ein besonderes Hilfsmittel ist eine Ratte, die mit Dynamit bestückt und zu Ablenkungen oder Wegfreimachungen gelenkt werden kann. Während des Spiels gesammelte Upgrades erweitern die Möglichkeiten: Brustpanzer, die Kugeln ablenken können, die Fähigkeit, zwei Patronen gleichzeitig zu laden, reduzierte Streuung für bessere Treffsicherheit sowie die Option, Gegner lautlos auszuschalten, ohne weitere Feinde zu alarmieren.
Handgezeichnete Grafiken, die mit Stift und Papier entstanden sind, verleihen jeder Szene einen skizzenhaften Look. Historische Schauplätze und Städte bilden die Kulisse und fangen die karge Wüstenlandschaft sowie die gesetzlosen Gestalten jener Zeit ein. Die Singleplayer-Kampagne erzählt eine direkte Geschichte von Flucht und Konfrontation ohne Abzweigungen oder alternative Enden.
Spielmodi
Das Spiel bietet ausschließlich eine Singleplayer-Kampagne mit aufeinanderfolgenden Levels. In jedem Abschnitt können Spieler zwischen einem schleichenden Weg ohne direkte Konfrontation oder einem aggressiven Vorgehen wählen, bei dem Räume im Feuergefecht geräumt werden. Es gibt keine separaten Mehrspieler-Modi, Wettbewerbsarenen oder Koop-Optionen.
Der Fortschritt verläuft linear. Jede Etappe kombiniert offene Flächen mit engeren Innenräumen, wobei die Taktik bestimmt, wie schnell Bedrohungen neutralisiert werden. Die Ratten-Begleitung und Umgebungsexplosivstoffe ergänzen beide Spielstile, ohne die grundlegende Levelstruktur zu verändern.
Handlung und Setting
Die Geschichte spielt im Amerika der 1870er-Jahre. Der Protagonist durchquert feindliches Gebiet, wo Begegnungen mit Banditen und Behörden die kurze Kampagne vorantreiben. Authentische Waffen der Zeit und Wüstenlandschaften aus dem Quellenmaterial bilden die Grundlage. Der handgezeichnete Stil unterstreicht den rauen, handgemachten Charakter der Reise und verzichtet auf polierte 3D-Umgebungen.
Lohnt sich das Spiel?
Die Rückmeldungen zur PC-Version sind auch Jahre nach Veröffentlichung durchweg positiv. Die meisten Rezensionen heben die befriedigende Revolver-Mechanik und die unverwechselbare grafische Präsentation hervor. Das Spiel richtet sich an Spieler, die kurze, fokussierte Action-Erlebnisse schätzen, bei denen gezieltes Zielen und taktisches Positionieren wichtiger sind als große offene Welten oder fortlaufende Updates.
Durch seinen Indie-Umfang bietet das Spiel weniger Inhaltstiefe als große Produktionen, doch das straffe Design und das Upgradesystem halten einzelne Sitzungen spannend. Wer Top-Down-Shooter mit historischem Thema und einer einprägsamen Schießmechanik sucht, wird feststellen, dass der Kern auch auf aktueller Hardware überzeugt. Das Fehlen von Mehrspieler-Modi oder nachgereichten Spielzeiten lenkt den Fokus ganz auf die Singleplayer-Kampagne, die viele gerade wegen ihrer Kürze und dem Verzicht auf Füllmaterial schätzen.