Immortal Realms: Vampire Wars ist ein rundenbasiertes Strategiespiel mit Rollenspiel-Elementen, in dem Spieler die Führung über rivalisierende Vampir-Blutlinien in einer düsteren Welt übernehmen. Es verbindet Reichsverwaltung auf der strategischen Karte mit taktischen Schlachten, die auf Kartensystemen basieren, und richtet sich an Spieler, die planvolles Vorgehen und Ressourcenmanagement schätzen.
Gameplay
Das Spiel wechselt zwischen dem Königreichsmodus, in dem Territorien erweitert, Einheiten rekrutiert und Technologien erforscht werden, und dem Kampfmodus, in dem Armeen auf detaillierten Schlachtfeldern aufeinandertreffen. Jeder Clan und Herrscher verfügt über eigene Kartendecks, deren Synergien und Timing entscheidend sind. Einheiten besitzen blutlinientypische Eigenschaften, und ihre Fähigkeiten entwickeln sich im Verlauf von Missionen oder Sandbox-Spielen weiter. Im Mittelpunkt stehen Positionierung, Kombination von Fertigkeiten und langfristige Planung statt direkter Steuerung einzelner Einheiten.
Vier Vampirfürsten führen durch zwölf Missionen in vier verschiedenen Regionen. Jeder verfolgt eigene Ziele, die Einheitenverfügbarkeit und Entscheidungsmöglichkeiten beeinflussen. Die drei spielbaren Clans bieten unterschiedliche Spielweisen: Dracul setzen auf schnelle Expansion und Bluthernte, Nosfernus auf langlebige Einheiten und Zermürbungstaktiken, während Moroia magische Rituale und Blut-Magie nutzen, um das Schlachtfeld zu verändern.
Spielmodi
Drei Hauptmodi bestimmen den Spielverlauf. Die Kampagne erzählt die Geschichte in zwölf aufeinanderfolgenden Missionen und führt schrittweise in die Blutlinien und Konflikte ein. Im Sandbox-Modus entfallen vorgegebene Ziele, sodass sich Spieler frei auf den verfügbaren Karten entfalten können. Gefechtsmodus ermöglicht direkte oder angepasste Partien, bei denen taktische Kombinationen ohne Kampagnenfortschritt erprobt werden.
Alle Modi nutzen dieselben Systeme für Rekrutierung, Technologie und Kartenverwaltung, sodass sich erlernte Fähigkeiten direkt übertragen lassen. Der Fokus liegt auf strategischer Tiefe statt auf ständig neuen Inhalten.
Die Vampirclans und Fürsten
Jeder Clan verfügt über eigene Einheiten und Karten, die den Kampfverlauf beeinflussen. Dracul-Spieler profitieren von schnellem Vormarsch und Fütterungsmechanismen, die Einheiten während des Gefechts stärken. Nosfernus setzen auf defensive Formationen und anhaltende Bedrohungen, die übermäßige Vorstöße bestrafen. Moroia nutzen Ritualkarten, um das Gelände zu verändern oder Status-Effekte zu erzeugen, und belohnen damit vorausschauendes Planen. Die vier Fürsten ergänzen ihre Clans mit erzählerischen Nuancen und leichten mechanischen Anpassungen, etwa durch einzigartige Startkarten oder Affinitätsboni.
Fortschritt wird durch Investitionen im Königreichsmodus erzielt, die höherstufige Karten und Einheiten freischalten und in den Kampf übertragen. Dadurch entsteht ein Zusammenspiel, bei dem strategische Entscheidungen auf der Karte die taktischen Optionen im Gefecht direkt beeinflussen.
Lohnt sich das Spiel?
Die Bewertungen auf großen Plattformen fallen gemischt aus, mit etwa 61 Prozent positiven Rezensionen aus mehreren hundert Einträgen. Das Spiel spricht Spieler an, die methodische Strategie mit Kartensynergien und mehrschichtigem Management schätzen. Der Einzelspielerfokus und die abgeschlossene Kampagne machen es für Solo-Sessions geeignet, ohne auf fortlaufende Updates angewiesen zu sein.
Wer schnelle Action oder regelmäßige Neuerungen sucht, könnte die Veröffentlichung von 2020 in Präsentation und Umfang als veraltet empfinden. Für Strategiefans, die an Vampir-Themen und der Kombination aus Reichsverwaltung und kartenunterstütztem Kampf interessiert sind, bietet das Spiel ein stimmiges Erlebnis, das durch wiederholtes Optimieren der Clan-Strategien in den verschiedenen Modi belohnt.