Hellboy Web of Wyrd ist ein Third-Person-Beat-'em-up-Roguelike, in dem Spieler den ikonischen Dämonendetektiv durch prozedural generierte Abenteuer steuern. Das Spiel übernimmt Mike Mignolas unverkennbaren Comic-Stil und schickt Hellboy durch das okkulte Portal des Butterfly House in die bizarre Dimension des Wyrd. Jeder Durchlauf führt durch weitläufige, von Albtraumwesen und Homunculi bevölkerte Gebiete und erzählt eine eigenständige Geschichte rund um einen verschwundenen BPRD-Agenten.
Gameplay
Im Zentrum steht ein Kampfsystem, das leichte und schwere Nahangriffe mit Fernattacken kombiniert, um Combos gegen Gegner aufzubauen, die von einem regenerierenden Toughness-Puffer geschützt werden. Spieler müssen Angriffsmuster erkennen, ausweichen und parieren, bevor sie mit dem Payback-Schlag schwere Flächenschäden anrichten können. Die Roguelike-Struktur bietet kurze, prozedural generierte Level, die zu wiederholten Versuchen mit stets neuen Layouts einladen. Das Butterfly House fungiert als zentrale Basis zwischen den Ausflügen in den Wyrd, wo Ausrüstung und Fähigkeiten für den nächsten Vorstoß vorbereitet werden. Die Sprachausgabe stammt unter anderem von Lance Reddick, der Hellboy seine unverwechselbar raue Stimme leiht.
Spielmodi
Im Mittelpunkt steht der Singleplayer-Modus mit Roguelike-Durchläufen, die vom Butterfly-House-Hub aus in prozedural generierte Abschnitte des Wyrd führen. Diese Runs verbinden Erkundung offener Areale mit Kampfbegegnungen, die Mustererkennung und präzise Combos belohnen. Es gibt keine separaten Mehrspieler-Optionen - der Fokus liegt ausschließlich auf dem Solo-Fortschritt durch die Bedrohungen der Dimension und die übergreifende Erzählung.
Handlung und Setting
Eine eigenständige Geschichte entfaltet sich über mehrere Durchläufe und knüpft an die Geschichte des Butterfly House an, das 1962 vom Okkultisten Pasquale Deneveaux errichtet wurde. Die nichteuklidische Architektur des Gebäudes dient als Tor zum Wyrd, einer Welt schrecklicher und faszinierender Wesen, die Hellboy erkunden muss, um das zentrale Rätsel zu lösen. Jeder Ausflug steht für sich, trägt aber zum größeren Bogen um die BPRD-Operationen und den finsteren Zweck des Hauses bei.
Grafik und Präsentation
Die Art Direction bleibt Mignolas markantem Comic-Look treu: kräftige Linien, tiefe Schatten und eine gedämpfte Farbpalette prägen jede Umgebung und jedes Charaktermodell. Prozedurale Generierung sorgt für abwechslungsreiche Layouts des Wyrd, während die unheimliche, kantige Architektur des Butterfly House als wiederkehrendes visuelles Motiv erhalten bleibt.
Lohnt sich das Spiel?
Die Spielerresonanz fällt überwiegend positiv aus. Viele loben den authentischen visuellen Stil, die überzeugenden Stimmen und das direkte Kampfsystem, das Fans klassischer Beat-'em-ups anspricht. Kritiker bemängeln teils die Kürze der Runs, gelegentliche Wiederholungen bei Gegnerbegegnungen und eine im Vergleich zu typischen Roguelites niedrigere Schwierigkeit. Das Spiel richtet sich an alle, die Singleplayer-Action mit Combo-basierten Kämpfen und Erkundung in einem unverwechselbaren Art-Style suchen - besonders an Fans von Hellboys Welt aus den Comics. Es liegt als vollständige Version vor, ohne bestätigte große Erweiterungen oder Seasons über die initialen Patches hinaus. Wer anspruchsvolle Roguelike-Tiefe sucht, könnte die Begegnungen als zu verzeihend empfinden, während Spieler, die Wert auf Atmosphäre und comicgetreue Präsentation legen, den Kernloop über mehrere Durchläufe hinweg als befriedigend erleben dürften.