Hydrophobia: Prophecy ist ein Singleplayer-Action-Adventure für den PC, in dem die Spieler die Systemingenieurin Kate steuern. Sie bewegt sich durch die Queen of the World, eine riesige schwimmende Stadt, die von Terroristen übernommen wurde. Das Spiel verbindet Third-Person-Exploration mit Kämpfen und Rätseln, die auf der Manipulation von Wasser in einer überfluteten Umgebung basieren. Die Handlung spielt 2051 vor dem Hintergrund globaler Ressourcenkonflikte und folgt Kate, die sowohl äußeren Bedrohungen als auch ihrer eigenen Vergangenheit gegenübersteht, während sie die Motive der Malthusianer aufdeckt.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Fortbewegung durch teilweise überflutete Schiffssektionen, deren Wasserspiegel sich dynamisch verändern und jede Interaktion beeinflussen. Mit hydrokinetischen Fähigkeiten lassen sich Strömungen umlenken, Barrieren errichten oder Kettenreaktionen auslösen - etwa durch das Entzünden treibender Ölschichten oder das Leiten von Elektrizität durch Wasser. Im Kampf geht es darum, sich hinter schwimmendem Wrackgut in Deckung zu bringen und Standardwaffen mit Umweltgefahren zu kombinieren, um Gegner auszuschalten. Plattform-Passagen erfordern präzise Sprünge über Rohre, Vorsprünge und bewegliche Konstruktionen, die oft mit Rätseln verknüpft sind, bei denen Wasser kreativ genutzt werden muss, um Wege freizulegen oder Hindernisse zu beseitigen. Das System belohnt Experimentierfreude, da Wasser sowohl als Werkzeug als auch als Gefahr fungiert und in jeder Begegnung Deckungspositionen sowie Feindbewegungen verändert.
Spielmodi
Das Spiel besteht aus einer durchgehenden Kampagne, die durch die verschiedenen Decks und Einrichtungen des Schiffs führt. Dabei sammeln Spieler über 200 verstreute Objekte und erfüllen Ziele der Hauptgeschichte. Nach bestimmten Fortschritten in der Kampagne wird ein separater Challenge Room freigeschaltet, der gezielte Prüfungen für Kampf- und Rätselfähigkeiten in isolierten Szenarien bietet. Weitere Modi wie Multiplayer oder Wettbewerbsspiel gibt es nicht.
Setting und Handlung
In der Welt von 2051 ist der Planet überflutet; einzig die Queen of the World dient als autarke Zuflucht für Wohlhabende. Fünf Gründungskonzerne, darunter NanoCell, betreiben dort hochentwickelte Forschung und sehen sich Neo-Malthusianern gegenüber, die einer Prophezeiung zur radikalen Bevölkerungsreduktion folgen. Kates Position als Systemingenieurin verschafft ihr besonderen Zugang zur Schiffsinfrastruktur, sodass sie Wasser als Waffe gegen die Angreifer einsetzen kann. Die Geschichte entfaltet sich durch Umgebungs-Erzählung und direkte Konfrontationen und gipfelt in einem Endkampf, der die vollständige Beherrschung der Tempest-Fähigkeit erfordert.
Lohnt sich das Spiel?
Hydrophobia: Prophecy spricht Spieler an, die Action-Adventures mit starkem Fokus auf Umweltinteraktion statt klassischer Shooter-Mechaniken suchen. Die Wassersimulation bleibt ein herausragendes technisches Merkmal, das Kampf und Rätsel direkt beeinflusst. Die Kampagne bietet eine fokussierte, lineare Geschichte mit Sammelobjekten und Erfolgsunterstützung, auch wenn sich manche Kampfabschnitte wiederholen. Das Spiel erhält keine weiteren Updates oder saisonalen Inhalte, da es sich um eine abgeschlossene Veröffentlichung aus dem Jahr 2011 von einem inzwischen geschlossenen Studio handelt. Wer Wert auf einzigartiges physikbasiertes Gameplay und atmosphärische Schiffs-Erkundung legt, findet hier das meiste Potenzial; Spieler, die auf Spielmodi-Vielfalt oder aktuelle Unterstützung setzen, sollten andere Titel in Betracht ziehen.