Hob ist ein Singleplayer-Action-Adventure von Runic Games für den PC. Spieler steuern eine einsame Gestalt mit mechanischem Handschuharm, die auf einem zerklüfteten Planeten erwacht - einer Welt voller Ruinen, fremdartiger Kreaturen und sich ständig wandelnder Landschaften. Die Geschichte wird ausschließlich über visuelle Eindrücke und Veränderungen in der Umgebung erzählt, ohne Text oder Dialoge.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht eine offene, miteinander verbundene Welt, die mit dem Handschuharm erkundet und beeinflusst wird. Spieler schwingen über Abgründe, schlagen Hindernisse beiseite und aktivieren Warp-Punkte, um neue Bereiche zu erreichen. Präzises Springen und Klettern sind ebenso gefragt wie das Umgestalten der Umgebung, um Wege freizulegen. Jede Veränderung bleibt dauerhaft bestehen und öffnet neue Routen sowie zusätzliche Herausforderungen.
Gegen feindliche Kreaturen, die die Bewohner des Planeten bedrohen, kommt es zu Kämpfen. Dabei stehen einfache Schwertangriffe, ein Ausweichroll und Fähigkeiten des Handschuharms zur Verfügung. Die Kämpfe sind jedoch eher untergeordnet; Navigation und Rätsel stehen im Vordergrund und erfordern gutes Positionieren und Timing. Wer neugierig ist, wird mit optionalen Ruinen und kleinen, hilfsbereiten Wesen belohnt, die sich anfreunden lassen.
Spielmodi
Hob bietet eine durchgehende Kampagne ohne separate Modi oder Mehrspieler-Optionen. Die gesamte Erfahrung ist eine zusammenhängende Reise, bei der es darum geht, die Geheimnisse des Planeten zu lüften und durch Rätsel und Reparaturen das Gleichgewicht wiederherzustellen. Es gibt weder kompetitive noch kooperative oder Survival-Varianten - der Fokus liegt allein auf der einsamen Erkundung und der schrittweisen Veränderung der Welt.
Welt und Handlung
Der Schauplatz ist ein lebendiger, zugleich aber auch rauer Planet im Niedergang, auf dem Maschinen und organisches Leben miteinander verschmelzen. Mit jedem gelösten Rätsel und jeder reparierten Struktur verändert sich das Gelände sichtbar, neue Zonen werden zugänglich und das Verhalten der Kreaturen passt sich an. Ohne Worte wird die Geschichte allein durch die Umgebung und die Animationen der Wesen erzählt - eine Welt, die unaufhaltsam dem Chaos entgegenzusteuern scheint.
Der Fortschritt ist bewusst gestaltet: Jeder reparierte Abschnitt erweitert das erkundbare Gebiet und eröffnet neue Fortbewegungsmöglichkeiten. Der mechanische Handschuharm ist dabei das zentrale Werkzeug für Bewegung und Problemlösung und lädt dazu ein, seine Funktionen in unterschiedlichen Situationen auszuprobieren.
Lohnt sich das Spiel?
Hob richtet sich an Spieler, die methodische Erkundung und puzzlelastige Abenteuer auf dem PC schätzen. Besonders überzeugend sind das befriedigende Gefühl, die Welt selbst zu formen, und die stimmungsvolle Präsentation, die aufmerksames Beobachten belohnt. Die Kämpfe unterstützen das Erlebnis, ohne es zu dominieren - passend zum Schwerpunkt auf Entdeckung statt actionlastigem Gameplay.
Die Kritiken fallen insgesamt positiv aus. Viele loben das einfallsreiche Weltdesign und die durchgehend hohe Motivation. Auf Steam erreicht das Spiel eine positive Bewertung von 88 Prozent aus Tausenden Nutzerrezensionen. Auf Metacritic liegt die Wertung der PC-Version bei 76 - ein solides Ergebnis, das vor allem für die Atmosphäre und die Rätselmechanik steht, während gelegentliche Kamera-Probleme und eine eher leichte Kampftiefe kritisiert werden. Es gibt keine größeren Updates oder zusätzlichen Inhalte nach dem Release, sodass Hob als in sich geschlossenes Erlebnis für eine fokussierte Singleplayer-Kampagne bleibt.
Wer Plattform-Präzision mit Umgebungs-Rätseln und leichten Kämpfen verbinden möchte, findet hier eine stimmige Erfahrung. Da es weder Mehrspieler noch weitere Modi gibt, entfaltet sich der volle Wert in einem einzigen, ununterbrochenen Durchlauf.