Deadfall Adventures ist ein Action-Adventure-First-Person-Shooter, der 2013 für den PC erschien. Die Spieler übernehmen die Rolle von James Lee Quatermain, einem Abenteurer im Jahr 1938, der in eine weltweite Jagd nach dem Herz von Atlantis verwickelt wird. Das Spiel verbindet schnelle Schießereien mit Erkundung und Rätseln in exotischen Schauplätzen - von ägyptischen Wüsten über arktische Weiten bis hin zu guatemaltekischen Dschungeln.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht der Wechsel zwischen erstpersonbasierten Kämpfen und der Interaktion mit der Umgebung. Die Schießereien erfordern präzises Zielen gegen menschliche Gegner und übernatürliche Wächter, die in alten Tempeln erwachen. Als Ausrüstung stehen dem Spieler klassische Abenteurerutensilien wie Kompass, Schatzkarten, Notizbuch und Taschenlampe zur Verfügung. Damit lassen sich versteckte Wege finden, Rätsel durch Beobachtung der Umgebung lösen und gelegentlich Gegner ablenken oder ausschalten. Verstreute Umweltfallen ermöglichen es, Gruppen von Feinden durch Kettenreaktionen oder einstürzende Konstruktionen kreativ zu eliminieren.
Der Fortschritt wechselt zwischen linearen Story-Abschnitten und offeneren Tempelbereichen, in denen genaue Beobachtung der Umgebung Lösungen offenbart. Die 1930er-Jahre prägen Waffenhandhabung und visuelle Details: Zeitgemäße Schusswaffen verlangen Nachladen und Positionierung statt moderner Dauerfeuer-Optionen. Wer aufmerksam erkundet, wird mit Hinweisen auf Sammelobjekte und alternative Routen belohnt.
Spielmodi
Im Zentrum steht die Einzelspieler-Kampagne, die Quatermains Reise über mehrere Kontinente verfolgt - stets im Wettlauf mit Nazi- und sowjetischen Truppen. Diese Spielweise verbindet Schießereien, Rätselsequenzen und leichte erzählerische Elemente durch Charakterbegegnungen.
Im Mehrspielermodus gibt es einen Survival-Modus für bis zu vier Spieler, bei dem kooperative Horde-Kämpfe im Vordergrund stehen. Die Wellen werden schwieriger, zwischendurch sorgen Versorgungslieferungen für Munition und Ressourcen. Weitere Mehrspieler-Features greifen das Abenteurer-Thema auf und integrieren Elemente wie Schatzsuche sowie klassenbasierte Progression, bei der individuelle Ausrüstungen separat aufsteigen.
Handlung und Setting
Die Geschichte folgt dem klassischen Pulp-Abenteuer-Stil der frühen 20. Jahrhunderts. Quatermain beginnt widerwillig, wird aber zunehmend involviert, als er erkennt, dass die übernatürlichen Erzählungen seines Urgroßvaters wahr sind. Die Schauplätze prägen sowohl Kampfgeschwindigkeit als auch Rätseldesign - von sandüberwehten Ruinen über gefrorene Höhlen bis hin zu überwucherten Tempelanlagen. Übernatürliche Wächter erfordern spezielle Werkzeuge oder taktische Nutzung der Umgebung.
Lohnt sich das Spiel?
Deadfall Adventures richtet sich an Spieler, die ältere First-Person-Shooter schätzen, die Kampf mit gezielter Erkundung und Rätseln kombinieren. Die Kampagne bietet einen abgeschlossenen Handlungsbogen in unterschiedlichen Umgebungen, während das Ausrüstungssystem eine besondere Note in die Schießmechanik bringt. Der Survival-Modus ermöglicht kooperative Runden mit Fokus auf Wellenabwehr und Ressourcenmanagement.
Die Resonanz war gemischt: Gelobt wurden die atmosphärischen Schauplätze und die Vielfalt der Rätsel, kritisiert hingegen gelegentliche Fehler und ungleichmäßiges Kampftempo. Da das Spiel keine weiteren Updates oder saisonalen Inhalte erhält, sollte man es als Standalone-Titel von 2013 betrachten. Wer sich für Abenteuer-Themen der 1930er und hybride Shooter-Rätsel-Mechaniken interessiert, kann trotz des Alters Spaß haben - Spieler, die moderne Mechaniken oder umfangreichen Support erwarten, stoßen dagegen auf Grenzen.