Carmageddon Max Pack bringt das Original von 1997 zurück und lässt Spieler auf dem PC in einer offenen Welt Punkte sammeln, indem sie Fußgänger und Konkurrenten rammen. Das Paket enthält das Grundspiel sowie das Splat-Pack-Add-on und setzt auf anarchische Zerstörung statt auf klassische Rundstrecken. In Städten, Minen und Wüstenorten steuern Spieler stark modifizierte Fahrzeuge gegen KI-Gegner, sammeln Credits durch Kollisionen, Power-ups und spektakuläre Abschüsse und steigen so vom 99. Platz in der Rangliste auf.
Gameplay
Innerhalb jeder Karte herrscht völlige Bewegungsfreiheit: Fahrer können den vorgegebenen Kurs ignorieren und stattdessen Ziele jagen oder Nebenbereiche erkunden. Die frühen 3D-Fahrzeuge zeigen realistische Beschädigungen - Teile lösen sich bei Aufprall und beeinflussen das Fahrverhalten. Über die Karten verteilte Power-ups verleihen kurzfristige Effekte von Tempoboosts bis hin zu skurrilen Verwandlungen, während Power-downs riskante Nachteile mit sich bringen. Verdiente Credits finanzieren Reparaturen, die Bergung aus Abgründen und Verbesserungen von Panzerung, Motor und Bewaffnung im Shop zwischen den Levels. Gepanzerte Polizeifahrzeuge patrouillieren in manchen Gebieten und verfolgen den Spieler bei Provokation, ohne als normale Gegner zu zählen. Ein Action-Replay-System ermöglicht jederzeit Crashe-Wiederholungen aus verschiedenen Perspektiven.
Spielmodi
Jedes der 36 Karriere-Level bietet drei Siegbedingungen, die beliebig kombiniert werden können. Wer die vorgegebene Rundenzahl absolviert, folgt klassischen Rennregeln. Das Vernichten aller 28 computergesteuerten Gegner erfordert systematische Zerstörung. Wer sämtliche Fußgänger in der Zone ausschaltet, erhält Punkte für Menge und Stil - inklusive besonderer Ziele wie Omas oder Kühe. Zeitlimits gelten für alle Events, lassen sich aber durch Checkpoints, Power-ups, Gegnerschäden und Fußgänger-Treffer verlängern. Der Aufstieg in der Rangliste schaltet weitere Fahrzeuge frei; insgesamt stehen 30 Wagen zur Verfügung. Versteckte Bonuszonen belohnen Erkundung jenseits der Hauptziele.
Fahrzeuge und Fortschritt
Jeder der 28 Gegner besitzt eigene Persönlichkeit und Fahrweise, die Angriffsstrategien beeinflusst. Spieler starten mit wenigen Optionen und erweitern ihre Garage durch das Erreichen höherer Ränge. Im Teile-Shop zwischen den Rennen lassen sich gezielt Werte verbessern, statt komplette Umbauten vorzunehmen. Der Singleplayer-Fokus liegt auf der Beherrschung dieser Mechaniken in 11 Umgebungen - von dichten Stadtvierteln bis zu offenen Industrieanlagen. In ausgewählten Levels tauchen Polizeiwagen als zusätzliche Bedrohung auf; ein besonders starker Streifenwagen kann nach seiner Zerstörung übernommen werden.
Lohnt sich das Spiel?
Jahrzehnte nach Erscheinen liegt die Bewertung bei 85 Prozent positiven Rezensionen aus fast 700 Steam-Bewertungen; aktuelle Stimmen liegen bei 81 Prozent. Das Spiel richtet sich an Fans von Singleplayer-Action-Racing mit schwarzem Humor und Sandbox-Zerstörung, nicht an kompetitives Multiplayer oder moderne Grafik. Sein Einfluss auf spätere Open-World-Rennspiele beruht auf der damals neuartigen Kombination aus freier Bewegung, dynamischen Schäden und fußgängerbasiertem Scoring. Auf dem PC bleibt die klassische Version unverändert, ohne laufende Saisons oder Updates - ein unkomplizierter Kauf für Liebhaber des Originals oder Neugierige auf frühe 3D-Physik-Experimente im Genre. Wer methodisches Vorankommen durch gewalttätige Ziele und das Wiederholen von Crashes schätzt, findet hier langfristigen Reiz.