Operation Wolf Returns: First Mission ist ein Action-Rail-Shooter, der das klassische Arcade-Konzept von 1987 für den modernen PC neu auflegt. Als Special Agent gilt es, eine kriminelle Organisation unter dem mysteriösen General Viper zu zerschlagen. In linearen Abschnitten schießt ihr euch durch Gegnerwellen, rettet Geiseln und haushaltet mit begrenzter Munition.
Gameplay
Die Kamera bewegt sich automatisch durch die Umgebungen, während ihr mit Uzi, Schrotflinte, Granatwerfer und weiteren Waffen zielt und feuert. Treffsicherheit, Combo-Ketten und Geiselrettungen bestimmen die Endwertung mit Noten von den unteren Rängen bis zum S-Rang. Drei Schwierigkeitsgrade passen Feinddichte und Ressourcenknappheit von Anfang an an.
Parodistische Sprüche unterstreichen die 80er-Actionfilm-Atmosphäre, ohne den Spielfluss zu unterbrechen. Die neue grafische Umsetzung ersetzt die alten Pixelgrafiken durch detaillierte 3D-Modelle, behält aber die übertriebenen Zwischensequenzen bei. In der VR-Version ermöglicht die 360-Grad-Zielsteuerung ein freieres Zielen, während die Standardversion mit Controller-Eingaben auskommt.
Spielmodi
Die Kampagne umfasst sechs Level mit je drei Abschnitten und unterstützt Einzel- oder Zwei-Spieler-Koop. Fortschritt ergibt sich aus Geiselrettungen und begrenzter Munition bei Waffenwechseln. Am Ende jeder Mission zeigt ein Auswertungsbildschirm Kills, Zeit, verbrauchte Credits und höchste Combo, um die Gesamtnote zu ermitteln.
Im Survival-Modus wählt ihr eines der sechs Level und haltet aufeinanderfolgenden Gegnerwellen stand, bis die Vorräte erschöpft sind. Hier zählen Ausdauer und Highscore-Jagd statt Story-Fortschritt. Beide Modi bieten das komplette Waffenarsenal, wobei Granaten bei dichten Gegneransammlungen für schnelle Raumräumung sorgen.
Handlung und Atmosphäre
Die Geschichte dreht sich um ein kriminelles Syndikat, das Waffen und Drogen schiebt und an einer übermächtigen Waffe forscht. Zwei Agenten infiltrieren mehrere Stützpunkte, sammeln Informationen und befreien Gefangene aus umliegenden Lagern. Die Handlung bleibt bewusst knapp und dient vor allem als Rahmen für die ständigen Action-Sequenzen im Stil klassischer Actionfilme.
Umgebungsdetails und Gegnervielfalt unterstreichen die 80er-Ästhetik mit übertriebenen Explosionen und klaren Zielen. Ressourcenmanagement sorgt für Spannung, da Munition und Medikits über alle Durchgänge hinweg begrenzt bleiben.
Lohnt sich das Spiel?
Auf Steam erhält das Spiel überwiegend positive Bewertungen. Spieler loben vor allem die flüssige Schienenbewegung und das befriedigende Waffenhandling. Eine erste Kampagnedurchlauf dauert auf mittlerer Schwierigkeit etwa neunzig Minuten; der Survival-Modus verlängert den Wiederspielwert. Die Rückmeldungen bestätigen die Treue zu den Arcade-Wurzeln, bemängeln jedoch die begrenzte Tiefe im Vergleich zu längeren modernen Titeln.
Das Spiel richtet sich an Fans klassischer Rail-Shooter, die kurze Sessions mit Fokus auf Wertung und Koop-Sessions suchen. Wer lange Kampagnen oder komplexe Systeme erwartet, wird die Struktur nach den ersten Durchläufen als repetitiv empfinden. Die VR-Version erhöht die Immersion durch freies Zielen, während die Standardversion dasselbe Gameplay per Controller bietet. Insgesamt liefert der Titel unkomplizierte Arcade-Unterhaltung ohne zusätzliche Season-Pässe oder größere Nachfolge-Updates.