Distant Star: Revenant Fleet ist ein Echtzeit-Strategietitel mit Roguelite-Elementen, in dem Spieler die Überreste einer A'kari-Flotte befehligen. Das 2015 für den PC erschienene Spiel verbindet Flottenmanagement, Schiffsanpassung und prozedurale Erkundung in einer atmosphärisch gestalteten, unheimlichen Weltraumwelt.
Gameplay
Die Flotte umfasst bis zu fünf Schiffe aus acht verschiedenen Klassen. Jedes Schiff lässt sich mit Waffen und Anbauteilen ausrüsten, die Kampfstärken verändern und neue Fähigkeiten freischalten. Hunderte solcher Module ermöglichen unterschiedliche Ausrüstungen selbst innerhalb derselben Klasse und fördern so das Ausprobieren neuer Kombinationen in weiteren Durchläufen.
Die Reise führt System für System durch eine zufällig generierte Galaxis. An jedem Zwischenstopp treffen Spieler auf Story-Ereignisse, deren Auswirkungen auf Ressourcen, Flottenstatus oder Verlauf variieren. Ob man kämpft, sich zurückzieht oder verhandelt, beeinflusst den weiteren Verlauf und sorgt dafür, dass spätere Durchläufe selten identisch verlaufen.
Kämpfe laufen in Echtzeit ab und erfordern geschicktes Positionieren sowie gezieltes Timing von Fähigkeiten. Schiffe bewegen sich über das Schlachtfeld, feuern und setzen verbesserte Skills ein, während man nach siegreichen Gefechten Wrackteile einsammelt, um zwischen den Systemen weitere Upgrades zu finanzieren.
Spielmodi
Im Mittelpunkt steht eine Einzelspieler-Kampagne, die strategischen Flottenaufbau mit Roguelite-Progression verbindet. Jeder Versuch erzeugt eine neue Galaxis und eine andere Abfolge von Ereignissen, sodass keine zwei Durchläufe identisch sind. Es gibt weder Mehrspielermodi noch Scharmützel; der Fokus liegt auf wiederholten Reisen bis zur finalen Konfrontation.
Die prozedurale Generierung sorgt für Abwechslung durch wechselnde Ereignisausgänge und Ressourcenverteilung. Spieler entscheiden, wann sie Kämpfe eingehen oder alternative Lösungen suchen, und gestalten so die Stärke ihrer Flotte für spätere Herausforderungen.
Handlung und Setting
Die Geschichte begleitet die Überlebenden einer schwer angeschlagenen A'kari-Flotte auf ihrem Weg durch alte galaktische Schlachtfelder. Die Begegnungen entlang der Route bieten verzweigte Ergebnisse, die von den Entscheidungen der Spieler abhängen, ohne feste Handlungsstränge vorzugeben. Isolation und Spannung werden vor allem durch visuelles Design und Soundtrack vermittelt.
Der Konflikt zwischen Fraktionen bildet das übergeordnete Ziel: Die Spielerflotte stellt sich Gegnern, die in einer entscheidenden Begegnung gipfeln. Mehrere Durchläufe offenbaren unterschiedliche Ereignisverläufe und Anbauteil-Synergien, ohne die zentrale Prämisse zu verändern.
Lohnt sich das Spiel?
Die Steam-Bewertungen fallen gemischt aus: 63 Prozent positiv bei 258 Bewertungen. Das Spiel richtet sich an Spieler, die Echtzeit-Flottenkämpfe mit leichten Roguelite-Elementen und Schiffsanpassung kombinieren möchten. Prozedurale Ereignisse und die Tiefe der Upgrades belohnen wiederholte Versuche, sofern man sich auf ein eher ruhiges Strategiespiel einlässt.
Seit der Veröffentlichung 2015 gab es nur begrenzte Unterstützung und keine dokumentierten Saisons oder größeren Erweiterungen. Verfügbar für PC, Mac und Linux, eignet sich das Spiel für Fans von Indie-Strategietiteln, die eine kompakte Erfahrung mit Fokus auf Flottenmanagement suchen, statt groß angelegte Kampagnen.
Spieler, die methodischen Schiffbau und variable Ereignisverläufe schätzen, finden in den Systemen einen bleibenden Reiz. Wer schnelle Action oder umfangreiche Mehrspielermodi bevorzugt, könnte den Umfang enger empfinden als erwartet.