Elderand ist ein rückwärtsgewandtes Action-Platformer, das Metroidvania-Exploration mit leichten RPG-Elementen in einer düsteren Lovecraft-Welt verbindet. Spieler steuern einen anpassbaren Abenteurer, der sich durch eine handgezeichnete Pixel-Art-Welt mit gotischer Architektur und verzerrten Landschaften kämpft, bevölkert von grotesken Kreaturen und mächtigen Bossen. Der Fokus liegt auf geschicktem Kampf und bedachtem Fortschritt statt auf plötzlichen Schwierigkeitsspitzen.
Gameplay
Im Kampf stehen verschiedene Nah- und Fernwaffen zur Verfügung, jede mit eigenen Werten und Angriffsmustern. Schwerter sorgen für kraftvolle Nahangriffe, Äxte für schwere Hiebe mit größerer Reichweite. Dolche ermöglichen schnelle Attacken, Bögen bieten Fernkampf, und ein magischer Stab feuert Energiestöße ab. Peitschen kontrollieren Gruppen, während große Waffen wie ein Riesenschwert Tempo gegen Wucht eintauschen. Beute von Gegnern und Umgebung dient zum Craften von Upgrades, die Waffenleistung und Charakterwerte verbessern.
Die Erkundung folgt klassischem Metroidvania-Prinzip: miteinander verbundene Regionen, die erst mit neuen Fähigkeiten oder Items vollständig zugänglich werden. Dazu gehören ein einladendes Dorf mit Händlern, dichte Wälder, ein Tempelgefängnis, schwebende Inseln, eine verfluchte Kathedrale und der höllische Kern von Elderand. Handgefertigte Level belohnen sorgfältige Navigation und das Entdecken versteckter Wege. Über sechzig Gegnertypen bevölkern die Gebiete, von einfachen Feinden bis zu komplexen Bedrohungen, die Mustererkennung und Positionierung erfordern.
RPG-Elemente erlauben Personalisierung durch Charakteraussehen, Skill-Bäume, Stat-Verteilung und Waffenwahl. So entstehen unterschiedliche Herangehensweisen an dieselben Begegnungen - ob aggressive Nahkämpfer oder zurückhaltendere Fernkämpfer. Die handgezeichneten Grafiken halten einen durchgehend dunklen Stil, der Bedrohlichkeit erzeugt, ohne auf moderne Effekte zu setzen.
Spielmodi
Elderand bietet eine Einzelspieler-Kampagne, die auf Erkundung und Kampf-Fortschritt ausgelegt ist. Es gibt keine separaten Multiplayer- oder Wettbewerbsmodi. Die Kernschleife besteht aus dem Durchqueren der Welt, dem Besiegen von Gegnern und Bossen, dem Sammeln von Ressourcen für Upgrades und dem Aufdecken von Hintergrundgeschichten durch gefundene Briefe und Aufzeichnungen früherer Reisender. Diese Struktur lädt dazu ein, frühere Gebiete mit neuen Fähigkeiten erneut zu besuchen.
Fortschritt ergibt sich direkt aus Kämpfen und Umgebungsrätseln, nicht aus linearer Handlung. Spieler kommen voran, indem sie den Umgang mit Waffen meistern und sich an die unterschiedlichen Verhaltensweisen der Gegner anpassen. Das Fehlen weiterer Modi hält den Fokus auf der vernetzten Welt und dem befriedigenden, schrittweisen Machtzuwachs durch Crafting und Stat-Verbesserungen.
Erkundung und Weltgestaltung
Die Spielwelt erschließt sich allmählich über verschiedene Biotope, die durch Tore und Fähigkeiten verbunden sind. Jede Region besitzt eigene visuelle Themen und Gegnerzusammensetzungen, die das übergreifende Motiv der herannahenden Dunkelheit verstärken. Händler im Dorf bieten frühe Upgrades, entlegenere Gebiete fordern Überlebensfähigkeiten gegen stärkere Gegner. Schwebende Inseln stellen Herausforderungen an die vertikale Navigation, die verfluchte Kathedrale dient als spätes Zentrum mit gesteigerter Spannung.
Gesammelte Dokumente liefern Kontext zur Welt, ohne den Spielfluss zu unterbrechen. Sie enthüllen Bruchstücke der Geschichte des Landes und das Schicksal früherer Abenteurer und regen so zum gründlichen Suchen an. Das Design legt Wert auf Atmosphäre und mechanisches Feedback statt auf ausführliche Erzählung.
Lohnt sich das Spiel?
Elderand spricht vor allem Spieler an, die bedachte 2D-Platformer mit kampforientierter Tiefe und nicht-linearer Erkundung schätzen. Rezensionen loben die präzise Steuerung, die faire Herausforderung und die abwechslungsreiche Waffenauswahl als durchgehende Stärken. Dank der RPG-Anpassungsmöglichkeiten eignet sich das Spiel für alle, die gerne mit Builds experimentieren - innerhalb einer einzigen Kampagne.
Die Aufnahme beschreibt Elderand als unterhaltsames Hack-and-Slash-Abenteuer, das Zugänglichkeit mit sinnvoller Schwierigkeit verbindet. Positiv hervorgehoben werden die handgefertigten Level und Kreaturen-Designs, die Ausdauer belohnen. Das Spiel richtet sich an Fans von Castlevania-ähnlichen Titeln oder von Souls-inspirierten Platformern, die Einzelspieler-Erfahrungen ohne Live-Service-Elemente oder ständige Updates bevorzugen. Es liegt als abgeschlossenes Paket vor, ohne dass zusätzliche Inhalte für das volle Erlebnis nötig sind.