Eradicator ist ein Action-Shooter aus dem Jahr 1996 für den PC, der First- und Third-Person-Perspektiven mit Rätsel-Elementen verbindet. Die Spieler betreten eine reaktivierte, vollautomatisierte Festung auf einem fremden Planeten, um feindliche Bedrohungen zu stoppen und wertvolle Ressourcen zu sichern. Das Spiel bietet eine Einzelspieler-Kampagne mit 25 Leveln sowie Netzwerk-Multiplayer für bis zu acht Teilnehmer.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Erkundung labyrinthartiger Sektoren, in denen Ziele durch Kombination aus Kampf und Umgebungsinteraktion erreicht werden müssen. Zur Auswahl stehen drei unterschiedliche Charaktere, deren jeweilige Bewegungs- und Kampfstile das Level-Erlebnis spürbar verändern. Über zwanzig Waffen bieten eine breite Palette an Möglichkeiten - von klassischen Schusswaffen bis hin zu Spezialgeräten wie der Spider-Bombe, die taktisch eingesetzt werden kann.
Der Wechsel zwischen First- und Third-Person-Perspektive erleichtert es, Bedrohungen aus verschiedenen Blickwinkeln zu erkennen und sich in engen Räumen besser zurechtzufinden. Bild-in-Bild-Anzeigen ermöglichen es, gleichzeitig verschiedene Bereiche, den Waffenstatus oder Feindpositionen im Blick zu behalten, ohne das Spiel zu unterbrechen. Gegner reichen von bodengebundenen Maschinen bis hin zu fliegenden Kreaturen und erfordern je nach Charakter und Ausrüstung unterschiedliche Vorgehensweisen.
Spielmodi
Im Einzelspielermodus gilt es, die 25 Level zu durchlaufen, indem spezifische Aufgaben erfüllt und integrierte Rätsel gelöst werden. Die Schwierigkeit steigt mit jedem Level, sowohl durch anspruchsvollere Gegnerplatzierungen als auch durch komplexere Umgebungsherausforderungen.
Der Multiplayer-Modus unterstützt Deathmatch-Partien über lokale Netzwerke oder Modems, bei denen die Teilnehmer mit denselben Charakter- und Waffenoptionen wie in der Kampagne direkt gegeneinander antreten. Mehrere dedizierte Maps stehen für diese Wettkämpfe bereit und legen den Fokus auf direkte Konfrontation statt auf Rätsel.
Charaktere und Fortschritt
Die drei spielbaren Charaktere erhöhen den Wiederspielwert, da sie unterschiedliche Startfähigkeiten und ein jeweils eigenes Handling von Waffen und Bewegung mitbringen. Kamchak verfügt über eine alienartige Physiologie, die aggressive Spielweisen begünstigt, während Dan Blaze und Eleena Brynstaarl menschliche bzw. Söldner-Perspektiven mit eigenen Bewegungsmerkmalen bieten. Wer alle Charaktere durchspielt, erlebt Variationen im Tempo und in der Taktik, ohne dass sich der grundsätzliche Aufbau der Festung ändert.
Die Vielfalt der Waffen lädt zum Experimentieren ein: Manche eignen sich besonders für offene Areale, andere für Nahkämpfe oder indirekte Angriffe. Über die Level verteilte Power-ups sorgen für temporäre Vorteile und ergänzen das Standardarsenal in schwierigen Abschnitten.
Lohnt sich das Spiel?
Eradicator bietet ein fokussiertes Retro-Action-Erlebnis, das auf dem PC Schießereien mit leichten Rätselmechaniken verbindet. Die Perspektivwechsel und das Bild-in-Bild-System sind bis heute charakteristische Merkmale, die sowohl sorgfältige Erkundung als auch reaktionsschnelles Kämpfen unterstützen. Das Spiel läuft über seine Neuveröffentlichungen auf modernen Windows-Systemen und ist ohne zusätzliche Einstellungen grundsätzlich spielbar.
Interessierte an Shootern der 1990er Jahre mit Charakterauswahl und Netzwerk-Multiplayer finden in der Kampagne wie auch in den Deathmatch-Runden durchgehend Abwechslung. Das Spiel richtet sich an Spieler, die sektorartige Levelgestaltung und die Möglichkeit schätzen, während des Spiels die Perspektive zu wechseln, statt reiner Run-and-Gun-Formate. Die Verfügbarkeit auf aktuellen Plattformen macht es für alle zugänglich, die diesen klassischen Spielstil suchen.