Narcos: Rise of the Cartels ist ein rundenbasiertes Taktikspiel, das im Kolumbien der 1980er-Jahre während des Aufstiegs des Medellín-Kartells spielt. Spieler übernehmen das Kommando über Einsatztrupps und entscheiden sich entweder für die DEA oder für die Narcos. Die Missionen basieren auf Ereignissen der ersten Staffel der Netflix-Serie und finden an bekannten Schauplätzen statt, bei denen Positionierung, Deckung und taktisches Vorgehen entscheidend sind.
Gameplay
Im Kampf wechseln sich die Spieler mit den Einheiten ab, bewegen diese über das Raster und führen Aktionen aus. Deckung schützt vor Beschuss, während Sichtlinien und Entfernungen Trefferchance und Schaden beeinflussen. Jede Einheit gehört einer Klasse mit eigenen Waffen und Fähigkeiten an, die sich zwischen den Missionen verbessern lassen. Anführer wie Steve Murphy oder Vertraute von Pablo Escobar bringen zusätzliche Boni mit, die das Team beeinflussen. Eine besondere Option erlaubt den direkten Wechsel in die Third-Person-Steuerung einer Einheit, um mit präzisen Treffern kritische Treffer zu erzielen. Verluste sind endgültig - gefallene Teammitglieder stehen für nachfolgende Einsätze nicht mehr zur Verfügung.
Einsatzgelder aus abgeschlossenen Missionen fließen in die Ausrüstung für kommende Operationen. Die Karten bieten unterschiedliche Ziele, die über reine Eliminierung hinausgehen und eine sorgfältige Planung erfordern, um Verluste gering zu halten.
Spielmodi
Das Spiel enthält zwei eigenständige Singleplayer-Kampagnen, die denselben Zeitraum aus gegensätzlichen Perspektiven zeigen. In der einen übernehmen Spieler DEA-Agenten, die das Kartell zerschlagen wollen, in der anderen führen sie die Narcos und bauen deren Operationen aus. Beide Kampagnen bestehen aus Missionen in verschiedenen Umgebungen, deren Ziele von Zielpersonen über Überwachungsgeräte und Beweissicherung bis hin zu Eskort-Aufträgen reichen. Zusätzliche Nebenmissionen dienen dem Ressourcen-Erwerb und dem Testen neuer Truppzusammenstellungen.
Der Fortschritt ergibt sich direkt aus den abgeschlossenen Missionen und schaltet neue Einheiten, Upgrades und Story-Elemente frei. Multiplayer-Optionen oder weitere Spielmodi gibt es nicht.
Setting and Characters
Die Handlung spielt in den Anfangsjahren des Drogenkriegs in Kolumbien und greift zentrale Ereignisse der Serie auf. Spieler treffen auf bekannte Figuren, die als Anführer mit speziellen Fähigkeiten zur Verfügung stehen. Auf der einen Seite agieren DEA-Einheiten, auf der anderen Mitglieder des Medellín-Kartells - beide mit entsprechender Ausrüstung und Rollenverteilung. Im Mittelpunkt steht der Konflikt zwischen Strafverfolgung und expandierendem Drogenimperium sowie die persönlichen Konsequenzen jeder Entscheidung.
Lohnt es sich?
Das Spiel richtet sich vor allem an Fans rundenbasierter Taktikspiele mit Interesse an der Narcos-Geschichte. Die beiden Kampagnen ermöglichen es, die Ereignisse aus beiden Blickwinkeln zu erleben, und das Kampfgeschehen belohnt gutes Positionieren und den gezielten Einsatz von Fähigkeiten. Die Resonanz fällt gemischt aus: Gelobt werden die thematische Einbindung und einzelne mechanische Ideen, kritisiert werden Wiederholungen und begrenzte taktische Tiefe bei längeren Sessions. Das Spiel ist ein in sich abgeschlossenes Einzelspieler-Erlebnis ohne weitere Updates. Wer eine anspruchsvolle Taktik-Erfahrung mit bekanntem Lizenzhintergrund sucht, kann hier fündig werden; Spieler, die hohe Produktionswerte oder große Abwechslung erwarten, könnten enttäuscht sein.