123 Slaughter Me Street ist ein Singleplayer-Survival-Horror-Indie für den PC, in dem man als verletzter Flüchtiger durch ein verfallenes Gebäude irrt. Mit einem verstauchten Knöchel und einer schwächelnden Taschenlampe gilt es, dunkle Flure zu durchqueren und drei unterschiedlichen Puppen auszuweichen, die aus Seitentüren oder von hinten auftauchen.
Gameplay
Das Spielprinzip dreht sich um den stetigen Aufstieg durch sieben Stockwerke eines alten Mietshauses. Man kann nur vorwärtsgehen, ein Zurückweichen ist nicht möglich - das erfordert ständige Aufmerksamkeit und schnelle Entscheidungen. An den Seitenwänden liegen Türen, in die man spähen muss, um drohende Gefahren rechtzeitig zu erkennen.
Die Taschenlampe ist das zentrale Hilfsmittel: Ihr Licht lähmt die Puppen kurzzeitig und schafft Zeit zum Weitergehen. Häufiger Einsatz entlädt den Akku, und manchmal erlischt das Licht von selbst, was besonders auf längeren Strecken die Spannung erhöht. Auf manchen Etagen verstecken sich Relikte, die man mit dem Lichtstrahl freilegt und so weitere Geheimnisse freischaltet.
Treppenhäuser zwischen den Stockwerken bergen zusätzliche Gefahren. Auch hier muss man die Taschenlampe gezielt einsetzen, um sicher nach oben zu gelangen - Angriffe können selbst nach dem Durchqueren eines Flurs noch erfolgen. Die Kombination aus eingeschränkter Mobilität, Akku-Management und Umgebungsbeobachtung sorgt für ein bewusstes Tempo, bei dem jeder Schritt riskant ist.
Spielmodi
Das Spiel ist ausschließlich im Singleplayer-Modus verfügbar, ohne Multiplayer-Optionen oder alternative Spielweisen. Der Fortschritt folgt einem linearen Pfad durch die sieben Etagen und stellt Überleben und Flucht in den Mittelpunkt. Spieler konzentrieren sich darauf, die Ausgänge zu erreichen, Ressourcen zu verwalten und den Puppen mit ihren jeweils eigenen Bewegungsmustern auszuweichen.
Der Schwierigkeitsgrad bleibt während eines normalen Durchlaufs konstant. Die eingeschränkten Steuerungsmöglichkeiten und die begrenzte Sichtweite laden jedoch dazu ein, das Spiel mehrmals zu versuchen, um Timing und Beobachtung zu verfeinern. Es gibt keine separaten Schwierigkeitsstufen oder zusätzlichen Herausforderungen - der Fokus liegt allein auf der Grundmechanik aus Vorwärtsbewegung und Bedrohungsvermeidung.
Die Puppen und die Gefahren des Gebäudes
Drei Puppen bevölkern das Haus, jede mit eigenem Verhalten, das unterschiedliche Reaktionen erfordert. Eine folgt von hinten, eine weitere erscheint aus Seitentüren, und die dritte lauert an bestimmten Stellen. Frühes Erkennen durch Seitenblicke oder Rückschauen ist entscheidend, um direkte Begegnungen zu vermeiden.
Die Umgebung selbst verstärkt den Druck: leere Türrahmen, flackernde Lichtquellen und die ständige Gefahr eines plötzlichen Lampenausfalls machen das Durchqueren der Flure zu einer Herausforderung der Aufmerksamkeit. Über die Etagen verteilte Relikte bieten optionale Ziele, die mit gründlichen Lichtstrahlen entdeckt werden können, ohne das eigentliche Fluchtziel zu verändern.
Lohnt sich das Spiel?
Die Bewertungen der Spieler fallen „Sehr positiv" aus, basierend auf Hunderten von Rezensionen. Besonders gelobt werden die dichte Atmosphäre und das ungewöhnliche Steuerungskonzept. Das Spiel richtet sich an Fans von bedächtigen, ressourcenbasierten Horror-Erlebnissen, bei denen Beobachtung und Geduld wichtiger sind als schnelle Reflexe oder Kampf.
Die kurze, fokussierte Struktur eignet sich sowohl für einen einzigen Durchgang als auch für wiederholte Läufe, um alles zu sammeln. Verfügbar auf dem PC mit teilweiser Controller-Unterstützung, bietet das Spiel unterschiedlichen Spielstilen Raum. Wer Indie-Horror mit einfachen, aber fordernden Mechaniken sucht, findet hier konstanten Druck ohne unnötige Komplexität.