King Arthur - The Role-playing Wargame vereint Strategie und Rollenspiel-Elemente in einem Einzelspieler-Erlebnis, das in einer fantasievollen Version des arthurischen Britannien angesiedelt ist. Die Spieler übernehmen die Kontrolle über Arthur, der das Reich durch Eroberungen, Heldenmanagement und moralische Entscheidungen vereinen will, die sowohl die verfügbaren Truppen als auch die Handlungsverzweigungen beeinflussen.
Gameplay
Das Spiel wechselt zwischen einer rundenbasierten Kampagnenkarte und Echtzeit-Schlachten. Auf der Karte bewegen sich Helden über eine dreidimensionale topografische Darstellung Britanniens. Jede Runde entspricht einer Jahreszeit, die Bewegungsmöglichkeiten, Ressourcengewinnung und die visuelle Gestaltung verändert, während Armeen im Winter Erfahrung sammeln. Provinzen liefern Nahrung und Gold, und die Spieler erweitern ihren Einfluss, indem sie Siedlungen erobern. Helden sammeln Erfahrungspunkte, um Fertigkeiten, Zauber und Fähigkeiten aus einem Talentbaum freizuschalten. Sie können außerdem magische Gegenstände ausrüsten, Provinzen als Lehnsherren verwalten oder durch arrangierte Ehen die Loyalität steigern.
Entscheidungen während der Kampagne verschieben Arthurs Position auf einem Moralitätsdiagramm, das sich sowohl zwischen Christentum und dem Alten Glauben als auch zwischen rechtmäßiger und rücksichtsloser Herrschaft bewegt. Diese Ausrichtungen schalten unterschiedliche Einheiten, Verbündete und Entwicklungen frei. Abenteuer erscheinen regelmäßig als kurze narrative Sequenzen auf der Karte, in denen ein ausgewählter Ritter Entscheidungen trifft, die zu Belohnungen, neuen Ereignissen oder speziellen Schlachtfeldern führen können. Die Kämpfe finden in Echtzeit auf großen Feldern mit Tausenden von Soldaten statt. Der Kampf dreht sich um Einheitentypen, Heldenfähigkeiten, Monster und Zauber, wobei taktisches Geschick bei Positionierung und Timing von Spezialaktionen gefragt ist.
Spielmodi
Der Hauptmodus ist die handlungsgetriebene Kampagne, die in Kapitel unterteilt ist. Jedes Kapitel stellt Ziele, die eine übergreifende Geschichte vorantreiben, mit mehreren möglichen Ereignissen und Enden, die von früheren Entscheidungen beeinflusst werden. Mehrspieler-Gefechte ermöglichen es zwei Spielern, eigene Armeen zusammenzustellen und eigenständige Schlachten ohne Kampagnenstruktur auszutragen. Weitere dauerhafte Modi oder saisonale Inhalte gibt es in der aktuellen Version nicht.
Helden und Fortschritt
Helden wie Sir Lancelot, Sir Galahad und Merlin führen Armeen an und werden mit der Zeit stärker. Fortschritt ergibt sich durch in Schlachten und Abenteuern gesammelte Erfahrung, die neue Fähigkeiten und Zauber freischaltet. Loyalitätsmechanismen erfordern eine sorgfältige Betreuung dieser Charaktere, da höhere Loyalität ihre Leistung als Truppenführer oder Provinzverwalter verbessert. Das Moralitätssystem passt zudem Helden- und Einheitenoptionen an die getroffenen Entscheidungen an.
Lohnt sich das Spiel?
Die Spielerresonanz ist gemischt: 67 Prozent der Bewertungen auf den großen Vertriebsplattformen fallen positiv aus. Gelobt werden vor allem die Verknüpfung narrativer Quests, die Heldenentwicklung und der fantasievolle Echtzeit-Kampf, der auf passende Einheitenkombinationen und den gezielten Einsatz von Zaubern setzt. Die Kampagne bietet durch unterschiedliche Moralitätswege und verzweigte Ausgänge hohen Wiederspielwert. Wer rundenbasierte Strategie mit Rollenspiel-Fortschritt und taktischen Echtzeit-Schlachten schätzt, wird hier am meisten Freude haben. Das Spiel erhält keine weiteren Updates oder saisonalen Inhalte, daher sollte man sich auf den Stand von 2009 einstellen. Es eignet sich für Spieler, die eine in sich abgeschlossene arthurische Strategieerfahrung ohne Live-Service-Elemente suchen.