Skábma - Snowfall ist ein Einzelspieler-3D-Plattformer, der Umgebungsrätsel mit narrativer Erkundung verbindet und dabei auf die indigene Kultur der Sámi zurückgreift. Spieler übernehmen die Rolle von Áilu, einem jungen Hirten, der sowohl die physische nordische Wildnis als auch spirituelle Welten durchquert, um eine sich ausbreitende Störung zu beheben, die Land, Menschen und Tiere betrifft.
Gameplay
Im Zentrum steht eine Mischung aus Plattformpassagen und Rätseln in unterschiedlichen arktischen Landschaften. Die Bewegungsoptionen beginnen einfach, erweitern sich aber durch Fähigkeiten, die an die verzauberte Trommel Goavddis geknüpft sind. Mit ihr lassen sich verborgene Elemente sichtbar machen und Hinweise auf Sammelobjekte oder erzählrelevante Orte finden.
Im Verlauf der Geschichte sucht man vier vertraute Geister, die jeweils eigene Kräfte verleihen. Skuolfi, die Eule, ermöglicht weite Sprünge. Guovža, der Bär, erlaubt es, Erde zu brechen und umzuformen, um neue Wege zu schaffen. Čámsa, die Forelle, und Rieban, der Fuchs, bringen weitere Fortbewegungs- und Abstimmungsoptionen mit, die mit der Störung interagieren. Die Upgrades folgen dem Metroidvania-Prinzip: Sie öffnen zuvor unzugängliche Bereiche und unterstützen gleichzeitig Rätsel und Fortbewegung.
Bei der Erkundung lohnt es sich, auf Details wie Familiennotizen, Begegnungen mit Geistern und traditionelle Elemente wie den Joik-Gesang in der Soundtrack zu achten. Kämpfe spielen nur eine untergeordnete Rolle; stattdessen stehen Umweltinteraktion und kluges Vorgehen im Vordergrund.
Spielmodi
Skábma - Snowfall bietet ausschließlich einen Einzelspieler-Story-Modus. Es gibt weder Multiplayer- noch Wettkampfoptionen oder alternative Spielvarianten. Die gesamte Erfahrung ist eine durchgehende narrative Reise, in der Plattformsequenzen und Rätselabschnitte die zentrale Handlung vorantreiben.
Die Struktur ist weitgehend linear, lässt aber Raum für Nebenwege, auf denen man Sammelobjekte und zusätzliche Hintergrundinformationen zur Spielwelt findet. Spieler wechseln zwischen realen Wildnisgebieten und spirituellen Domänen, indem sie die Trommel und die Geisterfähigkeiten nutzen, um Hindernisse zu überwinden und den Ursprung der Störung aufzudecken.
Handlung und Setting
Die Geschichte setzt ein, als ein Unfall an einer Teergrube das Dorfleben in einer Sámi-Siedlung durcheinanderbringt. Eine seltsame Krankheit breitet sich über Land, Bewohner und Tierwelt aus. Die Handlung wird in vollständig vertonten Zwischensequenzen auf Nordsamisch erzählt und dreht sich darum, verlorenes kulturelles Wissen wiederzuentdecken, um das Gleichgewicht wiederherzustellen.
Spieler treffen auf Geister von Menschen und Bäumen, sammeln die Schätze des Großvaters und erfahren durch Notizen und Gespräche, wie Außenstehende die Sámi-Kultur wahrnehmen. Die Kulisse reicht von realistischen nordischen Landschaften bis hin zu mystischen Geisterwelten, untermalt von traditionellen musikalischen Elementen.
Lohnt sich das Spiel?
Das Spiel richtet sich an Spieler, die narrative Plattformer mit Fokus auf kulturelle Darstellung und atmosphärische Erkundung suchen, statt auf Action oder Kampf. Das auf Geistern basierende Fähigkeitensystem sorgt für befriedigende Momente der Entdeckung und Interaktion mit der Welt.
Die Resonanz der Spieler fällt insgesamt positiv aus. Gelobt werden vor allem die einzigartige Erzählweise, die visuelle Darstellung der nördlichen Landschaften und die Integration samischer Elemente. Einige Rückmeldungen weisen auf gelegentliche technische Probleme und Navigationsschwierigkeiten in größeren Gebieten hin.
Wer Puzzle-Plattformer mit leichten Metroidvania-Elementen und einem Schwerpunkt auf Atmosphäre statt auf hohem Schwierigkeitsgrad oder Multiplayer sucht, wird hier am meisten finden. Das Spiel ist ein abgeschlossenes Einzelspieler-Erlebnis ohne saisonale Inhalte oder Erweiterungen.