Saga of Sins ist ein Singleplayer-Action-Adventure mit RPG-Elementen, in dem Spieler die Rolle des Klerikers Cecil übernehmen. Das Spiel verbindet Plattforming, Kämpfe und leichte Rätsel in überschaubaren Abschnitten, die in dem von einer Seuche heimgesuchten Dorf Sinwell spielen. Cecil kann sich in dämonische Kreaturen verwandeln, um in die Gedanken der Dorfbewohner einzudringen und die sieben Todsünden zu bekämpfen.
Gameplay
Bewegung und Kampf basieren darauf, jederzeit zwischen vier Kreaturenformen zu wechseln. Der heulende Werwolf stößt einen Schallangriff aus, der gesprungene Glasflächen zerstört und so verborgene Wege freilegt. Der wilde Gargoyle nutzt Feueratem, um Gegenstände wie Kisten oder Kohlenbecken zu entzünden und Hindernisse zu beseitigen oder Mechanismen zu aktivieren. Der mächtige Greif kann mit Ranken bewachsene Wände erklimmen, die anderen Formen verschlossen bleiben, und so höher gelegene Bereiche sowie alternative Routen erreichen. Eine vierte, geheime Form bleibt zunächst gesperrt und wird erst unter bestimmten Bedingungen freigeschaltet.
Jede Form verfügt über eigene, mit Gold aufwertbare Fähigkeiten, die durch das Besiegen von Gegnern erworben werden. Der Power Dash dient sowohl als Angriff als auch als Fortbewegungsmittel; ein gegnerischer Treffer mit diesem Manöver verdoppelt die Goldbeute. Die Fertigkeitsbäume jeder Kreatur erweitern Angriffsreichweite, verkürzen Abklingzeiten und fügen Spezialeffekte hinzu, was zu wiederholten Durchläufen mit optimierten Builds anregt. Die Level bieten Nebenwege, die mit zusätzlichen Truhen und optionalen Herausforderungen belohnt werden.
Spielmodi
Das Spiel gliedert seinen Inhalt in zwei Kategorien. Sinner-Level konzentrieren sich auf actionlastige Plattformsequenzen, die jeweils einem der sieben Todsünden gewidmet sind: Völlerei, Faulheit, Neid, Gier, Hochmut, Wollust und Zorn. Diese Abschnitte legen den Schwerpunkt auf Kämpfe, präzises Plattforming und direkte Auseinandersetzungen mit den Sündenmanifestationen. Innocent-Level verschieben den Fokus auf Rätsel, Denksportaufgaben und geschicklichkeitsbasierte Herausforderungen, bei denen die Kreaturenfähigkeiten kreativ eingesetzt werden müssen, ohne dass Kämpfe im Vordergrund stehen.
Insgesamt betritt man die Gedanken von einunddreißig Dorfbewohnern, wobei sich Sinner- und Innocent-Einträge abwechseln. Der Fortschritt durch diese Level treibt die Haupthandlung voran und schaltet neue Transformationen sowie Upgrades frei. Es gibt keine separaten Mehrspielermodi; die gesamte Erfahrung bleibt linear, bietet jedoch innerhalb jedes Geistes durch das Wiederbesuchen bereits erkundeter Bereiche mit neuen Fähigkeiten nicht-lineare Elemente.
Handlung und Fortschritt
Die Geschichte folgt Cecil, der der Ursache der Seuche auf den Grund geht, indem er in die Psyche sowohl schuldiger als auch unschuldiger Einwohner eindringt. Jeder Geist präsentiert einzigartige Szenarien, die persönliche Geheimnisse und innere Konflikte offenbaren. Mehrere Enden ergeben sich aus den Entscheidungen während dieser Einträge und der Reihenfolge, in der die Sünden gereinigt werden. Goldfarmen und Fähigkeits-Upgrades sind direkt mit dem Handlungsfortschritt verknüpft, da stärkere Formen spätere Geister leichter zugänglich machen und zusätzliche Erzählzweige freischalten.
Die Erkundung jedes Geistes fördert versteckte Truhen zutage, die den Fertigkeitsfortschritt beschleunigen. Effizientes Besiegen von Gegnern durch den Power Dash verkürzt zusätzlich die Zeit, die für den Aufstieg in den Fertigkeitsbäumen benötigt wird, und schafft so eine Wechselwirkung zwischen Kampfleistung und narrativem Zugriff.
Lohnt sich das Spiel?
Saga of Sins spricht vor allem Spieler an, die Metroidvania-typische, fähigkeitsgesteuerte Erkundung mit einer unverwechselbaren Glasmalerei-Ästhetik verbinden möchten. Das Transformationssystem sorgt für Abwechslung über die einunddreißig Level hinweg, und die Aufteilung in actionorientierte Sinner-Stufen sowie rätsellastige Innocent-Stufen verhindert allzu große Wiederholungen. Upgrades und Gold-Sammlung bieten greifbaren Fortschritt, der gründliches Spielen belohnt.
Die Rezeption hebt den ungewöhnlichen visuellen Stil und die verzweigten Handlungsausgänge hervor, während Plattforming und Kampf in längeren Sitzungen teilweise als steif empfunden werden. Wer schnelle, hochschwierige Herausforderungen sucht, könnte das Erlebnis nach den ersten Stunden als zu geradlinig empfinden. Das Spiel eignet sich für Fans mittellanger Singleplayer-Abenteuer, die thematische Konsistenz und Gestaltwandel-Mechaniken höher schätzen als ein perfekt ausbalanciertes Kampfsystem. Verfügbar ist der Titel bislang nur in der ursprünglichen PC-Version; seit dem Release sind keine weiteren Staffeln oder größeren Inhaltsupdates erschienen.