Diese Indie-RPG mit dem Titel „I Stole My Boss' Boy Toy" versetzt Spieler in die Rolle einer entschlossenen Kunststudentin, die nach einem Betrug durch eine zwielichtige Agentur in ein Netz aus Täuschung, Schutz und gezielter Rache gerät. Im Mittelpunkt steht das Verstecken und Absichern einer zentralen Person, während ein größeres Komplott aufgedeckt wird. Jede Entscheidung beeinflusst den Verlauf der Geschichte in einem Singleplayer-Erlebnis, das auf erzählerischen Wahlmöglichkeiten und leichten interaktiven Elementen basiert.
Gameplay
Das Spiel gliedert sich in Episoden, die sich über mehrere Tage erstrecken. Nach jeder Episode erfolgt eine automatische Speicherung, sodass ein manuelles Speichern entfällt und der Fortschritt nahtlos fortgesetzt werden kann. Abgeschlossene Episoden lassen sich jederzeit erneut aufrufen, um alternative Entscheidungen auszuprobieren, ohne das Spiel von vorn beginnen zu müssen.
Die Anpassungsmöglichkeiten konzentrieren sich auf die Protagonistin: Ihr Name kann jederzeit geändert werden, während ihr Aussehen bewusst nicht festgelegt ist. Dadurch bleibt der Fokus auf den Entscheidungen der Spieler. Zwischendurch lockern Minispiele den Lesefluss und die Wahlphasen auf und sorgen für Abwechslung.
Die Geschichte behandelt Themen wie Trauma, Macht und Erlösung aus einer positiven Perspektive, die sich um Verbrechensbekämpfung und Hilfe für Bedürftige dreht. Je nach Entscheidungen können sich moralisch komplexe Handlungsstränge ergeben.
Spielmodi
Das Spiel bietet eine lineare, aber verzweigte Erzählung ohne separate Wettbewerbs- oder Koop-Modi. Der Fortschritt erfolgt über aufeinanderfolgende Episoden, in denen Spieler an bestimmten Stellen Entscheidungen treffen. Diese bestimmen den weiteren Verlauf und führen zu einem von vier möglichen Enden: zwei schlechten, einem normalen und einem guten Ende.
Der Wiederspielwert ergibt sich aus der Möglichkeit, zwischen Episoden zu wechseln und alternative Entscheidungen zu testen. Nach Abschluss der Hauptgeschichte wird eine humorvolle Nebenhandlung freigeschaltet, die in einem leichteren Ton zusätzlichen Inhalt bietet.
Handlung und Themen
Die Handlung folgt einer Kunststudentin, die dringend Geld für ihr Studium benötigt und dabei in die Machenschaften einer zwielichtigen Agentur gerät. Fortan geht es darum, eine bestimmte Person zu schützen, Rache zu planen und Missstände aufzudecken. Alle Figuren sind erwachsen, und sensible Themen wie versuchte Übergriffe werden ausschließlich textbasiert und ohne grafische Darstellungen behandelt.
Die gesamte Geschichte ist fiktiv und hat keine Verbindung zu realen Personen oder Organisationen. Das Spiel regt dazu an, über Machtverhältnisse und persönliche Erlösung im Rahmen einer kriminalistischen Handlung nachzudenken.
Lohnt sich das Spiel?
Eine Playtest-Version mit den ersten drei Tagen ist bereits verfügbar. Die vollständige Version soll auf zwölf Tage erweitert werden. Das Format eignet sich besonders für Fans von entscheidungsbasierten Narrative-RPGs, bei denen Entscheidungen über mehrere Enden hinweg Konsequenzen haben und zum erneuten Spielen einladen.
Automatische Speicherung, Episodenwechsel und integrierte Minispiele sorgen für eine zugängliche Struktur. Wer sich für Themen wie Verbrechensbekämpfung, Selbstbestimmung und Erlösung interessiert, findet hier ein passendes Spiel - vor allem, wenn kürzere, episodische Sitzungen bevorzugt werden.
Spieler, die sensible Themen wie Trauma oder Missbrauch meiden möchten, sollten vorab die Inhaltswarnungen prüfen. Diese Elemente werden rein erzählerisch und ohne grafische Darstellungen behandelt. Der Schwerpunkt liegt auf der Kontrolle über den Namen der Protagonistin und den Verlauf der Geschichte - ideal für Fans von Indie-RPGs, die sich auf die Folgen von Entscheidungen konzentrieren.