Cosplay Club ist ein Einzelspieler-Rollenspiel mit rundenbasiertem Kampf, in dem man als angehende Magical-Girl-Cosplayerin durchstartet. Die Kostüme, die man im Spiel selbst anfertigt, sorgen nicht nur für optische Highlights, sondern liefern auch echte Kampffähigkeiten - eine Mischung aus kreativer Anpassung und taktischen Entscheidungen in einer storygetriebenen PC-Erfahrung.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Sammeln von Materialien, das Ausprobieren von Formen und Farben sowie das Zusammenstellen von Outfits, die Attribute und Fertigkeiten für die Kämpfe bestimmen. Jede Kostümwahl beeinflusst die Kampfleistung, sodass man kreative Freiheit und taktische Notwendigkeiten gegeneinander abwägen muss. Erkundung führt zwischen verschiedenen Events und Orten hin und her, um neue Ressourcen zu finden, die Handlung voranzutreiben und weitere Herstellungsoptionen freizuschalten. Statt fester Builds setzt das System auf Materialkombinationen und Fertigkeitssynergien, die unterschiedliche Herangehensweisen an dieselben Herausforderungen ermöglichen.
Die Geschichte bietet handgefertigte Quests mit Dialogen und Zwischensequenzen sowie dynamische Nebeninhalte, die sich je nach Spielerhandlungen und NPC-Interaktionen verändern. Mehr als vierzig Pins, die man auf der Reise sammelt und die von Magical Goddesses inspiriert sind, erweitern die Anpassungsmöglichkeiten um spezialisierte Kampffertigkeiten. Das Spiel spielt im selben Universum wie das frühere Entwicklerprojekt Chroma Squad, greift vertraute Weltelemente auf und legt den Fokus auf persönliches Wachstum sowie den Aufbau einer Community unter Cosplayern.
Spielmodi
Im Zentrum steht eine Einzelspieler-Kampagne, die die Hauptgeschichte mit optionalen Nebenquests und Wettbewerbs-Events verbindet. Die Hauptquest erzählt eine lineare Geschichte von Selbstverbesserung und weltrettenden Herausforderungen, während Nebenaktivitäten durch unterschiedliche NPC-Reaktionen und Materialbelohnungen für Abwechslung und Wiederspielbarkeit sorgen. Kämpfe finden sowohl im Rahmen der Story als auch bei Erkundungen statt und laufen als taktische Rundenfolgen ab, bei denen die Kostümeigenschaften die verfügbaren Aktionen und Strategien vorgeben. Es gibt keine separaten Mehrspieler- oder Wettbewerbsmodi - sämtliche Inhalte laufen innerhalb dieses geschlossenen Einzelspieler-Rahmens ab.
Wettbewerbe und Events stellen strukturierte Herausforderungen dar, bei denen die erstellten Outfits in bestimmten Szenarien getestet werden und oft einzigartige Materialien oder Story-Entwicklungen einbringen. Das Craften selbst ist ein durchgehender Spielmodus, zu dem man zwischen den Quests zurückkehrt, um Kostüme für bevorstehende Bedrohungen zu optimieren oder auszutauschen. Diese Verzahnung hält den Fokus auf iterativer Verbesserung und Anpassung statt auf isolierten Aktivitäten.
Handlung und Setting
Die Geschichte begleitet eine Protagonistin, die das Handwerk des Magical-Girl-Cosplays erlernt und dabei entdeckt, dass diese Kreationen echte Macht besitzen. Themen wie Selbstfindung und die Unterstützung anderer beim Entwickeln ihrer Fähigkeiten prägen die Interaktionen mit einer Reihe von NPCs. Das Setting baut auf der Welt früherer Behold-Studios-Spiele auf und überträgt vertraute Bedrohungen und Schauplätze in den Cosplay-Kontext. Zwischensequenzen und Dialoge erzählen die handgefertigte Hauptgeschichte, ergänzt durch dynamische Nebenquests, die zu mehreren Durchgängen mit unterschiedlichen Ausgängen einladen.
Lohnt sich das Spiel?
Nach einer Early-Access-Phase ab Dezember 2023 erschien Cosplay Club am 29. April 2025 in der finalen Version und erhielt auf der Hauptplattform gemischte Nutzerbewertungen: Bei insgesamt 41 Bewertungen liegen 60 Prozent im positiven Bereich. Das Spiel richtet sich an Spieler, die taktischen Rundenkampf mit tiefgreifenden Anpassungssystemen und einer fokussierten Einzelspieler-Geschichte verbinden möchten. Wer Freude an Crafting-Mechaniken und wiederholbaren Queststrukturen hat, kann durch das Experimentieren mit Kostümkombinationen über mehrere Durchläufe hinweg Abwechslung finden. Die Resonanz lobt vor allem Konzept und Präsentation, während einige Spieler Schwächen bei der Kampfumsetzung anmerken. Eine kostenlose Demo steht zum Ausprobieren der Systeme vor dem Kauf zur Verfügung.