Not For Broadcast ist ein Singleplayer-Adventure mit FMV-Elementen, in dem man als Redakteur in der Regie eines nationalen Fernsehsenders während einer politisch turbulenten Zeit sitzt. Echtzeit-Entscheidungen beim Schnitt treffen auf eine düstere Komödie über Medienmacht und persönliche Verstrickungen - alles in aufwendigen Realfilmszenen.
Gameplay
Im Zentrum steht das Live-Management von Nachrichtensendungen. Man schaltet zwischen mehreren Kameras, wählt die ausgestrahlten Bilder aus, zensiert brisante Inhalte und platziert Werbespots aus einem vorgegebenen Pool. Gleichzeitig muss die Studiotechnik im Blick behalten werden, da Überhitzung oder Stromausfälle den Ablauf stören können. Diese Mechaniken erzeugen ständigen Druck, die Einschaltquoten zu halten und gleichzeitig die öffentliche Wahrnehmung von Ereignissen zu beeinflussen.
Außerhalb der Regie wirken sich narrative Entscheidungen auf nationale Entwicklungen und eine parallele Familiengeschichte aus. Die Spieler entscheiden, wie Politiker und Prominente dargestellt werden, und müssen gleichzeitig private Angelegenheiten wie Familienhilfe oder Haushaltsfinanzen regeln. Jede Sendung dauert nur wenige Minuten und wird von unerwarteten Zwischenfällen unterbrochen, die schnelle Reaktionen erfordern. Gute Timing und klare Prioritäten werden belohnt, während sich die Konsequenzen über mehrere Durchgänge hinweg verzweigen.
Spielmodi
Das Spiel ist rein singleplayerbasiert und bietet anpassbare Schwierigkeitsstufen, die den technischen Druck beim Senden verändern. Der Story-Modus reduziert die Anforderungen für alle, die sich auf die Handlung konzentrieren möchten, während höhere Stufen strengere Zeitlimits, häufigere technische Störungen und höhere Quotenanforderungen mit sich bringen. Separate Multiplayer- oder Wettbewerbsmodi gibt es nicht.
Der Wiederspielwert ergibt sich aus der verzweigten Handlung. Spieler kehren zu den Sendungen zurück, um alternative redaktionelle und private Entscheidungen auszuprobieren und so unterschiedliche Ausgänge zu erleben. Die Struktur lädt dazu ein, mit Kamerawahl, Werbeplatzierung und Zensur zu experimentieren, um zu sehen, wie kleine Anpassungen die Gesamtgeschichte verändern.
Handlung und Entscheidungen
Die Geschichte erstreckt sich über mehrere abendliche Nachrichtensendungen vor dem Hintergrund wechselnder Regierungspolitik. Durch die Auswahl von Schlagzeilen und Werbespots beeinflusst man die öffentliche Meinung, was wiederum die Reaktion des Landes auf die Ereignisse prägt. Parallel dazu entwickeln sich familiäre Beziehungen auf Basis von Entscheidungen, die Verwandte, Nachbarschaftsgruppen und ethische Fragen im Privatleben betreffen.
Verzweigte Pfade führen zu unterschiedlichen Verläufen über die zehnjährige Zeitspanne. Musikalische Einlagen und satirische Beiträge lockern die Spannung der Sendungen auf. Die Handlung thematisiert die Tragweite medialer Entscheidungen, ohne einfache Lösungen anzubieten - jede Wahl wirkt sich auf spätere Folgen und persönliche Umstände aus.
Lohnt sich das Spiel?
Spieler loben vor allem die ungewöhnliche Mischung aus Simulation und Erzählung. Der umfangreiche Full-Motion-Video-Anteil und die Vielzahl an Enden sorgen für hohen Wiederspielwert, besonders für alle, die gerne unter Zeitdruck bedeutungsvolle Entscheidungen treffen. Die Schwierigkeitsoptionen machen die Sendetechnik zugänglich, bieten aber auch für präzisionsorientierte Spieler ausreichend Herausforderung.
Das Spiel richtet sich an Fans narrativer Simulationen, die satirische Einblicke in Medien und Politik schätzen. Wer klare Action oder Multiplayer sucht, wird weniger Anknüpfungspunkte finden. Die aktuelle Resonanz ist durchweg positiv; viele Spieler berichten von der Befriedigung, die Kontrollraum-Systeme zu meistern und verschiedene Handlungsstränge über mehrere Durchgänge hinweg zu entdecken. Das Spiel ist ein in sich abgeschlossenes Erlebnis ohne saisonale Inhalte.