Mandragora: Whispers of the Witch Tree ist ein Dark-Fantasy-Action-RPG für den PC, das Erkundung, taktisches Kämpfen und Charakterentwicklung in einem Einzelspieler-Erlebnis vereint. Als Inquisitor bewegt man sich durch eine zerfallende Welt, die von übernatürlichen Mächten bedroht wird, und trifft Entscheidungen, die den Verlauf der Geschichte und eines von mehreren Enden beeinflussen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Erkundung einer zusammenhängenden 2D-Welt voller Geheimnisse, feindlicher Kreaturen und Umweltgefahren. Plattform-Elemente wechseln sich mit präzisionsbasierten Kämpfen ab, bei denen Timing und Reaktion entscheidend sind. Angriffe lassen sich ausweichen oder parieren, um anschließend mit Schlägen oder Zaubern zu kontern - von gewöhnlichen Gegnern bis hin zu anspruchsvollen Bossen.
Sechs Klassen bestimmen den Einstieg und den Spielstil: Nahkampfverteidigung, Elementarmagie, Fesselzauber, Heimlichkeit, Naturkräfte oder vielseitiger Kampf. Jede Klasse verfügt über sechs Talentbäume, mit denen sich Fähigkeiten und Kampfstil langfristig anpassen lassen.
Das Crafting-System erweitert die Möglichkeiten deutlich. Aus gesammelten Materialien entstehen Hunderte Waffen, Rüstungen und Verbrauchsgegenstände, mit denen sich Schaden, Verteidigung und Nutzen gezielt anpassen lassen - unabhängig vom Level-Fortschritt. Verschiedene Schwierigkeitsstufen ermöglichen sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Spielern den passenden Einstieg.
Spielmodi
Das Spiel ist ausschließlich als Einzelspieler-Erfahrung konzipiert, ohne kompetitive oder kooperative Modi. Die Handlung verläuft linear, bietet jedoch Verzweigungen und lädt dazu ein, alle 75 Schauplätze und etwa 60 Quests zu entdecken. Nebeninhalte liefern zusätzliche Hintergrundgeschichten, Schätze und Begegnungen, die die verfügbaren Enden beeinflussen.
Der Wiederspielwert ergibt sich vor allem aus der Wahl der Klasse und der Talentwege. Unterschiedliche Builds führen zu variierenden Kampfansätzen und Erzählverläufen, sodass mehrere Durchläufe nötig sind, um alle Geheimnisse und Ausgänge zu finden. Die Struktur unterstützt sowohl zielgerichtetes Vorankommen als auch bewusstes Zurückkehren für übersehene Gegenstände oder optionale Kämpfe.
Welt und Handlung
Faelduum ist eine zerfallende Welt, in der die Realität an den Rändern brüchig wird und monströse Wesen durchbrechen. Von prächtigen Städten über düstere Wildnis bis hin zu abstrakten Zonen der Entropie reicht das Spektrum der Schauplätze. Im Zentrum steht ein Inquisitor, dessen Zögern alte Loyalitäten bricht und ihn zum Ursprung der Instabilität führt.
Moralische Entscheidungen prägen Allianzen und den Ausgang der Geschichte. Eine stimmungsvolle Soundkulisse mit originalem Orchesterscore unterstreicht den düsteren Ton während der gesamten Erkundung und der Konfrontationen.
Lohnt sich das Spiel?
Auf Steam erhält das Spiel überwiegend positive Bewertungen von über tausend Nutzern, mit einem sehr positiven Trend in den jüngsten Rezensionen. Es spricht Spieler an, die methodisches Kämpfen und vernetzte Welten im Stil von Soulslike- und Metroidvania-Titeln schätzen. Wer eine in sich geschlossene Dark-Fantasy-Geschichte mit Klassenvielfalt und tiefgehendem Crafting sucht, findet hier ausreichend Inhalt für eine erste Spielzeit von über vierzig Stunden.
Interessenten sollten die Bereitschaft zu anspruchsvollen Kämpfen und sorgfältigem Ressourcenmanagement mitbringen. Die anpassbare Schwierigkeit erleichtert den Einstieg, während der Verzicht auf saisonale Inhalte für ein stabiles Erlebnis nach dem Release sorgt. Fans von bedächtigen Action-RPGs mit starker Atmosphäre und der Möglichkeit, durch unterschiedliche Builds erneut einzutauchen, profitieren am meisten von der Reise.