Blind Fate: Edo no Yami ist ein 2D-Seiten-scrolling-Action-Adventure, das in einer von Maschinen geprägten Version des Edo-Zeitalters spielt. Man steuert einen Cyber-Samurai, der sein Augenlicht verliert und sich mit speziellen Sensoren durch eine vom Shogunat beherrschte Welt kämpft und bewegt.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht ein präzises Kampfsystem, das mit sensorischer Erkundung verbunden ist. Ohne Sicht nutzt der Protagonist Geräte, die Geräusche, Wärmesignaturen und Gerüche erfassen, um Gegner aufzuspüren und die Umgebung zu kartieren. Diese Sensoren markieren Feindpositionen und heben Schwachstellen für gezielte Angriffe hervor. Der Kampf dreht sich um Timing und Positionierung: Paraden öffnen Fenster für Konter und schnelle Kombos.
Gegner sind robotische Interpretationen japanischer Folklore und verfügen über eigene Verhaltensweisen und Angriffsmuster. Wer mithilfe der Sensoren Schwachstellen erkennt, kann Kreaturen effizient ausschalten und mit kraftvollen Finishern beenden. Erkundung erfordert häufiges Zurückkehren in bereits besuchte Bereiche, um versteckte Wege freizulegen und Upgrades zu finden, die Sensorreichweite oder Kampfstärke verbessern. Das Design belohnt aufmerksames Zuhören und Beobachten statt direkter Konfrontation.
Spielmodi
Das Spiel ist ein reines Singleplayer-Erlebnis mit einer linearen, aber erkundbaren Kampagne. Der Fortschritt folgt der Reise des Protagonisten durch handlungsgetriebene Abschnitte voller Kämpfe und Umgebungsrätsel, die über sensorische Hinweise gelöst werden. Es gibt weder Mehrspieler- noch Wettkampfmodi. Die Struktur lädt zu wiederholten Durchläufen ein, um das Timing der Sensoren zu perfektionieren und alternative Routen oder Sammelobjekte zu entdecken.
Handlung und Welt
Die Geschichte spielt in einer düsteren, postapokalyptischen Version des feudalen Japans, in der fortschrittliche Maschinen die traditionelle Gesellschaft verdrängt haben. Das Shogunat hält die Ordnung mit Enforcern wie dem Spielercharakter aufrecht, der Befehlen folgt, bis ein persönlicher Verlust sein Weltbild erschüttert. Robotische Varianten klassischer Sagengestalten bevölkern die Welt und verbinden kulturelle Überlieferung mit mechanischen Bedrohungen. Im Zentrum stehen Themen wie Gehorsam, Rache und Anpassung, während der Protagonist Schichten der Täuschung in veralteten Daten und mechanischen Überresten aufdeckt.
Lohnt sich das Spiel?
Seit der Veröffentlichung 2022 fällt das Echo gemischt aus: Gelobt werden die originellen Blind-Mechaniken und die Art der Erzählung, während inkonsistente Treffererkennung und gelegentliche Unwucht im Kampfablauf kritisiert werden. Das Spiel spricht Spieler an, die anspruchsvolle, bedachte Action-Sequenzen und ungewöhnliche Sensor-Systeme schätzen. Wer sich für Cyber-Samurai und methodische Erkundung interessiert, kann trotz technischer Schwächen eine lohnende Erfahrung finden. Auf dem PC ist das Spiel leicht zugänglich, doch die anspruchsvolle Schwierigkeitskurve und die von manchen Spielern berichteten technischen Einschränkungen sollten bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden.