Beyond Divinity ist ein Einzelspieler-Rollenspiel und direkte Fortsetzung von Divine Divinity. Spieler übernehmen die Rolle eines Charakters, der durch einen Fluch mit einem Death Knight verbunden ist, und erkunden eine Fantasy-Welt über mehrere Akte hinweg, um diese Verbindung zu lösen. Das Spiel legt großen Wert auf umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten und intensive Interaktion mit der Welt auf dem PC.
Gameplay
Im Zentrum steht ein klassisches Loop aus Erkundung, Quests und Kämpfen in isometrischer Perspektive. Kämpfe lassen sich jederzeit pausieren, um Befehle an die Gruppenmitglieder zu erteilen, und der Spieler kann nahtlos zwischen dem Hauptcharakter und dem Death Knight wechseln. Dieses System ermöglicht taktische Entscheidungen ohne Echtzeitdruck. Zusätzlich können Puppen beschworen werden, um die Gruppe im Kampf zu erweitern.
Die Interaktion mit Gegenständen ist ein zentrales Element des Fortschritts. Objekte in der Welt können untersucht, gehandelt, genutzt oder auf vielfältige Weise kombiniert werden. Spieler sammeln Zutaten wie Flaschen und Pilze, um Tränke herzustellen oder Waffen mit Gift zu präparieren. Systeme für Alchemie, Handwerk und Fallenbau sind fest in diesen Ablauf integriert.
Charakterentwicklung erfolgt komplett klassenlos. Über 30 Eigenschaften und 290 Fertigkeiten stehen zur Verfügung und können nach eigenen Vorlieben verteilt werden. Dadurch sind Builds mit Fokus auf Kampf, Handwerk oder Nützlichkeit möglich, ohne dass vorgegebene Rollen die Experimentierfreude einschränken.
Spielmodi
Das Hauptspiel besteht aus einer strukturierten Kampagne mit vier Akten. Diese bieten nicht-lineare Quests und eine weitläufige Welt, die in eigenem Tempo erkundet werden kann. Die Handlung dreht sich um die Verbindung zum Death Knight und die Bemühungen, den Fluch zu brechen.
Battlefields ist ein eigenständiger Modus mit prozedural generiertem Inhalt. Hier gibt es zufällige Begegnungen, Beute, Gegner und zusätzliche Quests, die unabhängig vom Hauptspielverlauf sind. Der Modus verlängert die Spielzeit über die Kampagne hinaus und bietet wiederholbare Herausforderungen.
Welt und Fortschritt
Die Spielwelt erstreckt sich über eine große Fläche in vier Akten und bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Erkundung und Nebenaktivitäten. Quests verzweigen sich oft in verschiedene Richtungen und fördern gründliches Erkunden statt linearem Fortschritt. Gegenstandskombinationen und Umweltinteraktionen belohnen Aufmerksamkeit für Details an jedem Ort.
Fortschritt hängt eng mit dem Erwerb von Fertigkeiten und dem Management der Gruppe zusammen. Der Death Knight als Begleiter beeinflusst sowohl die Geschichte als auch die Kampfmechanik, während beschworene Puppen zusätzliche Ebenen in Begegnungen bringen. Diese Kombination ermöglicht unterschiedliche Herangehensweisen an Herausforderungen ohne feste Gruppenzusammensetzungen.
Soundtrack und Präsentation
Die Musik stammt von Kirill Pokrovsky, der bereits für frühere Teile der Serie bekannt ist. Die überarbeitete Version sorgt für Kompatibilität mit Windows 7 und neueren Systemen sowie Unterstützung höherer Bildschirmauflösungen und bewahrt dabei die ursprünglichen Mechaniken bei verbesserter Nutzbarkeit auf moderner Hardware.
Lohnt es sich?
Das Spiel richtet sich an Spieler, die klassische RPG-Mechaniken mit starkem Fokus auf Anpassung, Handwerk und taktische Kampfpausen schätzen. Das klassenlose Fertigkeitssystem und die Steuerung zweier Charaktere bieten Flexibilität für alle, die einzigartige Charaktere aufbauen möchten, statt vorgefertigte Klassen zu wählen. Kampagne und Battlefields-Modus zusammen bieten umfangreichen Inhalt für längere Spielzeiten.
Die Resonanz unter Fans älterer isometrischer RPGs fällt unterschiedlich aus - einige schätzen die Systemtiefe, andere bemängeln veraltete Elemente wie die Sprachausgabe. Die überarbeitete Version behält das ursprüngliche Design bei und eignet sich für Spieler, die genau diese Art des Gameplays suchen, ohne moderne Aktualisierungen oder laufende Inhaltszyklen. Verfügbarkeit auf PC-Plattformen unterstützt Einzelspieler-Sitzungen mit den beschriebenen Funktionen.