Diluvian Ultra ist ein klassischer First-Person-Shooter, in dem Spieler die Rolle des unsterblichen Kriegerprinzen Atilla übernehmen. Er erwacht an Bord eines lebenden Grab-Schiffs, das durch den tiefen Weltraum treibt. Das Spiel kombiniert schnelle Bewegungsmechaniken mit taktischen Waffenentscheidungen in einer Einzelspieler-Kampagne, die organische und technologische Bewaffnung gegenüberstellt. Als Atilla in sein entweihtes Schiff eindringt, setzt er auf Nahkampf und gezieltes Fernfeuer.
Gameplay
Im Zentrum des Kampfes steht ein Doppelschadensystem: Gegner müssen erst ihrer Rüstung beraubt werden, bevor sie endgültig besiegt werden können. Manche Waffen sind auf das schnelle Entfernen von Schutzschichten spezialisiert, andere liefern den tödlichen Treffer, sobald die Deckung durchbrochen ist. Auch die Feinde nutzen diese Taktik, sodass sich Spieler ständig anpassen müssen. Blut von besiegten Gegnern dient als Ressource für Waffen-Upgrades, während temporäre Power-ups in kritischen Momenten den Ausschlag geben können.
Beweglichkeit ist der Schlüssel zum Überleben. Doppelte Sprünge, Dash-Manöver, Bodenschläge und die Abwehr von Geschossen mit dem Schwert halten den Spieler in Bewegung durch die kathedralenartigen Innenräume des Schiffs. Stillstehen bedeutet, konzentriertem Beschuss ausgesetzt zu sein. Daher ist es entscheidend, Fernangriffe nahtlos in Nahkampf-Kombos und Ausweichmanöver übergehen zu lassen. Die Umgebung selbst vereint Fleisch und Stein, was sich auch im Arsenal widerspiegelt - von konventionellen Tech-Waffen bis hin zu grotesken, lebenden organischen Armamenten.
Als ständiger Begleiter steht die intelligente Squire Gun Bella zur Verfügung und beeinflusst die Loadout-Planung. Sechs Basiswaffen lassen sich im Verlauf der Kampagne mit bis zu dreißig verschiedenen Upgrades erweitern. Dreizehn Gegnertypen sorgen für abwechslungsreiche Bedrohungen, die Beobachtung und Positionierung belohnen.
Spielmodi
Diluvian Ultra ist ausschließlich als Einzelspieler-Erfahrung konzipiert. Kapitel Eins umfasst zehn unterschiedliche Level, die über ein zentrales Hub-Areal verbunden sind. Dort verwalten Spieler ihre Upgrades und bereiten sich auf den nächsten Abschnitt des Schiffs vor. Der Fortschritt verläuft linear, getrieben durch Kämpfe und Erkundung.
Es gibt keine separaten kompetitiven oder kooperativen Modi. Stattdessen liegt der Fokus auf wiederholten Durchläufen, um verschiedene Waffen-Kombinationen und Upgrade-Pfade auszuprobieren. Weitere Story-Kapitel und zusätzliche Inhalte sind für zukünftige kostenpflichtige Erweiterungen vorgesehen, die das Gegner- und Waffenrepertoire erweitern.
Handlung und Atmosphäre
Die Geschichte folgt Atillas Erwachen nach Jahrtausenden des Schlafs und seinem Kampf, das Grab-Schiff von Eindringlingen zurückzuerobern. Themen wie Fanatismus, Trauma, Verrat und mögliche Erlösung entfalten sich vor neo-gotischen Kulissen mit gewaltigen, kathedralenartigen Hallen. Das lebende Schiff fungiert zugleich als Schauplatz und Antagonist - sein korrumpierter Zustand spiegelt die zerrissene Vergangenheit des Prinzen wider.
Die Atmosphäre lebt vom Kontrast zwischen prachtvollem Steinwerk und pulsierender organischer Substanz. Sounddesign und visuelle Details vermitteln den Eindruck eines einst heiligen Gefäßes, das nun überrannt wurde. Die Spieler werden durch zunehmend feindliche Korridore geführt, ohne dass für jeden Abschnitt Zwischensequenzen nötig sind.
Lohnt sich das Spiel?
Auf Steam erhält Diluvian Ultra überwiegend positive Bewertungen von 149 Nutzern. Das Spiel spricht Fans von retro-inspirierten Shootern an, die präzise Bewegungssteuerung und strategische Waffenentscheidungen schätzen, statt reiner Run-and-Gun-Action. Wer eine kompakte Kampagne mit Experimentierfreude durch Upgrades sucht, wird die zehn Level plus Hub-Struktur für mehrere Durchgänge als lohnend empfinden.
Patches beheben weiterhin technische Probleme. Der Entwickler bestätigt, dass die aktuelle Version als eigenständiges Erlebnis funktioniert, während die Möglichkeit für zukünftige Story-Erweiterungen offen bleibt. Liebhaber von Indie-First-Person-Shootern, die Mobilität mit taktischem Waffeneinsatz verbinden, werden das fokussierte Design schätzen. Spieler, die umfangreiche Abwechslung oder Multiplayer-Optionen erwarten, könnten den Umfang auf die Einzelspieler-Kampagne beschränkt finden.