John, The Zombie ist ein Action-, Indie- und Simulationsspiel für den PC, in dem man den frisch verwandelten Untoten John durch die Stadt Johnwood steuert. Das Spiel dreht sich um eine absichtlich absurde Welt mit skurrilen Einwohnern, ungewöhnlicher Physik und der Möglichkeit, Gehirne zu verzehren - eine satirische Perspektive auf das Zombie-Dasein.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Erkunden von Johnwood zu Fuß oder mit Fahrzeugen, während man die Einwohner jagt und ihre Gehirne verspeist. Je nach Gehirn erhält man unterschiedliche Nährstoffe wie Proteine, Eisen und Kalzium, die sich auf den Spielfortschritt und den Erwerb neuer Fähigkeiten auswirken. In der Welt gibt es Baumärkte mit gefrorenen Gehirnen sowie Bürger, die sich völlig unvorhersehbar verhalten - etwa wenn sie ohne erkennbaren Grund von Autos erfasst werden.
Bei der Erkundung stößt man auf Pferde, die scheinbar aus einer anderen Dimension stammen und sich nicht an die üblichen physikalischen Regeln halten. Spieler können Ereignisse auslösen, die in eine vollständige Zombie-Apokalypse münden und das Stadtleben grundlegend verändern. Parallel dazu lässt sich eine absurde Heilungssuche verfolgen, die John quer durch die gesamte Spielwelt führt. Die Simulation setzt bewusst auf humorvolle Glitches und inkonsistente Mechaniken, die als gewollte Merkmale präsentiert werden.
Spielmodi
Das Spiel ist ausschließlich im Einzelspieler-Modus verfügbar und bietet weder kompetitive noch kooperative Optionen. Der Fortschritt ergibt sich aus dem offenen Erkunden von Johnwood, wobei das Sammeln von Gehirnen, Interaktionen mit den Einwohnern und optionale Handlungsstränge wie die Apokalypse oder die Heilungssuche im Vordergrund stehen. Für zusätzliche Struktur sorgen zwanzig Steam-Erfolge, die an bestimmte Aktionen wie den Verzehr spezieller Gehirne oder das Abschließen chaotischer Sequenzen geknüpft sind.
Das Gameplay dreht sich darum, unterschiedliche Herangehensweisen an dieselbe Sandbox-Umgebung auszuprobieren - sei es durch effiziente Routen zum Gehirnesammeln oder durch Experimente mit den physikbrechenden Elementen. Ohne feste Level oder Matchmaking liegt der Fokus ganz auf der persönlichen Erkundung der festen Spielwelt.
Wichtige Mechaniken und Features
Das Verzehren von Gehirnen bildet die zentrale Mechanik und beeinflusst sowohl die Erzählung als auch die Fähigkeiten des Charakters. Die Simulation verweist ständig auf die vermeintlichen Ernährungsvorteile für Untote - stets mit einem Augenzwinkern. Fahrzeuge und das Reiten von Pferden sorgen für Abwechslung bei der Fortbewegung, wobei die Pferde häufig völlig unabhängig von den üblichen Spielphysik-Regeln agieren.
Fehlerähnliche Verhaltensweisen werden durchgehend hervorgehoben - von schwebenden Objekten bis hin zu unberechenbarer KI der Einwohner. Der Entwickler weist darauf hin, dass laufende Korrekturen manchmal den beabsichtigten humorvollen Effekt mindern. Das Design verzichtet bewusst auf realistische Zombie-Klischees und setzt stattdessen auf übertriebene, technisch einfache Interaktionen, die Neugier statt Präzision belohnen.
Lohnt sich das Spiel?
John, The Zombie spricht vor allem Spieler an, die kurze, humorvolle Indie-Simulationen mit absichtlichem „Jank" und satirischen Themen schätzen. Die gemischte Resonanz - 57 Prozent positive Bewertungen aus 178 Nutzerstimmen - spiegelt die Wertschätzung für das ungewöhnliche Konzept wider, aber auch Kritik an der begrenzten Tiefe und technischen Eigenheiten. Zum günstigen Preis bietet das Spiel ein kompaktes Erlebnis rund um hirnfressendes Chaos und absurde Erkundung, statt polierte Systeme oder langfristigen Fortschritt.
Wer ein klassisches Zombie-Actionspiel oder eine realistische Simulation sucht, wird das absichtliche Absurde und den Verzicht auf traditionelle Strukturen wahrscheinlich nicht ansprechend finden. Fans experimenteller Indie-Titel, die Bugs und skurrile Physik als zentrale Attraktion nutzen, können in den kurzen Sitzungen und den erfolgsbasierten Wiederholungsmöglichkeiten einen gewissen Reiz entdecken. Das Spiel ist weiterhin für den PC erhältlich, ohne laufende saisonale Inhalte oder größere Updates seit der Veröffentlichung 2017 - und bewahrt so seinen ursprünglichen skurrilen Charakter.