Size Matters ist ein Singleplayer-Indie-Titel, der Action, Simulation, Rätsel und Plattform-Elemente in einem Labor miteinander verbindet. Die Spieler übernehmen die Rolle eines Wissenschaftlers, der versehentlich ein Schrumpfungsmittel eingenommen hat und nun gegen die Zeit ankämpft, um ein Gegenmittel herzustellen, bevor er vollständig verschwindet.
Gameplay
Das zentrale Prinzip ist die stetige Verkleinerung, die Bewegung und Reichweite grundlegend verändert. Zu Beginn bewegt sich die Figur noch normal über den Labortisch, doch je kleiner sie wird, desto mehr verwandeln sich Oberflächen in Hindernisse. Dann sind Klettern, Springen oder das Umstellen von Gegenständen nötig, um höhere Regale und Geräte zu erreichen. Überall im Labor verteilte Formeln liefern Rezepte, mit denen Zutaten zu neuen Substanzen verarbeitet werden können. Jedes Rezept ist einer bestimmten Maschine zugeordnet - etwa dem Chemical Processor, The Reverter, dem Code Combiner oder dem Antidote Producer. Die Spieler müssen fehlende Komponenten finden, die Maschinen in der richtigen Reihenfolge bedienen und die verbleibende Zeit im Blick behalten, bevor die Schrumpfung ein kritisches Maß erreicht.
Weitere Herausforderungen entstehen durch versteckte Formeln und Zutaten, während sich die Umgebung mit jeder Größenstufe verändert. Maschinen benötigen echte Zeit für ihre Arbeitszyklen, sodass Routen sorgfältig geplant und Aufgaben priorisiert werden müssen. In den Einstellungen lassen sich Startgröße, Anzahl der Doppelsprünge und Verarbeitungsdauer anpassen, um den Schwierigkeitsgrad individuell zu gestalten.
Spielmodi
Size Matters bietet ein reines Singleplayer-Erlebnis mit mehreren vordefinierten Schwierigkeitsstufen, die zugleich als eigenständige Spielmodi fungieren. Zur Auswahl stehen Beginner, Normal, Hard, Crazy, Low Gravity und Tiny. Diese Voreinstellungen beeinflussen Schrumpfungsgeschwindigkeit, Sprungvermögen, Schwerkraft und weitere Parameter. Sieben zusätzliche Speicherplätze ermöglichen komplett eigene Konfigurationen, mit denen sich Startgröße oder Maschinenzeiten frei einstellen lassen.
Weder kompetitive noch kooperative Mehrspieler-Modi sind vorhanden. Der gesamte Fortschritt findet innerhalb des Labors statt und basiert auf wiederholten Versuchen, das Gegenmittel rechtzeitig fertigzustellen.
Wichtige Mechaniken und Systeme
Das Sammeln von Zutaten und das Ausführen von Formeln bilden das Herzstück des Spiels. Rohmaterialien werden in die passenden Maschinen gegeben, deren Ausgaben anschließend zu den drei benötigten Gegenmittel-Komponenten kombiniert werden. Wer sich genau an die Rezepte hält, vermeidet Zeitverluste durch fehlerhafte Chargen. Die Schrumpfung macht die Navigation zu einer dynamischen Plattform-Herausforderung: Frühe Wege werden unpassierbar, während neue Routen erst in kleinerem Maßstab zugänglich werden.
Das Umstellen von Geräten und Objekten fügt ein Simulationselement hinzu. Wer frühzeitig Möbel oder Maschinen verschiebt, kann später als kleiner Charakter darauf als Trittsteine oder Abkürzungen zurückgreifen. Der Zeitdruck bleibt stets spürbar, da Maschinenzyklen und Schrumpfung unabhängig vom Spielerfortschritt weiterlaufen.
Lohnt sich das Spiel?
Size Matters spricht Spieler an, die präzise Puzzle-Platformer mit Zeitmanagement und Schrumpfungs-Mechaniken schätzen. Das Labor-Setting und die gerätebasierte Herstellung bieten ein fokussiertes, in sich geschlossenes Erlebnis ohne überflüssige Zusatzfunktionen. Verschiedene Schwierigkeitsstufen und individuelle Konfigurationsmöglichkeiten erhöhen den Wiederspielwert für alle, die Routen optimieren oder die Herausforderung steigern möchten.
Das Spiel richtet sich an Casual- und Indie-Fans, die kurze Sitzungen mit Fokus auf Problemlösung bevorzugen, statt Kämpfe oder Erkundung großer Welten. Sein besonderer Reiz liegt im einzigartigen Schrumpfungsverlauf und der Maschinen-Bedienung, was es zu einer guten Wahl für alle macht, die genau diese Spielweise suchen.