Company of Heroes: Opposing Fronts ist ein Echtzeit-Strategiespiel, das im Zweiten Weltkrieg spielt. Spieler übernehmen das Kommando über zwei unterschiedliche Armeen und führen sie durch eigenständige Kampagnen sowie kompetitive Partien. Das Spiel erweitert die bewährte Mischung aus Ressourcenmanagement, Basisbau und taktischem Einheiteneinsatz um neue Fraktionen mit jeweils eigenen Ansätzen zur Kontrolle des Schlachtfelds.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Verwaltung von Manpower und Munition, während Infanterie, Fahrzeuge und Unterstützungseinheiten in Echtzeit befehligt werden. Durch die Eroberung von Geländepunkten sichern sich Spieler Ressourcen und bauen vordere Stellungen aus. Ein Veteranen-System belohnt dauerhaften Kampfeinsatz mit verbesserten Fähigkeiten. Die britischen Streitkräfte setzen auf defensive Anlagen wie Schützengräben und Panzerabwehrgeschütze, unterstützt von Offizieren, die benachbarte Truppen stärken und Infanterie unterschiedliche Kampfstellungen einnehmen lassen. Die Panzer Elite bevorzugt Mobilität und stört gegnerische Linien mit schnellen Aufklärern und kombinierten Angriffen. Dynamisches Wetter beeinflusst Sichtweite und Bewegung, während der Wechsel von Tag und Nacht Sichtlinien und taktische Möglichkeiten verändert. Die Fahrzeugsteuerung wurde überarbeitet und belohnt sorgfältige Positionierung sowie Flankenmanöver statt frontalem Angriff.
Spielmodi
Der Einzelspieler-Modus umfasst zwei eigenständige Kampagnen. Die britische Kampagne besteht aus neun Missionen, die den Vormarsch auf Caen in Frankreich nachzeichnen. Die deutsche Kampagne führt in acht Missionen durch die Abwehr alliierter Luftlandungen während der Operation Market Garden. Beide Kampagnen bieten fraktionsspezifische Befehlsbäume und Ausbaupfade, die die Zusammensetzung der Armee bestimmen. Im Mehrspieler-Modus können Spieler in Gefechten zwischen den neuen Armeen wählen oder sie mit Einheiten des Grundspiels kombinieren - bis zu vier verschiedene Seiten sind möglich. Neben klassischen Eroberungs-Karten stehen vor allem objektbasierte Szenarien zur Verfügung. Bestimmte Schlachtfeldzustände bleiben zwischen den Runden erhalten.
Fraktionen und Mechaniken
Die britische 2. Armee setzt auf statische Verteidigung und koordinierte Führung durch Offiziere. Infanterie-Gruppen profitieren von angeschlossenen Führungskräften, und Basen können gegen vorübergehende Ressourceneinbußen verlegt werden. Die Panzer Elite operiert mit leichteren, wendigeren Fahrzeugen und spezialisierten Infanteristen, die auf schnelle Umgruppierungen ausgelegt sind. Beide Seiten verfügen über drei Ausbaupfade, die Einheiten stärker auf Angriff, Verteidigung oder Unterstützung ausrichten. Verbesserte Beleuchtung und detailliertere Geländedarstellung durch DirectX 10 erleichtern das Erkennen von Deckung und Höhenunterschieden.
Lohnt sich das Spiel?
Company of Heroes: Opposing Fronts bietet zwei vollständige Einzelspieler-Kampagnen sowie erweiterte Mehrspieler-Optionen, die präzises Ressourcenmanagement und anpassungsfähige Taktik belohnen. Zeitgenössische Rezensionen hoben vor allem die unterschiedlichen Spielstile der britischen und Panzer-Elite-Fraktion hervor. Das Spiel ist als eigenständige Version erhältlich und lässt sich mit dem Originaltitel kombinieren, um im Online-Modus auf einen größeren Einheitenpool zurückzugreifen. Es richtet sich an Spieler, die klassische Echtzeit-Strategie mit historischem Weltkriegs-Setting und asymmetrischen Fraktionen suchen - weniger an Fans schneller Action oder moderner Schauplätze. Obwohl der offizielle Support längst eingestellt wurde, bieten die Kernmechaniken weiterhin anspruchsvolle Herausforderungen für Liebhaber traditioneller RTS-Tiefe.