Field of Glory II: Medieval ist ein rundenbasiertes taktisches Strategiespiel, das mittelalterliche Kriegsführung in Nord- und Mitteleuropa zwischen 1040 und 1270 n. Chr. in den Mittelpunkt stellt. Spieler führen Armeen aus Rittern, Fußsoldaten, Bogenschützen und weiteren zeittypischen Truppen in detaillierten Schlachten, bei denen historische Formationen, Moral und Geländeeinflüsse entscheidend sind.
Gameplay
Im Kern geht es darum, Einheiten auf einem kachelbasierten Schlachtfeld zu befehligen, wobei Positionierung, Flankenangriffe und Zusammenhalt über den Ausgang entscheiden. Gepanzerte Ritter führen schwere Angriffe, während leichtere Truppen im unwegsamen Gelände Scharmützel führen oder Stellungen halten. Generäle, die Einheiten zugeteilt sind, steigern die Moral und beeinflussen die Kampfkraft. Schlachten reichen von kleineren Gefechten bis zu großen Auseinandersetzungen mit bis zu 80 Einheiten pro Seite.
Jede Einheit folgt eigenen taktischen Prinzipien der Epoche, mit Unterschieden in Rüstung, Bewaffnung und Beweglichkeit, die sich in Nahkämpfen oder unter Beschuss auswirken. Kampferfahrung verbessert die Leistung der Truppen, und benannte Anführer verleihen wiederholten Feldzügen Persönlichkeit. Die Oberfläche ermöglicht schnelle Zug- und Angriffsabwicklung und bietet zugleich detaillierte Tooltip-Informationen zu Kampffaktoren.
Spielmodi
Quick Battle erzeugt voreingestellte Begegnungen aus 65 historischen Gegnerpaarungen für kurze Partien. Custom Battle gibt volle Kontrolle über die Armeezusammenstellung innerhalb historischer Grenzen, Geländegenerierung und Szenarien wie Flankenmärsche, Nachhutgefechte oder Entsatz belagerter Festungen.
Im Kampagnenmodus werden Schlachten zu längeren Sequenzen verknüpft, in denen Siege erfahrene Einheiten und Elan-Werte mitnehmen. Vier historische Kampagnen decken zentrale Konflikte der Zeit ab, während der Sandbox-Modus beliebige Nationen und ihre Verbündeten gegeneinander antreten lässt und so umfangreiche Wiederholbarkeit ohne strategische Kartenbewegung bietet.
Armeen und historischer Inhalt
Neunundzwanzig Nationen und Fraktionen erhalten eigene Armeelisten, die Veränderungen im Zeitraum 1040-1270 abbilden und Kontingente historischer Verbündeter zulassen. Über 100 vollständig animierte 3D-Einheiten decken die visuelle und mechanische Vielfalt des Hochmittelalters ab - von schwer gepanzerten europäischen Rittern über Steppennomaden-Pferdebogenschützen bis zu baltischen Kreuzritterorden.
Historische Szenarien rekonstruieren bedeutende Schlachten auf großen Karten, während ein Zufallskartengenerator frisches Gelände für Custom- und Kampagnenschlachten liefert. Das System unterstützt alle dokumentierten Optionen, die echten Befehlshabern jeder Nation zu bestimmten Zeitpunkten zur Verfügung standen.
Mehrspieler und KI
Im Einzelspielermodus tritt der Spieler gegen eine KI an, die auf sechs Schwierigkeitsstufen taktisch fundierte Entscheidungen trifft. Der Mehrspielermodus nutzt ein Play-by-Email-System für asynchrone historische oder benutzerdefinierte Szenarien zwischen zwei Teilnehmern.
Mod-Unterstützung umfasst einen integrierten Karteneditor zur Erstellung zusätzlichen Inhalts. Die Gesamtkonzeption konzentriert strategische Entscheidungen auf Schlachtausgänge statt auf Logistik zwischen Kämpfen.
Lohnt sich das Spiel?
Spieler, die authentische rundenbasierte mittelalterliche Taktik suchen, finden hier starken Wert in der Tiefe der Armeepersonalisierung und der Präzision der Einheiteninteraktionen. Die Kampagnenstruktur belohnt kontinuierliches Spielen durch den Aufbau erfahrener Truppen, und die Vielfalt der Modi unterstützt sowohl kurze Sitzungen als auch längere Feldzüge.
Die Steam-Bewertungen liegen bei „Sehr positiv" auf Basis mehrerer Hundert Rezensionen, mit Lob für historische Genauigkeit und taktische Herausforderung. Das Spiel ist weiterhin erhältlich und wird auch Jahre nach Erscheinen gelegentlich in der Community diskutiert. Wer bewusste, simulationsorientierte Strategie ohne Echtzeitdruck schätzt, wird das Erlebnis wahrscheinlich genießen, während Spieler, die schnelleres oder weniger historisch gebundenes Gefecht bevorzugen, Tempo und Regelsystem als anspruchsvoller empfinden können.