Disjunction ist ein Singleplayer-Stealth-Action-RPG, das in einem dystopischen New York des Jahres 2048 spielt. Man steuert einen von drei Charakteren, die sich durch eine Stadt bewegen, die von Korruption, wirtschaftlichem Niedergang und der Ausbreitung einer gefährlichen Droge namens Shard beherrscht wird. Das Spiel kombiniert eine pixelige Overhead-Ästhetik mit Entscheidungen, die eine verzweigte Handlung entlang miteinander verknüpfter Storylines formen.
Gameplay
Im Zentrum steht die Wahl zwischen offenem Kampf und lautloser Infiltration auf jeder Ebene. Drei Protagonisten stehen zur Auswahl, jeder mit eigenen Fähigkeiten, Cyber-Implantaten und Talentbäumen, die entweder aggressive oder verdeckte Spielweisen unterstützen. Tödliche Waffen und schnelles Gefecht ermöglichen direkte Angriffe, während Ablenkungsgeräte, nicht-tödliche Niederschläge und ein gutes Gespür für die Umgebung ein komplett unauffälliges Vorgehen erlauben. Überall verteilte Upgrade-Kits erweitern diese Optionen und lassen Spieler entweder ihre Tarnfähigkeiten oder ihren Kampfschaden schrittweise verbessern. Die Vogelperspektive hält alle Bedrohungen im Blick und belohnt präzises Positionieren und Timing in beiden Spielstilen.
Spielmodi
Disjunction bietet eine lineare Singleplayer-Kampagne ohne separate Multiplayer- oder Wettbewerbsmodi. Der Fortschritt folgt den miteinander verbundenen Geschichten der drei Charaktere, wobei Spielerentscheidungen über Fraktionen, Verbündete und die gesamte Stadt bestimmen. Das Verhalten in einzelnen Begegnungen wirkt sich auf spätere Ereignisse und verfügbare Wege aus. Dadurch entsteht vor allem durch unterschiedliche Charakterwahl und moralische Entscheidungen ein hoher Wiederspielwert, nicht durch separate Spielmodi.
Handlung und Setting
Die Geschichte spielt in einem nahen Zukunft-Amerika, das unter Ressourcenknappheit, Klimafolgen und Überbevölkerung leidet. Nach der Verhaftung einer wichtigen Gemeindefigur ist New York ins Chaos gestürzt, und der Verdacht treibt den illegalen Handel mit Shard voran. Drei abgebrühte Einwohner verfolgen Spuren, die eine größere Verschwörung aufdecken. Ob man Ziele eliminiert oder verschont, hat dauerhafte Auswirkungen auf Beziehungen und die Entwicklung der Stadt und schafft eine reaktive Handlung, in der kleine Entscheidungen Fraktionsverhältnisse und das Gesamtende beeinflussen.
Grafik und Sound
Stilisierte Pixelgrafik zeigt die dichten Stadtviertel und Charaktere im retro-cyberpunkischen Look. Der Soundtrack von Dan Farley unterstreicht die angespannte Atmosphäre mit mehrschichtigen elektronischen Tracks, die sich je nach Spielerverhalten verändern. Zusammen sorgen diese Elemente für eine durchgehende Immersion während langer Erkundungs- und Kampfphasen.
Lohnt sich das Spiel?
Disjunction spricht Spieler an, die bedächtige Stealth-Action-RPGs mit bedeutsamen Entscheidungssystemen und Charakteranpassung schätzen. Der Fokus auf dauerhaften Konsequenzen und zwei unterschiedlichen Spielweisen bietet Tiefe für alle, die verschiedene Ansätze über mehrere Durchgänge ausprobieren möchten. Rezensionen zur Veröffentlichung loben die starke Atmosphäre und die narrative Integration sowie die überzeugenden Schleichelemente, merken aber an, dass der direkte Kampf weniger ausgereift wirkt. Das Spiel ist als abgeschlossenes Singleplayer-Erlebnis erhältlich, ohne laufende Season-Inhalte oder größere Updates für den Kerninhalt. Wer Indie-Cyberpunk-Geschichten und flexible Taktiken mag, wird hier fündig, während Spieler, die große Multiplayer- oder regelmäßig neue Inhalte suchen, eher auf Alternativen ausweichen sollten.