Headlander ist ein Singleplayer-Action-Adventure im Side-Scroll-Stil von Double Fine Productions. Die Spieler übernehmen die Rolle des letzten verbliebenen Menschen, der nur noch als abgetrennter Kopf existiert und sich in einer retro-futuristischen Welt bewegt, in der die Menschheit ihr Bewusstsein in Roboter-Körper hochgeladen hat, die von einem defekten Computersystem kontrolliert werden.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Kombination aus Erkundung und Körperübernahme. Mit einem speziellen Helm kann der Kopf in kompatible Roboterkörper eindringen und diese übernehmen. Jeder neue Wirt bringt eigene Bewegungsarten, Waffen und Werkzeuge mit, die bisher verschlossene Bereiche zugänglich machen. Präzise Sprünge und geschicktes Schwungmanagement prägen die Plattformpassagen, während Kämpfe darauf ausgelegt sind, während des Gefechts den Wirt zu wechseln, um Schwächen der Gegner oder Umgebungsgefahren auszunutzen. Rätsel lösen sich oft, indem man die besondere Fähigkeit eines Wirts nutzt, etwa Schwerlasten heben oder aus der Ferne angreifen, um durch automatisierte Anlagen und verlassene Bauten voranzukommen. Vieles beruht auf Ausprobieren, bis man erkennt, welcher Körper für welche Herausforderung geeignet ist.
Der Fortschritt folgt einer Metroidvania-Struktur. Neue Fähigkeiten erweitern die Karte schrittweise und laden dazu ein, frühere, verschlossene Abschnitte erneut aufzusuchen. Kämpfe sind eher Nebenaspekt, die Begegnungen sind auf schnelle Wirtwechsel ausgelegt, nicht auf lange Auseinandersetzungen. Die Welt besteht aus mehrschichtigen Umgebungen mit Sicherheitssystemen, Wartungsdrohnen und defekten Maschinen, die auf die Anwesenheit des Spielers reagieren.
Spielmodi
Headlander bietet eine einzige durchgehende Kampagne. Die Spieler durchqueren verbundene Regionen, indem sie neue Wirte und Fähigkeiten erwerben und dabei die Hintergrundgeschichte der Hauptfigur und der automatisierten Gesellschaft entdecken. Es gibt keine separaten Mehrspieler-Modi, Wettkampfarena oder Koop-Optionen. Das Spiel konzentriert sich ausschließlich auf Solo-Erkundung und narrative Entdeckung entlang der Hauptsequenz der Gebiete.
Setting und Atmosphäre
Visuell und thematisch orientiert sich das Spiel an der Science-Fiction der 1970er-Jahre und zeigt eine einst utopische Gesellschaft, die inzwischen von starrer Automatisierung beherrscht wird. Die Umgebungen reichen von sterilen Korridoren und Kontrollräumen bis hin zu überwucherten oder verfallenen Bereichen, in denen die robotischen Bewohner veraltete Protokolle befolgen. Der Humor entsteht aus dem Kontrast zwischen dem fröhlichen Retro-Design und der zugrunde liegenden dystopischen Realität, unterstrichen durch Dialoge und Umgebungsdetails, die die Absurdität der Situation betonen.
Lohnt es sich?
Headlander erhält durchweg positive Rückmeldungen von Spielern, die skurrile Singleplayer-Abenteuer mit starken Erkundungselementen schätzen. Die Steam-Bewertungen liegen bei „Sehr positiv" mit 90 Prozent Zustimmung aus über 600 Bewertungen. Das Spiel richtet sich an Fans von Metroidvania-typischem Fortschritt, Puzzle-Plattforming und eigenständiger Art-Richtung, weniger an Spieler, die intensives Action oder Mehrspieler-Features suchen. Es ist als abgeschlossenes Paket ohne laufende Saisoninhalte oder Pflicht-Updates erhältlich und eignet sich daher für Anhänger früherer Double-Fine-Titel. Wer schnelle Kämpfe oder kompetitives Spiel sucht, wird das bedächtige Tempo und den Fokus auf Wirtwechsel weniger ansprechend finden.