Knight Crawlers ist ein physikbasiertes Action-RPG-Dungeon-Crawler für den PC, in dem man als Crawler durch gefährliche Welten voller Gegnerhorden zieht. Das Gameplay dreht sich darum, Portale zu betreten, Kämpfe auszutragen, Beute einzusammeln und durch Skill-Karten, Waffen und Anpassungen jede Runde neu zu gestalten. Dank des Rag-Doll-Systems reagieren Gegner und Objekte auf Angriffe oft unvorhersehbar und mitunter komisch.
Gameplay
Die Steuerung erfolgt aus einer isometrischen Vogelperspektive. Nah- und Fernkampf lassen sich frei kombinieren, wobei das Physiksystem dafür sorgt, dass Treffer Gegner durch die Gegend schleudern oder Kettenreaktionen mit explosiven Umgebungselementen auslösen können. Ausweichen, Projektile abwehren und die richtige Positionierung sind entscheidend, um die unterschiedlich agierenden Gegnerwellen zu überstehen.
Fortschritt ergibt sich durch das Sammeln von Ressourcen, mit denen bessere Ausrüstung hergestellt und neue Fähigkeiten freigeschaltet werden. Zur Wahl stehen schwere Hämmer und Flegel für den Nahkampf ebenso wie Zauberstäbe, Stäbe und Bögen für den Fernkampf. Jede Waffe verändert Bewegung und Angriffsmuster, was zum Ausprobieren über mehrere Durchläufe einlädt. Skill-Karten ergänzen die Taktik, indem sie temporäre oder dauerhafte Boni bieten, die während eines Laufs ausgewählt werden.
Neben dem Aussehen des Charakters lassen sich Dominion-Punkte verteilen, um Werte und Spielstil zu beeinflussen. Das System unterstützt sowohl planvolles Vorgehen gegen kleinere Gruppen als auch chaotische Gefechte gegen größere Gegnerzahlen - stets innerhalb desselben physikgetriebenen Rahmens.
Spielmodi
Im Mittelpunkt steht der Solo-Modus: prozedural beeinflusste Dungeons, in denen man Gegnerwellen bekämpft und nach Upgrades sucht. Gegner erscheinen abhängig von den eigenen Aktionen und Entscheidungen, sodass Überleben und Anpassung gefragt sind.
In separaten PvP-Arenen messen sich Spieler direkt mit anderen Crawlern. Hier kommen dieselben Physik-Kämpfe und Anpassungsmöglichkeiten zum Einsatz, der Fokus liegt jedoch auf direkten Duellen statt auf KI-Gegnern.
In beiden Modi kann man die Gegner-Spawns beeinflussen, um Schwierigkeit und Intensität zu steuern. So lassen sich Laufe entweder taktisch und überschaubar oder überwältigend und schnell gestalten.
Kampf- und Fortschrittssysteme
Physikalische Interaktionen prägen jedes Gefecht. Nahkampftreffer erzeugen Rag-Doll-Effekte, die gegnerische Formationen stören können, während Fernangriffe präzises Timing verlangen, um Kontern zu entgehen. Überraschungseffekte wie Flächenexplosionen sorgen für zusätzliche Spannung und belohnen Aufmerksamkeit.
Langfristiger Fortschritt basiert auf Loot und Crafting. Besiegte Gegner liefern Materialien, aus denen stärkere Waffen und Rüstungen geschmiedet werden. Skill-Karten erweitern die Möglichkeiten durch Fähigkeiten, die mit der gewählten Ausrüstung interagieren und jeden Durchlauf einzigartig machen.
Das Spiel unterstützt sowohl Fern- als auch Nahkampf, ohne eine Spielweise vorzuschreiben. Je nach verfügbaren Karten und Waffen passen Spieler ihren Stil an, wobei Power-ups als Belohnung für erfolgreiche Kämpfe erscheinen.
Lohnt sich Knight Crawlers?
Knight Crawlers richtet sich an Spieler, die Roguelike-Elemente mit physikbasiertem Kampf und Charakteranpassung in einem Action-RPG-Paket suchen. Die Möglichkeit, Gegner zu spawnen und die Kampfgröße anzupassen, erhöht die Wiederspielbarkeit für alle, die das Tempo selbst bestimmen möchten.
Auf Steam liegt die Bewertung bei rund 500 Rezensionen mit 91 Prozent positiver Rückmeldung - ein deutliches Zeichen für die Zustimmung zur einzigartigen Kampfmechanik und der Tiefe des Fortschrittssystems. Manche Spieler bemängeln eine gewisse Wiederholung bei der Gegnervielfalt oder gelegentliche Ungleichgewichte zwischen Nah- und Fernkampf, doch der Kern aus Beute und Skill-Aufbau bleibt für viele spannend.
Das Spiel erschien 2023 und ist als abgeschlossene Version ohne saisonale Inhalte verfügbar. Es spricht vor allem Fans von Indie-Dungeon-Crawlern an, die wackelige Physik und strategische Kartenentscheidungen schätzen. Wer abwechslungsreiche Einzelspieler-Läufe oder gelegentliche PvP-Matches sucht, findet in der Kombination aus Waffen und Karten dauerhaft Spielraum zum Experimentieren.