Edge Islands ist ein Indie-Strategiespiel, das Koloniesimulation mit taktischen RPG- und Simulationselementen auf dem PC verbindet. Spieler führen eine Gruppe von Helden an, die auf prozedural generierten Inseln eine Basis errichten und dabei Ressourcenabbau, Bauvorhaben sowie die Vorbereitung auf rundenbasierte Kämpfe in Dungeons ausbalancieren.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht der Aufbau und die Pflege einer Kolonie, während gleichzeitig Helden für Expeditionen ausgebildet werden. Aus der Umgebung gesammelte Ressourcen fließen in den Bau von Wohnquartieren, Farmen und Trainingsanlagen. Helden benötigen Aufmerksamkeit in Bezug auf Stimmung, Eigenschaften, soziale Interaktionen und Grundbedürfnisse wie Nahrung und Unterkunft, da diese Faktoren ihre Leistung in allen Aufgaben beeinflussen. Wetter- und Jahreszeitenwechsel erweitern die Planungstiefe, während die Basis zu einer größeren Festung ausgebaut wird, die umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten für Gegenstände und Gebäude bietet.
Kämpfe finden in rundenbasierten taktischen Gefechten mit maximal vier Helden statt. Die Charaktere nutzen Fähigkeiten, die sie durch Kolonieaktivitäten erlernen, sammeln Erfahrung zum Levelaufstieg und profitieren von guter Positionierung sowie Synergien innerhalb des Teams. Trainingsanlagen schalten klassenspezifische Fertigkeiten frei, während das Handwerk Ausrüstung, Tränke und weitere Hilfsmittel produziert. Zeitmanagement spielt eine wichtige Rolle, da Training, Kämpfe und Kolonieaufgaben um die begrenzte Zeit der Helden konkurrieren.
Die Erkundung umfasst prozedural generierte Inseln mit zahlreichen Punkten von Interesse und Rohstoffvorkommen. Gruppen können in prozedural generierte Dungeons geschickt werden, um Beute und Gold zu sammeln, die für Rekrutierungen und neue Gebäude genutzt werden. Fortschrittliche Systeme zur Licht- und Temperaturausbreitung ermöglichen eine tiefgehende Optimierung des Kolonielayouts über reine Effizienz hinaus.
Spielmodi
Das Spiel ist eine reine Einzelspieler-Simulation ohne separate Wettbewerbs- oder Koop-Modi. Der Fortschritt folgt einem individuellen Tempo, bei dem Spieler zunehmend schwierigere Dungeon-Bosse besiegen, um voranzukommen, dabei aber jederzeit entscheiden können, die Expansion zu pausieren und sich stattdessen auf die Stärkung der Helden oder die Verfeinerung der Basis zu konzentrieren. Die prozedurale Generierung von Karten, Dungeons und Helden sorgt dafür, dass jede Runde neue Layouts und Charakterkombinationen bietet.
Managemententscheidungen wirken sich direkt auf die Kampfergebnisse aus und umgekehrt. Bessere Einrichtungen verbessern die Fähigkeiten der Helden, während erfolgreiche Dungeonläufe neue Baupotionen freischalten. Dadurch entsteht ein durchgängiger Kreislauf aus Vorbereitung, Erkundung und Basisentwicklung ohne klare Trennung in verschiedene Spielmodi.
Wichtige Features und Systeme
Helden gehören einer von sechs Klassen an, jede mit eigenen Skillbäumen, die über das Training zugänglich sind. Die Individualisierung erstreckt sich auf Ausrüstung und Gegenstände, die die jeweilige Kampffunktion prägen. Beziehungen und Ambitionen innerhalb des Teams beeinflussen die Gesamteffizienz und erfordern eine kontinuierliche Betreuung neben praktischen Kolonieaufgaben wie Tierhaltung und Ressourcenanbau.
Die Grafik setzt auf übersichtliche 3D-Modelle, die durch Beleuchtung und atmosphärische Effekte ergänzt werden und die Basisgestaltung hervorheben. Das Design legt Wert auf Zugänglichkeit beim Kolonieaufbau, bietet jedoch durch Ausbreitungsmechaniken und Synergieplanung im Kampf zusätzliche Tiefe.
Lohnt sich das Spiel?
Edge Islands richtet sich an Spieler, die Kolonieverwaltung mit taktischen Kämpfen und Heldenentwicklung kombinieren möchten. Die Mischung belohnt sorgfältige Planung von Tagesabläufen und Basislayouts, während prozedurale Elemente für Abwechslung bei wiederholten Durchgängen sorgen. Die aktuelle Spielerresonanz ist überwiegend positiv, was die Wertschätzung für die integrierten Systeme und die Anpassungstiefe widerspiegelt.
Das Spiel befindet sich noch im Early Access mit weiterer Entwicklung auf Basis von Community-Feedback. Eine Demo ermöglicht das Ausprobieren des ersten Inhalts, wobei der Fortschritt übernommen wird. Wer zugängliche, aber vielschichtige Strategiesimulationen mit RPG-Elementen sucht, findet im aktuellen Stand bereits substanzielle Inhalte, während Spieler, die eine vollständig polierte Version bevorzugen, weitere Updates abwarten können.