Metrocide ist ein Indie-Einzelspieler-Stealth-Actionspiel in der Vogelperspektive für den PC. Die Spieler schlüpfen in die Rolle des Auftragskillers T.J. Trench in der retro-futuristischen Cyberpunk-Stadt MetroCity. Im Mittelpunkt steht das Erfüllen von Mordaufträgen, ohne von Polizei, Drohnen, Gangs oder Selbstjustizlern entdeckt zu werden.
Gameplay
Im Kern geht es darum, sich durch enge Straßen und Gassen zu bewegen und Ziele mit Waffen oder platzierbaren Sprengsätzen auszuschalten. Gelungene Stealth-Kills bringen Bonus-Cash, mit dem Upgrades wie Täuschkörper freigeschaltet werden können. Die Stadt reagiert dynamisch: Patrouillen und Überwachung erfordern sorgfältige Planung und schnelle Fluchtwege durch Hinterhöfe. Zufällig generierte Zielnamen aus Volkszählungsdaten sorgen für Abwechslung, und ein einziger Fehler beendet den Durchlauf endgültig - es gibt keine Respawns.
Der Fortschritt erfordert den Wechsel zwischen Stadtvierteln, Ressourcenmanagement und das Vermeiden des permanenten Todes. Die Gestaltung orientiert sich an klassischen Top-Down-Actionspielen und legt Wert auf Experimentieren bei der Auftragsausführung. Das verdiente Geld ermöglicht schrittweise Verbesserungen, die das Überleben in späteren Bereichen erleichtern.
Spielmodi
Metrocide bietet eine Einzelspieler-Kampagne, die sich über drei unterschiedliche Zonen von MetroCity erstreckt. Die Spieler rücken vor, indem sie nacheinander Aufträge erledigen und Geld ansammeln, um tiefer in die Stadt vorzudringen. Es gibt weder Mehrspieler- noch alternative Spielmodi. Die gesamte Erfahrung dreht sich um dieses lineare, aber offene Fortschrittssystem, in dem jede Zone neue Herausforderungen in Sachen Tarnung und Flucht bereithält.
Das Abschließen von Aufträgen ist das zentrale Ziel in jeder Zone. Abwechslung entsteht durch unterschiedliche Vorgehensweisen, nicht durch separate Spielmodi. Die Struktur fördert Wiederholungsversuche durch Permadeath-Mechaniken, die den Fortschritt bei Misserfolg zurücksetzen.
Setting und Mechaniken
MetroCity ist eine lebendige cyberpunkische Dystopie mit Fraktionen wie Gangs, Selbstjustizlern und Ordnungskräften. Polizeidrohnen patrouillieren in der Luft, während Bodeneinheiten auf Zwischenfälle reagieren. Die Mechaniken drehen sich um das Aufgehen in der Umgebung, die Nutzung von Deckung in Gassen und das Timing von Aktionen im Einklang mit dem KI-Verhalten. Platzierbare Sprengsätze und verschiedene Waffen ermöglichen kreative Lösungen ohne direkte Konfrontation.
Das Spiel entstand aus einem Cyberpunk-Game-Jam 2014 und wurde zu einer vollständigen Veröffentlichung ausgebaut. Der arcadeartige Stealth-Ansatz setzt auf Präzision statt roher Kraft, wobei die Stadt selbst als aktives Hindernis wirkt, das Fehler bestraft.
Lohnt sich das Spiel?
Metrocide bietet ein anspruchsvolles Einzelspieler-Stealth-Erlebnis für Spieler, die Permadeath und methodische Planung schätzen. Die gemischte Resonanz spiegelt den Nischencharakter und die veraltete Präsentation aus dem Jahr 2014 wider. Mit 51 Nutzerbewertungen und 56 Prozent positiver Rückmeldung gehen die Meinungen zu Schwierigkeit und Umfang auseinander.
Wer Top-Down-Assassinen-Gameplay mit dauerhaften Konsequenzen sucht, kann in dem fokussierten Design einen gewissen Wert finden. Das Spiel ist weiterhin für den PC erhältlich, ohne laufende Updates oder zusätzliche Content-Saisons. Es eignet sich für kurze Sitzungen, in denen das Ausprobieren von Stealth-Taktiken im Vordergrund steht - nicht lange Kampagnen oder Mehrspieler-Features.