A Story About My Uncle ist ein First-Person-Plattformer, der als Indie-Titel für den PC entwickelt wurde. Im Mittelpunkt steht ein Junge, der mit Hilfe von Prototyp-Erfindungen eine fremde Welt erkundet, um seinen vermissten Onkel zu finden und dabei vertikale wie horizontale Distanzen mit Schwung und Präzision zu überwinden.
Gameplay
Im Zentrum steht ein Traversal-System, das Timing und räumliches Denken belohnt. Mit dem Enterhaken schwingt man sich zwischen schwebenden Felsen und Vorsprüngen, baut Geschwindigkeit auf und behält auch beim Abstieg die Kontrolle. Stoßdämpfende Stiefel ermöglichen sichere Landungen aus großer Höhe, sodass Sturzschäden entfallen und mutige Bewegungen gefördert werden. Die Plattform-Abschnitte verknüpfen diese Mechaniken mit Umgebungsrätseln, bei denen Enterhaken-Ketten, exakte Sprünge und Schwung genutzt werden, um entfernte Plattformen oder versteckte Bereiche zu erreichen.
Die Erkundung erstreckt sich über mehrere Regionen - von farbenfrohen Höhlensystemen über Überreste alter Zivilisationen bis hin zu rauen, mystischen Landschaften. Jede Zone führt neue visuelle und spielerische Herausforderungen ein, die auf dem Bewegungssystem aufbauen, ohne Kampf einzuführen. Der Fokus liegt auf Flow und Bewegungsfreiheit; Anpassungen am Anzug erweitern Reichweite und Kontrolle des Enterhakens im weiteren Verlauf. Erzählstränge ergeben sich aus Begegnungen mit einheimischen Kreaturen, deren Hintergründe mit der zentralen Geschichte von Entdeckung und Verlust verknüpft sind.
Spielmodi
Das Spiel ist ausschließlich als Singleplayer-Erfahrung mit einer linearen Kampagne konzipiert. Spieler durchlaufen die Geschichte, bewältigen Traversal-Herausforderungen und können optionale Erkundungsziele abschließen. Nach dem Hauptspiel werden in bereits besuchten Abschnitten Zeitrennen freigeschaltet, die optimierte Routen und Speedruns mit denselben Werkzeugen testen und so den Wiederspielwert für alle erhöhen, die ihre Bewegungs-Effizienz verfeinern möchten.
Es gibt keine Multiplayer-Elemente oder weitere Modi. Die Struktur bleibt durchgehend gleich; der Schwierigkeitsgrad steigt durch komplexere Plattform-Sequenzen, nicht durch neue Regelwerke oder Wettbewerbsaspekte.
Handlung und Atmosphäre
Die Geschichte begleitet den Jungen, während er Hinweise auf das Schicksal seines Onkels sammelt. Gespräche mit fantastischen Kreaturen enthüllen persönliche Geschichten, die die Welt erweitern, ohne Kampf oder Konfliktlösung zu erfordern. Der Ton bleibt leicht und nachdenklich, unterstützt von einem unverwechselbaren Art-Style, der kräftige Farben mit atmosphärischer Beleuchtung in geschlossenen und offenen Umgebungen kombiniert. Das Tempo lässt Raum für Beobachtungen zwischen den Traversal-Abschnitten, sodass Spieler Details zu Setting und Charakteren in ihrem eigenen Rhythmus aufnehmen können.
Lohnt es sich?
Die Steam-Bewertungen fallen sehr positiv aus; Tausende von Rezensionen heben vor allem die gelungene Enterhaken-Mechanik und die stimmige Gesamtpräsentation hervor. Das Spiel richtet sich an alle, die einen fokussierten Singleplayer-Plattformer suchen, der Bewegung und Atmosphäre über Action oder lange Kampagnen stellt. Die kompakte Länge eignet sich für kurze Sessions, während Zeitrennen zusätzliche Tiefe für Completionists bieten. Aktuelle Rückmeldungen bestätigen weiterhin eine stabile Performance auf moderner Hardware, einschließlich Handheld-PCs, sodass das Spiel auch Jahre nach Release ohne größere Probleme läuft. Wer präzises First-Person-Traversal und eine ruhige, geschichtengetriebene Struktur schätzt, wird die Erfahrung besonders dann als lohnend empfinden, wenn er Indie-Titel mit starker mechanischer Identität gegenüber umfangreichem Inhalt bevorzugt.