Crawl ist ein actionreiches Indie-RPG-Dungeon-Crawler, der lokalen Multiplayer-Wettbewerb auf dem PC in den Mittelpunkt stellt. Ein Spieler übernimmt den Helden und kämpft sich durch prozedural generierte Level, während die anderen als Geister Fallen und eine Vielzahl von Monstern besetzen und steuern. Der Spielverlauf dreht sich um Überleben, Fortschritt und plötzliche Rollenwechsel, sobald ein Geist den tödlichen Treffer gegen den aktuellen Helden landet.
Gameplay
Im Zentrum steht schnelles Kampfgeschehen in kleinen, mit Gefahren und Gegnern gefüllten Räumen. Der Held weicht Angriffen aus, führt Waffenschläge aus, wirkt Zauber und sammelt Beute, um Erfahrungspunkte zu erhalten. Jeder Durchlauf dauert etwa dreißig Minuten, während der Held durch neue Ausrüstung und Fähigkeiten stärker wird. Geister bewegen sich frei durch die Umgebung, übernehmen stationäre Fallen oder beschwören und lenken Monster, um den Helden gemeinsam aufzuhalten. Stirbt der Held, übernimmt der Spieler, der den letzten Treffer ausgeführt hat, sofort die Heldenrolle und setzt den Durchlauf mit dem Fortschritt des vorherigen Helden fort, während die übrigen Spieler von vorne beginnen.
Der Fortschritt innerhalb einer Session ist spürbar. Helden erhalten Zugang zu Dutzenden Waffen, Zaubern und Gegenständen, die ihren Kampfstil verändern. Auf der Gegenseite entwickeln Geister über sechzig verschiedene Monstertypen weiter - von einfachen Ungeziefer bis hin zu mächtigen Dämonen oder untoten Kriegern. Diese Entwicklung erfolgt zwischen den Stockwerken und belohnt geschicktes Timing und Positionierung. Im Einzelspiel übernehmen KI-gesteuerte Geister die Fallen und Monster mit aggressivem und anpassungsfähigem Verhalten und sorgen so für konstanten Widerstand ohne weitere Mitspieler.
Die Steuerung unterstützt Gamepads, Tastatur und Maus und ermöglicht flexible Einrichtungen für Gruppen am selben Bildschirm. Die Pixel-Art bleibt auch in chaotischen Momenten mit vielen Objekten auf dem Bildschirm gut lesbar.
Spielmodi
Das Spiel unterstützt zwei bis vier Teilnehmer im selben Raum, die durch den natürlichen Verlauf von Toden zwischen Helden- und Geisterrollen wechseln. Eine dedizierte Einzelspieler-Option lässt einen Spieler gegen KI-gesteuerte Geister antreten, die Fallen und Monster mit bemerkenswerter Intelligenz verwalten. Es gibt kein separates Online-Matching, sodass der Fokus auf lokalen Bildschirm-Sessions oder Steam Remote Play für entfernte Freunde mit einer einzigen Spielkopie liegt.
Zusätzliche Abwechslung bieten freischaltbare Herausforderungen, die die Beherrschung bestimmter Mechaniken oder Gegenstandskombinationen testen. Diese dienen als optionale Ziele und motivieren zu wiederholten Durchläufen, um neue Strategien und Monsterentwicklungen zu entdecken. Die zufällig generierten Dungeons sorgen dafür, dass jede Partie neue Raumaufteilungen, Fallen und Gegnerplatzierungen bereithält.
Fortschritt und Monsterentwicklung
Die Heldenentwicklung folgt klassischen RPG-Mustern: Erfahrung wird durch das Besiegen von Monstern und das Erreichen neuer Stockwerke gesammelt. Beute sorgt für sofortige Machtschübe durch bessere Ausrüstung, während dauerhafte Freischaltungen über mehrere Sessions hinweg den Pool verfügbarer Optionen erweitern. Geister investieren in die Verbesserung ihrer Kreaturen und schaffen so ein Wechselspiel, in dem stärkere Monster bessere Helden-Builds erfordern.
Die finale Konfrontation stellt den aufgestiegenen Helden einem massiven Boss gegenüber, dessen Gliedmaßen und Angriffe die verbleibenden Geister gemeinsam steuern. Erfolg erfordert ausreichende Stärke vor dieser Phase, sodass der gesamte Dungeon-Durchlauf auf dieses gemeinsame Showdown vorbereitet.
Lohnt sich das Spiel?
Die Spielerresonanz ist auch Jahre nach der Veröffentlichung stark positiv, mit sehr positiven jüngsten Bewertungen und einer insgesamt überwältigend positiven Gesamtwertung über Tausende Einträge hinweg. Das Spiel bietet Gruppen, die eine kompetitive, aber kooperative Variante des Dungeon Crawling suchen, durchgehend Unterhaltung - jeder Tod erzeugt sofort Spannung und Gelächter. Lokaler Multiplayer entfaltet sich am besten, wenn Freunde im selben Raum sitzen, doch KI-Gegner halten Solo-Durchläufe für Übung oder kurze Sessions interessant.
Wer kurze, wiederholbare Matches mit hoher Interaktion zwischen den Teilnehmern schätzt, wird die Mechaniken als lohnend empfinden. Das Fehlen laufender saisonaler Inhalte oder größerer Erweiterungen nach dem Release hält das Erlebnis auf das ursprüngliche Design fokussiert, das sich weiterhin für Couch-Sessions oder Remote-Play-Setups eignet. Die Verfügbarkeit auf dem PC ermöglicht einfachen Zugriff für alle mit kompatiblen Controllern oder Eingabegeräten.
- Lokaler Multiplayer für bis zu vier Spieler auf einem Bildschirm
- KI-Gegner für Solo-Dungeon-Runs
- Über sechzig Monster für die Geisterentwicklung verfügbar
- Zufällig generierte Level mit Fallen und Kämpfen
- Heldenfortschritt durch Waffen, Zauber und Gegenstände