Sherlock Holmes: Crimes and Punishments ist ein Einzelspieler-Adventure, das sich ganz auf detektivische Ermittlungen konzentriert. Spieler übernehmen die Rolle des berühmten Detektivs und lösen eine Reihe eigenständiger Kriminalfälle - von klassischen Morden über Diebstähle bis hin zu rätselhaften Verschwinden.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die gründliche Untersuchung detailreich gestalteter Schauplätze im viktorianischen London. Spieler durchsuchen Tatorte nach Spuren, befragen Zeugen und Verdächtige und setzen spezielle Ermittlungsmethoden ein. Vierzehn unterschiedliche Fähigkeiten stehen dabei zur Verfügung und ermöglichen verschiedene Herangehensweisen bei der Spurensuche und der Auswertung von Hinweisen. Alle gesammelten Informationen fließen in ein zentrales Deduktionssystem ein, in dem Beweisfunde auf einer Tafel verknüpft werden und so zu logischen Schlussfolgerungen führen. Auf diese Weise wird in jedem Fall die Identität des Täters ermittelt.
Die Erkundung erfolgt wahlweise aus der First-Person- oder Third-Person-Perspektive und bietet so Flexibilität beim Absuchen von Umgebungen oder beim Bewegen durch die Spielwelt. Verhöre erfordern präzises Nachfragen, um Widersprüche oder verborgene Motive aufzudecken. Sobald ausreichend Beweise vorliegen, können Spieler zwischen mehreren möglichen Schlussfolgerungen wählen. Die Entscheidung beschränkt sich dabei nicht auf die Identifizierung des Täters, sondern umfasst auch die Frage, wie mit dem Schuldigen verfahren wird - mit Konsequenzen, die entweder streng rechtlichen Maßstäben oder dem eigenen Urteil folgen.
Spielmodi
Das Spiel ist ausschließlich für den Einzelspieler konzipiert und enthält keine Multiplayer-Elemente. Der Inhalt gliedert sich in sechs eigenständige Fälle, die nacheinander bearbeitet werden. Jeder Fall bildet ein in sich abgeschlossenes Rätsel mit eigenen Schauplätzen, Charakteren und Beweisketten. Innerhalb eines Falls gibt es mehrere Lösungswege, die je nach gesammelten Hinweisen und getroffenen Entscheidungen zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen und Handlungsverläufen führen.
Der Fortschritt verläuft linear durch die einzelnen Fälle, während innerhalb eines Falls die Reihenfolge der Ermittlungsschritte frei wählbar bleibt. Spieler entscheiden selbst, welche Spuren sie zuerst verfolgen und welche Fähigkeiten sie in welcher Situation einsetzen - was zu unterschiedlichen Erlebnissen bei wiederholten Durchgängen führt, ohne die grundlegende Struktur des Einzelspieler-Adventures zu verändern.
Ermittlungsmechaniken
Die Sammlung von Beweisen bildet die Grundlage des Fortschritts. Spieler finden Gegenstände, Dokumente und Aussagen, die auf dem Deduktionsbrett erscheinen. Durch das Verknüpfen zusammenhängender Fakten ergeben sich neue Erkenntnisse und die Möglichkeiten werden eingegrenzt. Das System lädt zum Ausprobieren ein, da falsche Verbindungen vor der endgültigen Entscheidung noch korrigiert werden können.
Moralische Entscheidungen stehen am Ende jedes Falls. Sie beeinflussen den Ausgang der Geschichte und haben Auswirkungen, die sich in späteren Ermittlungen bemerkbar machen. Frühere Entscheidungen können den Ruf beeinflussen oder unerwartete Entwicklungen auslösen und sorgen so für zusätzliche Tiefe bei wiederholten Spielrunden.
Lohnt sich das Spiel?
Das Spiel richtet sich an Spieler, die methodisches Knobeln und erzählungsgetriebene Detektivarbeit schätzen. Der Fokus auf Deduktion und Entscheidungsfreiheit sorgt für Wiederspielwert durch alternative Lösungen in den sechs Fällen. Es ist auf dem PC ohne zusätzliche Modi oder laufende Inhaltsaktualisierungen verfügbar. Wer schnelle Action oder kompetitive Elemente sucht, wird hier ein bewusst ruhiges Tempo und den Schwerpunkt auf sorgfältige Beobachtung finden. Die Struktur belohnt Aufmerksamkeit für Details und logisches Denken statt reflexbasierter Herausforderungen.