Fortified ist ein Indie-Action-Strategiespiel für den PC, das Third-Person-Shooter, Echtzeit-Strategie und Tower Defense zu einem stimmigen Gesamterlebnis verbindet. Spieler verteidigen die Erde in einer alternativen 1950er-Jahre-Welt gegen eine Invasion marsianischer Roboter und setzen dabei zeitgemäße Waffen sowie experimentelle Geräte ein.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht der Aufbau befestigter Stellungen, während man gleichzeitig selbst in den Kampf eingreift. Zur Auswahl stehen vier Klassen mit eigenen Fähigkeiten und Ausrüstungen, die an klassische Pulp-Helden angelehnt sind: ein Jetpack-Pilot für hohe Mobilität, ein Shotgun-schwingender Space Cowboy, ein verdeckt operierender Regierungsagent sowie ein kampferprobter Marine-Captain. Die Wahl beeinflusst sowohl den Kampfstil als auch die Verteidigungsstrategie.
Ein zentrales Element ist der Basisbau. Durch geschickte Platzierung von Gebäuden entstehen überlappende Feuer- und Unterstützungszonen gegen anrückende Wellen. Gleichzeitig kann man jederzeit selbst ins Geschehen eingreifen, um Prioritätsziele auszuschalten oder Gruppen kleinerer Roboter zu zerschlagen. Zudem lassen sich verbündete Einheiten befehligen, sodass persönliches Handeln und taktische Koordination nahtlos ineinandergreifen. Das hybride Spielprinzip erfordert ständige Wechsel zwischen Bauen, Positionieren und Schießen.
Spielmodi
Fortified bietet sowohl Solo- als auch Gruppenspiel. Eine Kampagne führt durch die Invasion auf verschiedenen Stadtkarten. Im Koop-Modus können bis zu vier Spieler gleichzeitig Bauen, Kämpfen und Einheiten steuern. Erfolg hängt hier vor allem von Abstimmung und passenden Klassenkombinationen ab.
Der Invasion-Modus stellt Ausdauer auf die Probe: Die Wellen werden mit der Zeit stärker und erhalten zufällige Modifikatoren, die das Feindverhalten verändern oder zusätzliche Einschränkungen auferlegen. So gefordert sind langfristige Planung und Anpassungsfähigkeit gefragt.
Setting und Atmosphäre
Das visuelle und akustische Design orientiert sich am Retro-Science-Fiction-Stil der 1950er-Jahre-Comics und Pulp-Romane. Die Kulissen zeigen amerikanische Städte der damaligen Zeit unter Beschuss - mit entsprechender Architektur und Technik, die nun außerirdischen Bedrohungen gegenübersteht. Die Gegner reichen von riesigen mechanischen Konstruktionen bis hin zu Schwärmen kleinerer Einheiten. Kalte-Krieg-Waffen und Prototypen-Gadgets bilden ein Arsenal, das sowohl thematisch stimmig als auch im Kampf befriedigend ist.
Lohnt sich das Spiel?
Fortified richtet sich an Spieler, die direkte Action mit defensiver Planung in einem Koop-Setting verbinden möchten. Die Vierer-Runden belohnen abgestimmtes Teamwork, während die Solo-Kampagne auch allein ein rundes Erlebnis bietet. Der Invasion-Modus sorgt für zusätzliche Herausforderung bei längeren Sessions.
Das Feedback der Spielerschaft fällt überwiegend positiv aus. Gelobt wird vor allem die gelungene Genre-Mischung, auch wenn sich die Wellen-Designs mit der Zeit wiederholen können. Das Spiel liegt als abgeschlossenes Produkt vor, ohne laufende Saisoninhalte oder größere Updates. Wer Hybrid-Strategie-Shooter aus der Mitte der 2010er-Jahre schätzt, wird hier auch heute noch für kurze Kampagnen oder gelegentliche Koop-Abende fündig.