Pathway ist ein rundenbasiertes Strategiespiel mit RPG- und Adventure-Elementen, das in einer Pulp-Adventure-Welt der 1930er-Jahre spielt. Spieler stellen Teams aus Abenteurern zusammen, um Nordafrika zu erkunden, verborgene Artefakte zu bergen und sowohl Nazi-Truppen als auch okkulte Bedrohungen in zufallsgenerierten Expeditionen durch Wüsten, Bunker und antike Tempel abzuwehren.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Expeditionsprinzip: Spieler wählen Charaktere aus und ziehen mit ihnen über prozedural erzeugte Karten. Dazwischen treten immer wieder handgefertigte Story-Ereignisse auf, bei denen man schnell Risiken und Belohnungen abwägen muss. Kämpfe finden in kurzen, taktischen Gefechten statt, bei denen Positionierung, Deckung und Fähigkeitsmanagement entscheidend sind. Jede Figur hat pro Runde zwei Aktionen - etwa bewegen und angreifen, Verbündete heilen oder Waffen nachladen. Waffen, Rüstungen und Gegenstände beeinflussen die Effektivität, während Beute aus erfolgreichen Durchläufen für Upgrades des Teams verwendet wird.
Charaktere sammeln während der Missionen Erfahrung und verbessern so ihre Werte und Fertigkeiten über mehrere Versuche hinweg. Die 16 freischaltbaren Abenteurer bringen jeweils eigene Fähigkeiten, Eigenschaften und Eigenheiten mit, die sowohl im Kampf als auch bei Story-Entscheidungen eine Rolle spielen. Zufällige Elemente sorgen dafür, dass jede Expedition neue Kombinationen aus Schauplätzen und Ereignissen bietet und so unterschiedliche Team-Zusammenstellungen erfordert.
Spielmodi
Pathway gliedert seinen Inhalt in fünf Kampagnen unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit. Jede Kampagne erzeugt bei jedem Durchlauf eine neue Abfolge von Ereignissen und Begegnungen und bietet so hohen Wiederspielwert ohne klassische Verzweigungen. Missionen lassen sich jederzeit neu starten - die Story-Ereignisse werden dabei ersetzt, während freigeschaltete Charaktere und Fortschritt erhalten bleiben. Das Design konzentriert sich auf strategische Einzelspieler-Durchläufe und verzichtet auf kompetitive oder kooperative Modi.
Erkundung und Kampf sind innerhalb der Kampagnen eng miteinander verzahnt. Spieler verwalten begrenzte Ressourcen auf ihren Zügen und entscheiden, wann sie Bedrohungen eingehen oder Nebenoptionen nutzen. Das Fehlen von persistentem Multiplayer lenkt den Fokus auf individuelle Taktik und Risikoabwägung.
Charaktere und Fortschritt
Das Zusammenstellen des Teams ist zentral: Charaktere stammen aus einem wachsenden Roster, der durch Kampagnenabschlüsse und bestimmte Ziele freigeschaltet wird. Jeder Abenteurer verfügt über einzigartige Fähigkeiten, die sowohl Kampfverläufe als auch narrative Entscheidungen beeinflussen - etwa spezialisierte Waffenfertigkeiten oder Eigenschaften, die Ereignisausgänge verändern. Mit erbeuteten Wertsachen lassen sich Waffen und Rüstungen verbessern, sodass Teams späteren Kampagnen gewachsen sind.
Fortschritt bedeutet hier Anpassung statt linearer Entwicklung. Spieler testen über mehrere Durchläufe hinweg verschiedene Kombinationen und lernen, wie Fertigkeiten mit Deckungsmechaniken und Gegnertypen interagieren. Das System belohnt sorgfältige Planung und ermöglicht zugleich wiederholte Versuche derselben Kampagne.
Lohnt sich das Spiel?
Pathway richtet sich an Spieler, die rundenbasierte Taktik mit leichter Roguelite-Wiederspielbarkeit und Pulp-Erzählung verbinden möchten. Die fünf Kampagnen bieten durch Truppenmanagement und Ereignisentscheidungen durchgängig strategische Tiefe, unterstützt von zufallsgenerierten Karten und Begegnungen. Wer methodische Positionierung und Charakteranpassung schätzt, findet in den 16 Abenteurern und ihren Ausrüstungen immer wieder neuen Spielraum. Das Spiel liegt vollständig vor, ohne laufende Saisoninhalte, und eignet sich daher für fokussierte Einzelspieler-Sessions mit taktischen Herausforderungen statt Live-Service-Updates.